Pollenfeld verbindet die gotische Pfarrkirche St. Sixtus mit einem Gemeindegebiet, das vollständig im Naturpark Altmühltal liegt. Auch beim Blick auf Wege und weitere Sehenswürdigkeiten ist die Gemeinde als Ganzes der passende Rahmen: Einige der genannten Orte liegen in Wörmersdorf, Seuversholz und Sornhüll. Für Ihre Reiseplanung ergeben sich damit unterschiedliche Schwerpunkte – Kirchenkunst in Pollenfeld selbst und Natur- sowie Entdeckungsmöglichkeiten im Gemeindegebiet.
Wandern und Radfahren im Gemeindegebiet
Ausgebaute Feld- und Waldwege laden in der Gemeinde Pollenfeld zum Wandern und Radfahren ein. Das gut ausgebaute Radwegenetz verbindet die Orte der Gemeinde auf sichere Weise. Auch auf öffentlichen Rad- und Waldwanderwegen kann man wandern; ein Beispiel ist der Radwanderweg Eichstätt–Titting. Die Wegemöglichkeiten lassen sich mit kleinen Entdeckungen am Wegesrand verbinden: Flurkreuze, Gedenksteine und Bildstöcke gehören zu den genannten Besonderheiten entlang der Feld- und Waldwege.
Wenn Sie Ihre Unterkunft auswählen, können Sie daher überlegen, ob Sie vor allem die Pfarrkirche St. Sixtus besuchen oder Wege und Sehenswürdigkeiten im weiteren Gemeindegebiet in den Mittelpunkt stellen möchten. Die Landschaft ist dabei klar eingeordnet: Das gesamte Gemeindegebiet liegt im Naturpark Altmühltal. Eine Wahl zwischen Kirchenkunst und Wegen ist zugleich eine Wahl zwischen unterschiedlichen Themen für Ihren Aufenthalt, ohne dass dafür ein fester Rundweg vorausgesetzt werden muss.
St. Sixtus: Baugeschichte und mittelalterliche Kunst
Die Pfarrkirche St. Sixtus zählt zu den Sehenswürdigkeiten in Pollenfeld. Ihre Baugeschichte umfasst mehrere Zeitabschnitte: Chor und Turm stammen aus der Spätgotik um 1400. Das neugotische Langhaus wurde 1911/12 teilweise auf älterer Grundlage erbaut und 1913 geweiht. So stehen die spätgotischen Bauteile einer deutlich späteren Gestaltung des Langhauses gegenüber.
Auch die Ausstattung führt in die Kunst des Mittelalters. An der Südseite des Chors ist ein Fresko aus der Zeit um 1430 mit der Darstellung des Marientodes erhalten. Die Glasgemälde aus der Zeit um 1410/20 zeigen unterschiedliche Themen: Das rechte Fenster schildert Szenen aus der Kindheitsgeschichte Jesu, das linke Szenen aus der Leidensgeschichte. Zusammen geben Bau und Bildwerke mehrere Ansatzpunkte, um die zeitliche Entwicklung der Kirche zu erfassen.
Zu den spätgotischen Arbeiten aus der Zeit um 1470 gehören ein sechs Meter hohes Sakramentshaus und ein danebenliegender, zweitüriger steinerner Wandschrank. Dieser Wandschrank war einst für den Reliquienschatz bestimmt. Beide Arbeiten stammen von Eichstätter Steinmetzen. Auch die Figuren des Hochaltars sind kunstgeschichtlich eingeordnet: Besonders die Madonna zählt zu den besten Holzplastiken im Gebiet des früheren Hochstifts Eichstätt.
Weitere Sehenswürdigkeiten in der Gemeinde
Auch außerhalb des Orts Pollenfelds finden sich Sehenswürdigkeiten im Gemeindegebiet. In Wörmersdorf ist der Turm der Martinskirche ein genanntes Ziel, in Seuversholz die Kapelle St. Marien. In Sornhüll zählen vier vorgeschichtliche Grabhügel zu den Sehenswürdigkeiten der Gemeinde. Diese Ortsangaben helfen, die kulturellen Ziele der Gemeinde voneinander zu unterscheiden; sie sind nicht mit der Pfarrkirche St. Sixtus im Ort Pollenfeld gleichzusetzen.
Kultur im übergeordneten Reiseziel Eichstätt
Ergänzende Kulturthemen bietet das übergeordnete Reiseziel Eichstätt. Im Jura-Museum Eichstätt liegt der Ausstellungsschwerpunkt auf Fossilien der Solnhofener Plattenkalke; außerdem zeigt das Museum das Original des Eichstätter Exemplars von Archaeopteryx. Die Willibaldsburg wurde 1355 von Bischof Berthold Burggraf von Zollern errichtet und diente bis 1725 als Bischofssitz. Von der 420 Meter langen Burg sind unter anderem Mauern und Bastionen, das Zeughaus, die 63 Meter lange Torhalle und der Gemmingenbau mit seinen beiden Türmen erhalten.
Zum Eichstätter Kulturangebot gehört auch der 1.500 Quadratmeter große Bastionsgarten auf der Willibaldsburg. Dort wurde der im Dreißigjährigen Krieg zerstörte Hortus Eystettensis nach 400 Jahren zu neuem Leben erweckt; Besucher können viele der ursprünglichen Pflanzenarten der Gartenanlage kennenlernen. So lassen sich Pollenfelds Kirchenkunst und Wege als eigener Schwerpunkt betrachten, während Eichstätt mit Museum, Burg und Garten eine anders gelagerte kulturelle Ergänzung bildet.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Eichstätt.
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