Donauwörth liegt am Zusammenfluss von Donau und Wörnitz und an der bekannten Ferienroute „Romantische Straße“. Für die Aufenthaltsplanung geben die Flusslage und die unterschiedlichen Kultur- und Spazierangebote mehrere Ansatzpunkte: ein Naturspaziergang, ein selbstgeführter Blick in die Stadtgeschichte oder ein Schwerpunkt auf Museum und Kirchenkunst. Welche Mischung zu Ihrem Aufenthalt passt, hängt vor allem davon ab, ob Sie lieber draußen unterwegs sind oder einzelne Kulturthemen vertiefen möchten.
Am Wasser: zwei Spaziergänge mit unterschiedlichem Schwerpunkt
Der „Kleine grüne Spaziergang“ führt entlang der Donauwörther Promenade, durch den malerischen Heilig-Kreuz-Garten, an den Flüssen und am Ufer des Alten Donauhafens entlang. Die Naturtour führt durch verschiedene Naturräume mitten in Donauwörth, ist 4,5 km lang und dauert etwa 50 bis 60 Minuten. Sie verbindet damit Flussufer und Grünflächen mit der Promenade und dem alten Hafenbereich. Am Alten Donauhafen wurde das historische Gelände neu belebt; heute gibt es dort eine Uferpromenade, Ruhebänke und Picknickplätze zum Verweilen am Wasser.
Der „Kleine historische Spaziergang“ setzt anders an: Als Rundgang auf eigene Faust führt er durch die Geschichte der ehemaligen Freien Reichsstadt und zu zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Im Vergleich ist der grüne Weg mit Länge und ungefährem Zeitbedarf umrissen, während beim historischen Rundgang das Thema und das selbstständige Format im Vordergrund stehen. So können Sie zwischen Natur- und Flussräumen und einem Rundgang durch die Stadtgeschichte wählen.
Stadtgeschichte und Kultur
Wer Donauwörth lieber mit einer Führung erkundet, kann aus mehr als 20 Stadt-, Turm- und Themenführungen wählen. Da sich das Besucherprogramm ändern kann, lohnt es sich, Termine und aktuelles Angebot vor der Planung zu prüfen. Eine weitere Möglichkeit, einen konkreten Zeitpunkt in den Tag einzubeziehen, ist das „Donauwörther Glockenspiel“: Es erklingt seit 1986 täglich um 11:00 Uhr und um 16:00 Uhr am Westgiebel des Rathauses. Wenn Sie es hören möchten, prüfen Sie die Uhrzeiten vor Ihrem Besuch.
Das Käthe-Kruse-Puppen-Museum setzt einen eigenen thematischen Schwerpunkt. Die Dauerausstellung zeigt mehr als 150 Puppen, Schaufensterfiguren und Puppenstubenpuppen aus der Manufaktur von Käthe Kruse, von den Anfängen um 1910 bis zur Gegenwart. Unterschiedliche Objekttypen und die zeitliche Spanne prägen den Blick auf die Sammlung. An der Museumskasse ist eine kostenlose Kinderrallye erhältlich. Kindergeburtstage sowie Führungen und Familienführungen können gebucht werden; bei konkreten Plänen empfiehlt sich eine Nachfrage zur aktuellen Verfügbarkeit.
Heilig Kreuz ist eine spätbarocke Wallfahrtskirche in einer imposanten Klosteranlage. Die prachtvolle Stuckausstattung im Wessobrunner Stil von Franz Schmuzer prägt die Kirche. Ihre Wallfahrtsbedeutung hängt mit originalen Kreuzpartikeln zusammen, die in der Gruftkapelle aufbewahrt werden und 1030 aus Konstantinopel nach Donauwörth gebracht wurden. So stehen die barocke Gestaltung und eine konkrete Reliquiengeschichte als zwei verschiedene Zugänge zu diesem Kulturort nebeneinander.
Spaziergang oder längere Radtour
Für eine längere Aktivität kommt der 67 km lange Lech-Donau-Radrundweg in Betracht. Grundsätzlich kann die Runde überall begonnen werden; die beschriebene Tour startet und endet in Donauwörth. Zunächst führt sie auf dem Radweg parallel zur Donau stadtauswärts. Im Vergleich dazu ist der „Kleine grüne Spaziergang“ mit 4,5 km und etwa 50 bis 60 Minuten deutlich kürzer. Die unterschiedlichen Maße helfen, den zeitlichen und räumlichen Umfang der beiden Möglichkeiten einzuordnen. Vor dem Start empfiehlt sich ein Blick auf die aktuellen Routenbedingungen.
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