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Ein See, Wege durch Flusslandschaften und Wald, romanische Baukunst und Museen mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten: Dachau lässt sich über viele Themen entdecken. Dabei wechseln sich Naturerlebnisse mit Kunst und Geschichte ab. Wer gern zu Fuß unterwegs ist, findet sowohl einen Weg am Fluss Maisach als auch kurze Kunst- und Kulturspaziergänge; in Dachau selbst stehen Altstadt, Schloss und Sammlungen im Mittelpunkt.

Am Wasser und auf Wegen unterwegs

Das Erholungsgebiet Karlsfelder See liegt unmittelbar an der Bebauung von Karlsfeld-Nord. Es ist 58,2 Hektar groß und befindet sich im Landkreis Dachau. Der See wird ganzjährig zum Spazieren, Joggen, Radfahren und zur Erholung genutzt. Damit ist er ein Ausflugsziel für verschiedene Aktivitäten, ohne dass Sie sich auf eine bestimmte davon festlegen müssen.

Eine andere Perspektive bietet die „Lebensader Maisach“: Der etwa 2,5 Kilometer lange Weg verläuft am Fluss entlang und ist von Bergkirchen oder Günding aus barrierefrei begehbar. Am Petersberg bei Erdweg ist der Skulpturenweg dagegen 200 Meter lang. Er führt durch den Petersbergwald; entlang der acht Stationen stehen insgesamt zehn Kunstwerke. Der Vergleich der beiden Wege macht die Bandbreite sichtbar: Hier steht die Flusslandschaft im Mittelpunkt, dort die Kunst im Wald.

Auch der Spazierweg „Kunst und Kultur um den Klosterberg“ verbindet Bewegung mit einem Blick auf Sehenswürdigkeiten. Er führt rund um das Kloster in Altomünster und an wichtigen Sehenswürdigkeiten vorbei. Für Radfahrende führt der mittlere Kurs des Radwegs „Der 7-Klöster-Weg“ nach Altomünster und zum Petersberg bei Erdweg. Altomünster war jahrhundertelang Standort eines Birgittenklosters.

Wer in den Amperauen spaziert, kann mit Geduld und etwas Glück die außergewöhnlichen Fraßspuren des dort wieder heimisch gewordenen Bibers entdecken. Es sind seine Spuren, nicht eine garantierte Tierbeobachtung, die diesen Naturblick ausmachen.

Geschichte und Kunst in Dachau

Der historische Altstadtkern von Dachau steht unter Ensembleschutz und lädt zum Flanieren und Verweilen ein. Das Wittelsbacher Schloss war einst eine beliebte Sommerresidenz der Wittelsbacher. Der Aufstieg zum Schloss wird mit einem Ausblick über die Münchner Schotterebene, die Landeshauptstadt München und bis zu den Alpen belohnt. Im Schloss finden regelmäßig Führungen statt; die aktuellen Termine werden jeweils bekanntgegeben. Informieren Sie sich vor Ihrem Besuch über die Termine.

Das Bezirksmuseum Dachau zeigt auf drei Stockwerken, wie vielfältig die Kulturgeschichte der Stadt und des Landkreises ist. Zu den Ausstellungsthemen gehören Siedlungsformen, Stadtgeschichte, Zunft- und Marktrecht, Handwerk und Handel, Alltagsgeschichte, Festtagsbräuche sowie religiöse Volkskunde. Die Gemäldegalerie Dachau setzt einen anderen Schwerpunkt: Ihre ständige Sammlung umfasst Landschafts- und Genrebilder des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Die Galerie steht zudem im Zusammenhang mit der Künstlerkolonie Dachau, die als eine der kunsthistorisch wichtigsten Künstlerkolonien Deutschlands gilt und die Entwicklung der modernen Kunst des 20. Jahrhunderts stark beeinflusste.

Zur Geschichte am Petersberg gehört eine bis heute erhaltene romanische Basilika, die 1104 errichtet wurde. Auch Mariabrunn erzählt von religiöser Geschichte: Nach einer Wunderheilung durch das Wasser einer Quelle entwickelte sich der Ort ab 1662 zu einem bedeutenden Wallfahrtsort im Bistum Freising. Heute gehört Mariabrunn zur Gemeinde Röhrmoos. Ein Zubringer zum Münchner Jakobsweg verläuft durch das Dachauer Land; der Jakobsweg führt bis nach Lindau.

Klostergeschichte und Erinnerung

Die Dauerausstellung des Museum Altomünster widmet sich der Geschichte des Birgittenordens in Europa und seiner Gründerin, der heiligen Birgitta von Schweden. Sie zeigt diese Geschichte unter anderem am Beispiel des inzwischen geschlossenen Klosters Altomünster, das 500 Jahre bestand. So kommt neben der Gründerin auch ein konkreter Ort der Klostergeschichte in den Blick.

Der Weg des Erinnerns behandelt das Schicksal von Kindern als Opfern des Nationalsozialismus. Ein weiterer Teil seines historischen Themas ist Markt Indersdorf: Der Ort bot nach dem Zweiten Weltkrieg mehr als 1.000 jungen Überlebenden der nationalsozialistischen Verfolgung Zuflucht. Das ist ein anderer Zugang zur Geschichte als die Sammlungen zur Stadt- und Alltagskultur im Bezirksmuseum – und eine wichtige Perspektive auf die Folgen der Verfolgung.

Praktische Orientierung

Die Buslinie 726 fährt vom Bahnhof Dachau zur KZ-Gedenkstätte Dachau in Richtung „Saubachsiedlung“. Prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan. Für einen Besuch im Schloss Dachau lohnt es sich ebenfalls, die bekanntgegebenen Führungstermine vorab anzusehen. So können Sie Ihre Orientierung an den tatsächlich verfügbaren Fahrplan- und Termininformationen ausrichten.

Weitere Orte entdecken: Weißling, Schwabhausen, Hebertshausen, Dachau, Altomünster, Haimhausen, Bergkirchen, Odelzhausen, Vierkirchen, Erdweg, Karlsfeld, Röhrmoos, Markt Indersdorf, Hilgertshausen-Tandern, Petershausen, Sulzemoos.

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