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Wehringen liegt an der Singold, nahe der Wertach und am Rand des Naturparks Augsburg-Westliche Wälder. Im Ortszentrum liegt der Generationenpark Pfarrgarten, eine knapp 3.000 Quadratmeter große Grünfläche direkt an der Singold. Sitzgelegenheiten und Outdoor-Fitnessgeräte stehen dort ebenso zur Verfügung wie Möglichkeiten für Boule, Schach und Tischtennis. Im Kräutergarten darf sich jeder bedienen. Der Park verbindet damit einen zentralen grünen Aufenthaltsort mit mehreren Möglichkeiten für Bewegung.

Im Westen Wehringens am Rand der westlichen Wälder befinden sich die Wassertretanlage und der direkt daneben liegende Barfußpfad. Der Zugang zu diesem Areal führt über einen geteerten Feldweg und ist nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad möglich. Prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Zugangshinweise. Die „Bildungsbrücke“ liegt an einem Spazierweg entlang der Singold. Inmitten von Feldern und Wiesen ermöglicht sie ein Naturerlebnis am Bach. An der Wertach laden zwei abgeflachte Uferbereiche zum Verweilen ein; zugleich bilden sie ökologisch wertvolle Flachwasserbereiche.

Bei der Auswahl zwischen den Grün- und Wasserorten hilft die Lage als Unterscheidungsmerkmal: Der Pfarrgarten liegt zentral, Wassertretanlage und Barfußpfad im Westen Wehringens.

Kirchen und Baugeschichte

Die Pfarrkirche St. Georg vereint unterschiedliche Bauphasen: Ihr Chorraum entstand in gotischer Zeit im 14. oder 15. Jahrhundert, während der Innenraum zwischen 1741 und 1747 mit Deckenfresken, Stuck und einem Hochaltar neu gestaltet wurde. Zur Kirche gehört außerdem die Mauer des ehemaligen befestigten Friedhofs mit Schießscharten, Strebepfeilern, zwei Toren und einer Figurennische aus dem 16. Jahrhundert.

Auch die beiden katholischen Kapellen unterscheiden sich in Form und Entstehungszeit. Die Heilig-Kreuz-Kapelle ist ein Rechteckbau mit dreiseitigem Schluss und Dachreiter mit Zwiebelhaube; sie entstand um 1700 und wurde 1751 vergrößert. Die katholische Gruftkapelle St. Antonius ist dagegen ein Rundbau mit Kuppeldach im Nach-Jugendstil, den Heinrich Düll und Georg Petzold 1918/20 schufen. Zusammen zeigen die Kapellen den Unterschied zwischen einem Bau aus der Zeit um 1700 und einem Werk des frühen 20. Jahrhunderts.

Spuren früherer Zeiten und lokale Traditionen

Am Wehringer Hochwald befinden sich etwa 85 Pingen eines früh- bis hochmittelalterlichen Erzabbaugebiets. Ein anderer historischer Themenstrang ist das „Leitenbad“: Es bestand in Wehringen von etwa 1490 bis ins 17. Jahrhundert und galt in der Bäderliteratur des 16. und 17. Jahrhunderts als bedeutendes Heilbad. Als Zeitpunkt seines Niedergangs wird das 17. Jahrhundert angenommen. Die Wehringer Wallfahrt zum Heiligen Berg nach Andechs geht auf ein Pestgelübde von 1717 zurück.

Das Historische Wehringer Dorffest wurde 1990 anlässlich der 1000-Jahr-Feier der Gemeinde erstmals veranstaltet und findet alle fünf Jahre statt. Zum Fest gehören handwerklich-künstlerische Darbietungen und zahlreiche Stände mit kulinarischen Angeboten. Einzelne Termine und Programmpunkte können variieren; wenn Sie das Fest in Ihre Reiseplanung aufnehmen möchten, prüfen Sie vorab den jeweiligen Termin.

Weitere Reiseziele entdecken: Bobingen, Königsbrunn, Gessertshausen, Lechfeld, Scherstetten, Fischach, Welden, Neusäß.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Augsburg.

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