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Wasserbau, Renaissancegeschichte und Museen eröffnen unterschiedliche Blickwinkel auf Augsburg. Dazu kommen ein Textilpfad und grüne Stadträume. Wer die Stadt für einen Aufenthalt auswählt, kann so zwischen Baugeschichte, historischen Ausstellungen und Wegen durch verschiedene Themen der Stadtgeschichte wählen.

Augsburgs Wassermanagement und seine Bauwerke

Das Augsburger Wassermanagement-System entwickelte sich über mehr als sieben Jahrhunderte in aufeinanderfolgenden Phasen. Prägend war die innovative Wasserbaukunst der Stadt. Ein konkreter Teil dieses Erbes ist das Wasserwerk am Roten Tor: Seit 2019 ist es ein zentrales Objekt des UNESCO-Welterbes „Augsburger Wassermanagement-System“.

Zum Ensemble gehören drei Wassertürme, zwei Brunnenmeisterhäuser und ein gemauertes Aquädukt. Im Oberen Brunnenmeisterhaus und im Kleinen Wasserturm befindet sich eine Dauerausstellung zur Geschichte der Augsburger Trinkwasserversorgung. Sie ergänzt den Blick auf die Bauwerke um die Geschichte der Versorgung. Wenn Sie die Ausstellung einplanen, prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Informationen zu den Details.

Renaissance, Fuggergeschichte und Brechts Geburtsort

Das Augsburger Rathaus entstand zwischen 1615 und 1620; Elias Holl errichtete es. Der Goldene Saal wurde 1624 fertiggestellt. Die beiden Zeitangaben markieren unterschiedliche Etappen der Baugeschichte. Wer sich für die Renaissance in Augsburg interessiert, findet damit einen konkreten Zugang über Rathaus und Saal.

Auch die Fuggerei lässt sich über ihre Geschichte erschließen: Das Fuggerei-Museum und der Weltkriegsbunker erklären die Geschichte der Siedlung. Ein ausgeschilderter Rundgang führt zu Fuß durch die Augsburger Innenstadt zu Stationen der Fuggergeschichte. Dazu gehören die Fuggerei, die Fuggerkapelle bei St. Anna, das Fuggerdenkmal, die Fuggerhäuser, der Dom, die Basilika St. Ulrich und Afra sowie das Renaissance-Rathaus.

Eine weitere biografische Station ist mit Bertolt Brecht verbunden. Er wurde in einem kleinen Augsburger Handwerkerhaus im Lechviertel geboren, unweit des historischen Rathauses. Die Angaben zum Geburtsort und die Stationen des Fugger-Rundgangs bieten unterschiedliche Zugänge zur Geschichte der Innenstadt.

Textilgeschichte und Puppentheater

Das Staatliche Textil- und Industriemuseum Augsburg, kurz „tim“, widmet sich der einst europaweiten Bedeutung der Augsburger Textilindustrie. Maschinen, Muster und der „Laufsteg der Modegeschichte“ gehören zu den Elementen, mit denen das Museum diese historische Bedeutung dokumentiert. Der Textilpfad setzt einen anderen Akzent: Er führt durch das Augsburger Textilviertel und erläutert an 13 Informationstafeln die Entstehung des Quartiers sowie Bedeutung und Funktion der Anlagen.

Zur Augsburger Museumskultur gehört außerdem das Puppentheatermuseum „die Kiste“. Es befindet sich in der Spielstätte der Augsburger Puppenkiste im Heilig-Geist-Spital und zeigt Figuren aus den Fernsehserien der Marionettenbühne. Zusammen mit dem „tim“ reicht das Spektrum damit von Industrie- und Textilgeschichte bis zu Figuren aus dem Fernsehen.

Grüne Stadträume und Führungen

Der Siebentischwald liegt innerhalb der Stadtgrenzen Augsburgs. Davon zu unterscheiden sind die Siebentischanlagen: Die Stadt legte sie im 19. Jahrhundert als zentrumsnahen Landschaftspark an. Beide Orte zeigen unterschiedliche Aspekte der grünen Stadträume Augsburgs.

Im Botanischen Garten Augsburg werden verschiedene Führungen angeboten. Auch Kindergarten- und Schulkinder können dort auf Entdeckungsreise gehen. Wenn Sie eine Führung einplanen, klären Sie die Organisation vor dem Besuch. So lässt sich dieser Programmpunkt gezielt in die Reiseplanung einbeziehen, neben den historischen Stationen, Museen und Wegen durch die Stadt.

Weitere Reiseziele entdecken: Wehringen, Scherstetten, Langerringen, Bobingen, Königsbrunn, Dinkelscherben, Meitingen, Diedorf

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Augsburg.

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