Walkertshofen verbindet einen weithin sichtbaren Kirchenbau mit der Flusslandschaft der Neufnach. Die katholische Pfarrkirche St. Alban steht auf einem Hügel mitten im Ort; Walkertshofen liegt beidseits des Flusses. So finden Sie hier unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt: Baugeschichte im Ortsbild und Natur am Wasser.
St. Alban: vom romanischen Ursprung zum spätgotischen Turm
St. Alban ist mit ihrem markanten Turm das Wahrzeichen Walkertshofens. Der unverputzte Turm ist knapp 40 Meter hoch und stammt aus der spätgotischen Bauphase. Die Geschichte der Kirche reicht weiter zurück: Im 12. Jahrhundert wurde an ihrer Stelle eine romanische Kirche errichtet, höchstwahrscheinlich durch den damaligen Ortsadel. Teile der Nordwand des Langhauses stammen noch aus dieser ersten Bauzeit. An St. Alban treffen damit verschiedene Bauphasen zusammen: der romanische Beginn mit erhaltenen Teilen der Nordwand und der spätgotische Turm.
Die Kirche ist weithin sichtbar und prägt die Orientierung im Ort. Wenn Sie sich für Architektur interessieren, lohnt es sich, die Angaben zu ihrem Ursprung und zu den späteren Bauteilen als unterschiedliche Kapitel ihrer Geschichte zu betrachten. Dabei bleibt der markante Turm ein prägnanter Bezugspunkt; die romanischen Reste verweisen auf eine deutlich frühere Bauzeit.
Die Neufnach und ihre Umgebung
Am südlichen Ortsrand wurde die Neufnach 2022 aufwendig renaturiert. Aus einem begradigten Bachlauf entstand ein natürliches Fließgewässer mit vielen ökologisch aufgewerteten Bereichen. Einen weiteren Zugang zum Thema Wasser bietet die Fischtreppe: Dort gibt es einen kleinen Ruhebereich mit einer Bank, von dem aus Sie die Neufnach und ihre Wasserlebewesen beobachten können. Walkertshofen liegt im Naturpark Augsburg – Westliche Wälder.
Für eine Pause am Wasser und für längere Wege gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Das Staudenparadies an der Verbindungsstraße nach Grimoldsried eignet sich für einen kurzen Spaziergang oder als Erfrischungsstopp bei einer ausgedehnten Wanderung. Der Stauden-Meditations-Weg verläuft unter anderem über Walkertshofen. Seine neun Stationen sind auf Lebensweisheiten der großen Weltreligionen abgestimmt und laden zum Innehalten und Meditieren ein. Während das Staudenparadies als kurzer Spaziergang oder Pausenpunkt bei einer längeren Wanderung dient, geben die Stationen des Meditationswegs dem Unterwegssein einen eigenen thematischen Schwerpunkt.
Orte für Veranstaltungen und Aufenthalt
Auch das ehemalige Raiffeisenlagerhaus gehört zur Ortsgeschichte: Es weist eine heute seltene Bautypologie auf, die Architektur, Nutzung und Standort im Gemeindegebiet verbindet. Im Lagerhaus befindet sich der Bürgersaal. Über die Gemeinde Walkertshofen kann er für kulturelle, Vereins- und Privatveranstaltungen gebucht werden; die Verfügbarkeit kann sich ändern. Hinter dem Lagerhaus als Veranstaltungssaal wurde im Grünen ein großer Spielplatz angelegt.
Damit stehen in Walkertshofen verschiedene Themen nebeneinander: die Geschichte von St. Alban, die erneuerte Flusslandschaft und Orte für Spaziergänge, Wanderungen oder Meditation. Sie können Ihren Schwerpunkt danach wählen, ob Sie Baugeschichte, Natur am Wasser oder Bewegung im Grünen in den Vordergrund stellen möchten.
Weitere Anregungen im übergeordneten Reiseziel Augsburg
Im übergeordneten Reiseziel Augsburg gibt es weitere eigenständige Möglichkeiten für Kunst, Bewegung und Natur. Der LandArt-Kunstpfad Bonstetten ist ein 5,65 Kilometer langer Rundwanderweg; der Künstler Hama Lohrmann erklärt dort persönlich seine Skulpturen. Im Landkreis Augsburg steht ein gut ausgebautes Radwegenetz zur Verfügung. Ein weiterer Meditationsweg ist drei Kilometer lang und führt von der Zisterzienserinnenabtei Oberschönenfeld zum Weiherhof am Waldrand des Schwarzachtals entlang.
Weitere Reiseziele entdecken: Gersthofen, Untermeitingen, Nordendorf, Gessertshausen, Horgau, Lechfeld, Kutzenhausen, Augsburg.
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