Zum Inhalt

Römische Inschriften an der Pfarrkirche, die Burg Nassenfels und mehrere Wanderbezüge geben dem Ort ein prägnantes Profil. Für Ihre Reiseplanung lohnt es sich, Ortsgeschichte und Ziele im näheren Umfeld auseinanderzuhalten: Die Inschriften befinden sich an der Kirche in Nassenfels, die Gleßbrunnen dagegen liegen zwischen Nassenfels und Wolkertshofen.

Römische Spuren an der Pfarrkirche

Rechts vor dem Portal der Pfarrkirche St. Nikolaus sind zwei römische Inschriftsteine eingemauert. Sie verweisen auf Nassenfels als bedeutendste römische Zivilsiedlung nördlich der Donau. Einer der beiden Steine nennt außerdem den römischen Ortsnamen „vicus Scuttarensium“. Damit lässt sich die Ortsgeschichte an zwei konkreten Inschriften festmachen: Die eine überliefert einen Namen, beide stehen für die römische Bedeutung Nassenfels’. Wenn Sie sich für Geschichte interessieren, bietet der Vergleich der beiden Steine einen unmittelbaren Anknüpfungspunkt am Kirchenportal.

Burg Nassenfels und ihre Besichtigungsmöglichkeiten

Auch die Wasserburg gehört zur historischen Überlieferung des Ortes. Ein Ministerialengeschlecht der Eichstätter Bischöfe auf der Wasserburg Nassenfels ist seit 1189 urkundlich belegt. Burg Nassenfels befindet sich in Privatbesitz und kann nur von außen besichtigt werden. Da sich die Zugangsbedingungen ändern können, informieren Sie sich vor Ihrem Besuch. Auf der Burg finden jährlich Kulturtage statt; wenn Sie eigens dafür planen, prüfen Sie die Veranstaltungstermine vorab.

Wanderwege und Ziele im Umfeld

Die Magistrale Route 3 des Naturparks Altmühltal verläuft zwischen Nassenfels und Möckenlohe und lädt zu einer Wanderung ein. Ein Stichweg des Urdonautalsteigs bindet Nassenfels und Egweil an die Route an. Die beiden Wegbezüge lassen sich an ihren genannten Orten unterscheiden: Möckenlohe gehört zum Verlauf der Magistrale Route 3, während der Stichweg Nassenfels und Egweil mit dem Urdonautalsteig verbindet. Für den Urdonautalsteig sollten Sie vor dem Aufbruch aktuelle Wegmeldungen prüfen.

Ein Naturziel im näheren Umfeld sind die Gleßbrunnen zwischen Nassenfels und Wolkertshofen. Dort liegen fünf miteinander verbundene Quelltöpfe, die 5 bis 9 Meter tief sind. Über einen Feldweg sind sie erreichbar; ein Besuch lässt sich mit der 8 km langen Wanderroute „Mühlenrunde im Schuttertal“ verbinden. Beachten Sie die Hinweise zum Naturschutz. Da sich Weg- und Zugangsinformationen ändern können, ist eine Prüfung vor dem Besuch sinnvoll. So können Sie bei der Planung klar zwischen den Wanderbezügen am Ort und dem Ausflug zu den Quellen unterscheiden.

Ein ergänzender Kulturakzent in Eichstätt

Im übergeordneten Reiseziel Eichstätt setzt das Jura-Museum einen anderen Schwerpunkt: Im Zentrum der Ausstellung stehen Fossilien der Solnhofener Plattenkalke; außerdem zeigt das Museum das Original des Eichstätter Exemplars von Archaeopteryx. Das ist ein eigener naturgeschichtlicher Akzent neben den römischen Inschriften in Nassenfels.

Auch die Willibaldsburg liegt in Eichstätt. Bischof Berthold Burggraf von Zollern ließ sie 1355 errichten; bis 1725 diente sie als Bischofssitz. Von der 420 Meter langen Burg sind Mauern und Bastionen, das Zeughaus, die 63 Meter lange Torhalle und der Gemmingenbau mit seinen beiden Türmen erhalten. Im 1.500 Quadratmeter großen Bastionsgarten wurde der im Dreißigjährigen Krieg zerstörte Hortus Eystettensis nach 400 Jahren zu neuem Leben erweckt. Dort können Besucher viele der ursprünglichen Pflanzenarten der Gartenanlage kennenlernen. Diese Eichstätter Kulturziele ergänzen den Blick auf die regionale Geschichte, ohne die örtlichen Besonderheiten Nassenfels’ zu ersetzen.

Weitere Reiseziele entdecken: Adelschlag, Oberdolling, Mindelstetten, Beilngries, Wellheim, Titting, Gaimersheim, Altmannstein.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Eichstätt.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.