Rain bietet unterschiedliche Zugänge zu Geschichte und gestalteten Grünräumen: Die Erinnerung an Tilly, die Altstadt und die Gärten setzen jeweils eigene Akzente. Für die Wahl eines Aufenthalts in Rain hilft es, diese Schwerpunkte nach den eigenen Interessen zu ordnen. Wer sich besonders für die Stadtgeschichte interessiert, findet markante Bezüge zur Schlacht bei Rain; wer Gartenanlagen schätzt, kann die Gestaltungselemente des Blumenparks und den Grüngürtel in den Blick nehmen.
Tilly und die Schlacht bei Rain
Das 1914 aufgestellte, überlebensgroße Denkmal für Johann Tserclaes Tilly erinnert an die Schlacht bei Rain am 14. und 15. April 1632. Die Jahreszahl des Denkmals und die Schlachtdaten stehen für zwei verschiedene Zeitebenen: die Aufstellung des Erinnerungszeichens und das Ereignis, auf das es verweist. Auch der Tillyweg greift diesen historischen Themenkreis auf. Auf ihm lassen sich Spuren der Schlacht und des Feldherrn Johann Tserclaes Graf von Tilly entdecken. So begegnet das Thema in Rain sowohl in einem Denkmal als auch in der Beschreibung eines Weges, der historische Spuren aufgreift.
Altstadt und Heimatmuseum
Die Hauptstraße ist das Herzstück der Altstadt. Zusammen mit denkmalgeschützten Bürgerhäusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert bildet sie ein Ensemble, in dem sich die Baugeschichte dieser beiden Jahrhunderte ablesen lässt. Das Heimatmuseum ergänzt den Blick auf Rain durch seine Exponate. Es ist im ehemaligen Salzstadel untergebracht, einem geschichtsträchtigen Gebäude aus dem 17. Jahrhundert. Als Hauptattraktion zeigt das Museum ein großes Zinnfiguren-Diorama zur Schlacht bei Rain am 14. und 15. April 1632. Das Gefecht, an das das Denkmal erinnert, wird hier als Diorama dargestellt. Damit stehen in Rain verschiedene Formen der Erinnerung nebeneinander: ein überlebensgroßes Denkmal, ein Themenweg und eine Ausstellung im Heimatmuseum.
Gärten und Grünräume
Der japanische Landschaftsgarten im Blumenpark in Rain umfasst Großbonsais, Teiche, Wassertreppen, Findlinge und eine Bogenbrücke. Pflanzen, Wasser, Steine und die Brücke bilden dabei unterschiedliche Gestaltungselemente; sie setzen einen eigenen Schwerpunkt neben der Geschichte von Altstadt und Schlacht. Der Dehner Blumenpark ist barrierefrei, der Eintritt ist frei. Geöffnet ist er werktags von 9 bis 18 Uhr, außer an Sonn- und Feiertagen. Prüfen Sie die Öffnungszeiten vor Ihrem Besuch, da sie sich ändern können.
Der Stadtpark ist eine zentrale Erholungs- und Freizeitanlage und Teil des Rainer Grüngürtels, der die Altstadt mit blühenden Parkanlagen umschließt. Im Unterschied zu den einzeln benannten Gestaltungselementen des japanischen Gartens beschreibt der Grüngürtel einen größeren Zusammenhang aus Parkanlagen rund um die Altstadt. So lassen sich die Gartenanlagen in Rain unter zwei Blickwinkeln betrachten: als gestalteter Landschaftsgarten und als Teil des städtischen Grünraums.
Stadtführung und regionaler Blick
Von April bis Oktober bietet die Stadt Rain an jedem ersten Sonntag im Monat eine offene Stadtführung an; eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das Angebot hat damit einen klaren Saison- und Monatsrhythmus. Prüfen Sie vor dem Besuch die Termine des jeweiligen Jahres. Die Führung ist eine weitere Möglichkeit, sich mit Rain auseinanderzusetzen, während Denkmal, Hauptstraße und Parkanlagen die unterschiedlichen historischen und landschaftlichen Themen der Stadt sichtbar machen.
Im übergeordneten Reiseziel Donau-Ries bezeichnet der Landkreis den Geopark Ries mit dem durch einen Meteoriteneinschlag entstandenen Rieskrater als touristische Attraktion. Dieser geologische Schwerpunkt unterscheidet sich von Rains Bezügen zur Schlacht von 1632 und zur Altstadt: Er richtet den Blick auf die Entstehung des Kraters, während die Rainer Sehenswürdigkeiten vor allem Stadt- und Schlachtgeschichte sowie gestaltete Grünräume aufgreifen.
Weitere Reiseziele entdecken: Mertingen, Wemding, Wallerstein, Oettingen In Bayern, Donauwörth, Ehingen Am Ries, Tapfheim, Ries.
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