Zum Inhalt

Für einen kulturorientierten Aufenthalt bündelt Dachau Kunstgeschichte, Museen und eine historisch geprägte Altstadt. Gemäldegalerie, Bezirksmuseum, Stadtpfarrkirche St. Jakob, Rathaus und Schloss Dachau sind in der historischen Altstadt zu Fuß gut erreichbar. So lässt sich Kunst- und Stadtgeschichte mit einem Altstadtspaziergang verbinden.

Künstlerkolonie und Museen

Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts zählte Dachau zu den bedeutendsten Künstlerkolonien Europas; ihre Blütezeit lag um 1900. Die ständige Ausstellung der Gemäldegalerie Dachau dokumentiert mit rund 200 Bildern und einigen ausgewählten Skulpturen die Entstehung und Entwicklung der Landschaftsmalerei in Dachau von ihren Anfängen bis weit ins 20. Jahrhundert. Zur ständigen Sammlung gehören außerdem Landschafts- und Genrebilder des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.

Das Bezirksmuseum setzt einen anderen Schwerpunkt: Auf drei Stockwerken stellt es die Kulturgeschichte der Stadt Dachau und des Landkreises dar. Neben der ständigen Ausstellung zeigt es regelmäßig Sonderausstellungen. So bieten die beiden Museen unterschiedliche Zugänge: In der Gemäldegalerie steht die Malerei im Mittelpunkt, im Bezirksmuseum die Kulturgeschichte von Stadt und Landkreis.

Altstadt, Kirche und Hofgarten

Der malerische Altstadtkern steht unter Ensembleschutz und lädt zum Flanieren und Verweilen ein. Die Pfarrkirche St. Jakob überragt mit ihrem 44 Meter hohen, achteckigen Turm weithin sichtbar die Dachauer Altstadt. An der Südseite des Langhauses befindet sich eine Sonnenuhr aus dem 18. Jahrhundert; an ihr lassen sich die Zeit, der Monat und das Sternzeichen ablesen.

Auch der Hofgarten Schloss Dachau verbindet verschiedene Elemente: Zu ihm gehören ein barocker Laubengang aus Linden, alte Gartenmauern, Obstbäume, Blumenrabatte und ein angeschlossenes kleines Wäldchen. Im Bienenlehrpfad erklären Informationstafeln die Bienenstöcke; im Englischen Garten des Hofgartens leben fünf Bienenvölker. Zur Gemäldegalerie gehört eine Dachterrasse hoch über der Altstadt, die 2005 im Zuge des Umbaus eingerichtet wurde.

Wege und Besuche planen

Der „Weg des Erinnerns“ führt vom Dachauer Bahnhof bis zum Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte Dachau. Seit 2007 informieren zwölf Tafeln entlang der Strecke über den Weg. Für die drei Kilometer sind zu Fuß etwa 45 Minuten angegeben. Damit lässt sich der Fußweg als eigener Teil der Besuchsplanung berücksichtigen, statt ihn nur als Verbindung zwischen zwei Punkten zu behandeln.

Die KZ-Gedenkstätte Dachau ist täglich außer am 24. Dezember von 9 bis 17 Uhr geöffnet; prüfen Sie die Angaben vor Ihrer Reise. Im übergeordneten Reiseziel Dachau finden regelmäßig Führungen durch Schloss Dachau statt. Die aktuellen Termine sollten Sie vor dem Besuch überprüfen.

Anreise und Öffnungszeiten

Vom Münchner Hauptbahnhof fährt die S-Bahn-Linie S2 ohne Umsteigen direkt zum Bahnhof Dachau; die Fahrt dauert rund 20 Minuten. Der Citybus 719 fährt werktags und samstags bis 14 Uhr vom Bahnhof alle zehn Minuten in die Altstadt. Sonn- und feiertags verkehren die Buslinien 720 und 722. Da sich Fahrpläne ändern können, prüfen Sie die Verbindung vor der Abfahrt.

Für die Gemäldegalerie Dachau sind dienstags bis freitags Öffnungszeiten von 11 bis 17 Uhr sowie samstags, sonntags und feiertags von 13 bis 17 Uhr angegeben. Für das Bezirksmuseum Dachau sind dieselben Zeiten genannt. Prüfen Sie die Öffnungszeiten vor Ihrem Besuch.

Weitere Reiseziele entdecken: Pellheim, Odelzhausen, Röhrmoos, Sulzemoos, Markt Indersdorf, Schwabhausen, Vierkirchen, Erdweg.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Dachau.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.