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Mindelstetten lässt sich über zwei unterschiedliche Schwerpunkte entdecken: die Erinnerung an die heilige Anna Schäffer und den jährlich stattfindenden Markt. Das Anna-Schäffer-Erbe umfasst Grabstätten und ein Geburtshaus mit Ausstellung; der Markt bringt Festhalle und Reitturnier in den Ort. Für Ihre Reiseplanung ist daher hilfreich, zwischen den Anna-Schäffer-Orten und dem Veranstaltungstermin zu unterscheiden.

Anna-Schäffer-Orte und Orientierung vor Ort

Die erste Grabstätte der heiligen Anna Schäffer befindet sich beim Kirchturm. Eine weitere wichtige Station ist die Tumba über ihrem Grab im Langhaus der alten neugotischen Pfarrkirche St. Nikolaus. Die Kirche stammt aus den Jahren 1904/05. Grabstätte und Tumba sind also unterschiedliche Bezugspunkte innerhalb der Mindelstettener Kirchengeschichte.

Auch das Anna-Schäffer-Geburtshaus mit der Anna-Schäffer-Ausstellung gehört zu den Orten, die den Bezug zu ihr vertiefen. Gäste der Kirchengemeinde können das Haus besichtigen; klären Sie vor Ihrem Besuch, ob eine Besichtigung aktuell möglich ist. Für die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr sollten Sie eine Schließzeit einplanen: Das Geburtshaus ist vom 24. Dezember bis einschließlich 1. Januar geschlossen. Prüfen Sie diese Zeitangabe vor dem Besuch.

Das Pilgerzentrum befindet sich am Kirchplatz 2a und verfügt über einen Saal und Toiletten. Diese Adresse bietet eine konkrete Orientierung für Ihre Planung vor Ort. Wer den Pilgerradweg von Hüttenhausen aus nach Mindelstetten nutzt, legt auf asphaltierten Radwegen weitere zwei Kilometer zurück. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Routeninformationen.

Der Mindelstettener Markt

Beim jährlich stattfindenden Mindelstettener Markt zieht die Festgesellschaft an einem Freitag vor der Kirche los und weiter zum Marktplatz in die Festhalle. Dort wird vier Tage lang gefeiert, begleitet von Vereinen, Musikern und Mitwirkenden. Zum Markt gehört außerdem ein Reitturnier mit Springprüfungen, das der RuFV-Mindelstetten nahe dem Marktplatz veranstaltet. Wenn Sie Ihre Reise auf dieses Fest ausrichten möchten, prüfen Sie die Termine für das jeweilige Reisejahr.

Kirchengeschichte in Hüttenhausen

In der zugehörigen Gemeinde bietet die Kirche in Hüttenhausen einen eigenen historischen Schwerpunkt. Sie wird aufgrund zweier stilistisch eng verwandter Pantokrator-Darstellungen in Tympana auf die Zeit um 1190 datiert. Um 1700 wurde die Kirche grundlegend saniert; dabei verlängerte man das Kirchenschiff nach Westen um mehr als fünf Meter. Die Datierung und die spätere Veränderung beschreiben damit zwei verschiedene Phasen ihrer Baugeschichte.

Kultur im übergeordneten Reiseziel Eichstätt

Im übergeordneten Reiseziel Eichstätt setzt das Jura-Museum einen eigenen Akzent: Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf Fossilien der Solnhofener Plattenkalke. Zu sehen ist dort auch das Original des Eichstätter Exemplars von Archaeopteryx.

Die Willibaldsburg in Eichstätt wurde 1355 von Bischof Berthold Burggraf von Zollern errichtet und diente bis 1725 als Bischofssitz. Von der 420 Meter langen Burg sind unter anderem Mauern und Bastionen, das Zeughaus, die 63 Meter lange Torhalle sowie der Gemmingenbau mit seinen beiden Türmen erhalten. Die baulichen Überreste geben dem Besuch einen eigenen historischen Fokus.

Auf der Willibaldsburg liegt außerdem der 1.500 Quadratmeter große Bastionsgarten. Dort wurde der im Dreißigjährigen Krieg zerstörte Hortus Eystettensis nach 400 Jahren zu neuem Leben erweckt; Besucher können viele der ursprünglichen Pflanzenarten der Gartenanlage kennenlernen. So stehen die Anna-Schäffer-Orte und der Markt in Mindelstetten neben einem eigenständigen Kulturangebot im ausdrücklich übergeordneten Reiseziel Eichstätt.

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