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Ehingen a.Ries bietet einen kulturgeschichtlichen Schwerpunkt rund um Kirchen und Kapellen. Wenn Sie solche Themen bei der Wahl Ihres Reiseziels berücksichtigen, begegnen Ihnen im Ort sowohl eine gemeinsam genutzte Simultankirche als auch die Geschichte einer versetzten Kapelle. Im zugehörigen Gemeindegebiet Belzheim kommen weitere Sakralbauten und archäologische Funde hinzu. Das übergeordnete Reiseziel Donau-Ries setzt daneben eigene Akzente in Stadtgeschichte, Sakralbau und Geologie.

Simultaneum und romanisches Kruzifix

Die konfessionelle Teilung infolge der Reformation von 1550 besteht im Simultaneum fort: Katholiken und Protestanten nutzen gemeinsam die Simultan-Pfarrkirche St. Stephanus und Ulrich. Derzeit ist sie die einzige Simultankirche Bayerns. In der Kirche befindet sich zudem ein romanisches Kruzifix, das als das älteste erhaltene Kunstwerk im Ries gilt. So verbinden sich an diesem Ort eine fortbestehende gemeinsame Nutzung und ein Kunstwerk mit besonderem Rang in der Riesgeschichte.

Kapellen und archäologische Funde

Die katholische Kapelle St. Aloisius steht in Ehingen außerhalb des Friedhofs. Ihre Geschichte führt nach Lohe: Dort wurde sie ursprünglich erbaut und nach dem Tod des letzten dortigen Katholiken im Jahr 1877 nach Ehingen versetzt. Ihr heutiger Standort ist damit Teil einer Geschichte, die auch den Ortswechsel der Kapelle umfasst.

Im zugehörigen Gemeindegebiet Belzheim wurde die katholische Pfarrkirche St. Michael 1608 erbaut und 1682 barockisiert. Die Antoniuskapelle in Belzheim wurde vom ehemaligen Bayerischen Staatsminister Anton Jaumann erbaut. An der Grabhügelgruppe Belzheim fanden sich bei Ausgrabungen Reste hölzerner Grabkammern mit unterschiedlich wertvollen Grabbeigaben. Die Kammern waren von unterschiedlich großen Erdhügeln überwölbt. Sakralbauten und archäologische Funde setzen hier unterschiedliche historische Akzente.

Kultur und Geologie im übergeordneten Reiseziel Donau-Ries

Der Landkreis Donau-Ries bezeichnet den Geopark Ries mit seinem durch einen Meteoriteneinschlag entstandenen Rieskrater als touristische Attraktion. Für eine geschichtliche Perspektive bietet das Stadtmuseum in Nördlingen mehrere Themen: Es behandelt das Leben und den Glauben der Menschen in Nördlingen, Veränderungen während der Reformationszeit, den Dreißigjährigen Krieg und die Schlacht bei Nördlingen von 1634. Eine über 150 Jahre alte Sammlung wird dort auf vier Stockwerken gezeigt. Ein Modell aus rund 6.000 Zinnfiguren veranschaulicht die Schlacht von 1634. Auch die mittelalterliche Stadtmauer Nördlingens ist vollständig erhalten und komplett begehbar.

Das RiesKraterMuseum richtet den Blick dagegen auf den Asteroideneinschlag, der das Nördlinger Ries schuf, auf dessen kosmische Hintergründe und auf seine Auswirkungen bis heute. Zu den gezeigten Exponaten und Vermittlungsformen gehören Meteoriten, Fossilien, ein Stück echtes Mondgestein, Informationstafeln und Multimediaangebote. Die Ausstellung befindet sich in einem aufwendig sanierten mittelalterlichen Scheunengebäude aus dem Jahr 1503. Damit lassen sich die Themen gut unterscheiden: Das Stadtmuseum behandelt Stadt- und Ereignisgeschichte, das RiesKraterMuseum das geologische Ereignis und seine Folgen.

Ein weiterer sakralgeschichtlicher Schwerpunkt im übergeordneten Donau-Ries ist die Wallfahrtsbasilika Maria Brünnlein. Die Rokokokirche entstand zwischen 1748 und 1782 nach Plänen von Franz Joseph Roth, als der Pilgerstrom anwuchs. Ihr Gnadenaltar ist ein Brunnenaltar mit der wundertätigen Muttergottes von Johann Joseph Mayr aus dem Jahr 1755; den Altartisch mit Brunnenschale schuf Ernst Steinacker 1953. 1998 wurde die Basilika von Papst Johannes Paul II. zur Basilica minor erhoben. Rund 150.000 Pilger besuchen sie jedes Jahr.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Donau-Ries.

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