Im Steigerwald grenzen Oberfranken, Mittelfranken und Unterfranken aneinander. Zwischen Waldwegen, regionaler Baukunst und fränkischen Traditionen eröffnen sich unterschiedliche Zugänge zur Region.
Wanderwege und Naturerlebnisse
Der Baumwipfelpfad Steigerwald verläuft auf 1.150 m durch den laubholzreichen Ebracher Forst und ist barrierefrei. Eine deutlich längere Strecke bietet der Steigerwald-Panoramaweg: Auf 161 km führt er einmal quer durch den Steigerwald und wurde bereits sechsmal in Folge als Qualitätswanderweg zertifiziert. Für kleine Ausflüge oder Mehrtagestouren stehen im nördlichen Steigerwald zehn Trekkingplätze mit Feuerstelle, Toilette und Lagerplatz zur Verfügung. Außerdem gibt es ein gut ausgebautes Radwandernetz.
Wald und Kulturlandschaft
Der größte Teil des Steigerwaldes liegt im Naturparkgebiet. Hier haben unter anderem einige der ältesten Buchen Deutschlands überlebt. Zum Landschaftsbild gehören sanft geschwungene Hügel, Weinberge, ausgedehnte Buchenwälder, weite Tallandschaften, Wiesen und Karpfenweiher.
Im Südlichen Steigerwald wurden aus fast 200 Vorschlägen die schönsten 125 Naturschauplätze in sechs Kategorien ausgewählt. Beschilderungen und Informationstafeln machen die Plätze für Besucher kenntlich. Auch die Gemeinschaftswälder im Steigerwald und in angrenzenden Regionen Frankens gehören zur gewachsenen Kulturlandschaft: Sie werden seit Jahrhunderten nach überlieferten, von Generation zu Generation weitergegebenen Regeln gepflegt und nachhaltig bewirtschaftet.
Kulturerbe und Veranstaltungen
In Burgwindheim findet jährlich acht Tage nach Fronleichnam das Heilig-Blut-Fest statt. Zum Fest gehören ein Gottesdienst und die anschließende Große Blutsprozession durch den Ort. Seit 2026 trägt das Fest den Titel des immateriellen Kulturerbes in Bayern.
Ebrach ist ein bedeutender Ort, an dem die Geschichte und der nachhaltige Einfluss der Zisterzienser auf Landschaft, Kultur und Gesellschaft vermittelt werden. Die Basilika der Zisterzienser-Abtei Ebrach gilt als einzigartiges Zeugnis frühgotischer Baukunst in Deutschland. Jährlich belebt der Ebracher Musiksommer die Räumlichkeiten des ehemaligen Zisterzienserklosters mit Konzerten.
Zum immateriellen Kulturerbe zählt auch die Tradition der Baumfelderwirtschaft und der Dörrobstherstellung im Steigerwald. Beide wurden 2018 in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen.
Regionale Spezialitäten
Der Aischgründer Spiegelkarpfen wird von September bis April in zahlreichen Gaststätten serviert. Eine weitere regionale Spezialität sind Hutzeln, traditionell getrocknete Früchte aus Fatschenbrunn. Sie werden in einem Hofladen des Ortes und in der Gastronomie angeboten. Zur Aischgründer Bierstraße haben sich acht kleine Familienbrauereien im Steigerwald zusammengeschlossen. Der Spiegelkarpfen steht für saisonale Fischküche, Hutzeln aus Fatschenbrunn für traditionelle Trockenfrüchte.
Anreise in den Steigerwald
Der Steigerwald liegt zwischen Bamberg, Würzburg und Nürnberg und ist mit Bahn, Bus oder Auto erreichbar. Wenn Sie mit Bahn oder Bus anreisen möchten, prüfen Sie Ihre Verbindung am besten vorab.
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