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Die Kirchen und Kapellen in Hofstetten und im Ortsteil Hagenheim eröffnen einen Zugang zur örtlichen Bau- und Religionsgeschichte. Die Zeitspanne reicht vom spätgotischen Kern der Pfarrkirche Maria Rosenkranzkönigin in Hagenheim bis zur neoromanischen Kirche St. Michael in Hofstetten, erbaut 1847/48. Dazwischen liegen die Dreifaltigkeitskapelle aus dem Jahr 1620 sowie die Einweihung und Neuerrichtung der Hofstettener Kapellen. Für die Orientierung lohnt es, Bauzeit, Einweihung, Widmung und Ausstattung auseinanderzuhalten: Diese Angaben bezeichnen unterschiedliche historische Aspekte.

Kirchen und Kapellen in Hofstetten

Die neoromanische Kirche St. Michael in Hofstetten wurde 1847/48 erbaut. Die Antoniuskapelle wurde im Februar 1696 eingeweiht; bei der Josefskapelle ist 1724 das Jahr der Neuerrichtung. Sie wurde der Heiligen Familie geweiht. Damit unterscheiden sich die Datumsangaben in ihrer Bedeutung: Bei St. Michael geht es um den Bau, bei St. Antonius um die Einweihung und bei St. Josef um Errichtung und Widmung. So lässt sich eine Bauangabe von der Einweihung oder der Weihe unterscheiden. Auch der zeitliche Vergleich ist konkret: St. Michael entstand später als beide Kapellen, die Josefskapelle wiederum später als die Antoniuskapelle.

Mit der Josefskapelle ist zudem eine jährlich wiederkehrende Tradition verbunden: Der Burschenverein Hofstetten feiert dort jedes Jahr am 19. März eine Andacht zu Ehren des heiligen Josef. Dieser Termin gibt der Kapelle neben ihrer Bau- und Widmungsgeschichte einen eigenen Bezug im Jahreslauf. Wenn Sie ihn für Ihre Reiseplanung berücksichtigen möchten, ist der 19. März der konkrete zeitliche Orientierungspunkt. Die baulichen und kunsthistorischen Merkmale der Kirchen und Kapellen lassen sich dagegen unabhängig von diesem Datum einordnen.

Hagenheim: Kirchenbau und Kunst

Hagenheim ist ein Ortsteil von Hofstetten. Die Pfarrkirche Maria Rosenkranzkönigin ist im Kern ein spätgotischer Bau aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts; ihr Hochaltar entstand 1693. Darin befinden sich eine Darstellung der heiligen Rosenkranzkönigin sowie Figuren des heiligen Dominikus und der heiligen Katharina von Siena. Beide Figuren sind herausragende Arbeiten von Lorenz Luidl. Der zeitliche Abstand hilft, Kirchenbau und Ausstattung als unterschiedliche historische Ebenen zu betrachten: Der spätgotische Kern und der später entstandene Hochaltar gehören zu verschiedenen Jahrhunderten.

Die Dreifaltigkeitskapelle stammt aus dem Jahr 1620 und steht auf einer Anhöhe am nördlichen Ortsausgang von Hagenheim. Ihre Lage und ihr Entstehungsjahr bilden einen eigenen Bezugspunkt neben dem spätgotischen Kirchenkern und dem Hochaltar von 1693. So lassen sich in Hagenheim eine Kapelle mit klar benanntem Standort und Datum sowie eine Pfarrkirche unterscheiden, deren Baugeschichte und Ausstattung zeitlich auseinanderliegen.

Landsberg Am Lech: eigene Kultur- und Landschaftsthemen

Im übergeordneten Reiseziel Landsberg Am Lech stehen weitere kulturelle Themen im Vordergrund. In Landsberg am Lech steht das Bayertor seit 1425 und zählt zu den schönsten gotischen Bauwerken Bayerns. Der Mutterturm ist ein außergewöhnliches Denkmal des Historismus, das Herkomer zu Ehren seiner Mutter errichten ließ. Das Stadtmuseum Landsberg am Lech verbindet die Vermittlung der Stadtgeschichte mit Fragen der Gegenwart. Auf dem Leitenberg ermöglicht es einen der schönsten Ausblicke auf die Stadt. Diese kulturellen Bezugspunkte gehören zu Landsberg Am Lech; die Kirchen und Kapellen in Hofstetten und Hagenheim bleiben davon klar zu unterscheiden.

Auch die Landschaftsthemen beziehen sich auf Landsberg Am Lech. Der Lechpark Pössinger Au ist das zentrale Naherholungsgebiet der Stadt und umfasst Wald-, Wiesen- und Auenlandschaft mit selten gewordenen Tieren und Pflanzen. Der Ammersee gehört vollständig zum Landkreis Landsberg am Lech und bietet Schifffahrten, Wassersport und schöne Seepromenaden. Der LechErlebnisWeg beginnt am Hauptplatz von Landsberg und folgt weitgehend dem Flusslauf. Stadtführungen führen durch die Altstadt und erzählen von Herzögen und Kurfürsten, Salzhandel, Flößern, Färbern und Gerbern sowie Jesuiten, Ursulinen und Legenden vom Mittelalter bis zur Neuzeit. So stehen neben der örtlichen Sakralgeschichte in Hofstetten auch Stadtgeschichte, Flusslauf und See als eigenständige Themen im übergeordneten Reiseziel.

Weitere Reiseziele entdecken: Kaufering, Apfeldorf, Penzing, Geltendorf, Landsberg Am Lech, Pürgen, Kinsau, Greifenberg.

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