Veitshöchheim verbindet ein bedeutendes Gartenerbe mit Ortsgeschichte, Weinwegen und Angeboten am Main. Schloss und Rokokogarten, die Pfarrkirche St. Vitus und das Jüdische Kulturmuseum geben dem Ort verschiedene kulturelle Facetten. Wer gern draußen unterwegs ist, findet außerdem eine längere Strecke durch die Weinberge und Wege mit Bezug zum Fluss. So lässt sich Veitshöchheim nach den Themen auswählen, die für Ihren Aufenthalt wichtig sind.
Schloss, Garten und Ortsgeschichte
Schloss Veitshöchheim wurde 1680/82 unter Fürstbischof von Dernbach errichtet. 1749/53 erweiterte es Balthasar Neumann, der Architekt der UNESCO-Welterbestätte Würzburger Residenz. Im Erdgeschoss informiert eine Ausstellung über die Geschichte des Gartens. Schloss und Ausstellung setzen damit unterschiedliche Akzente: Hier geht es um die Baugeschichte, dort um die Entwicklung der Gartenanlage.
Der Rokokogarten rund um das ehemalige Sommerschloss der Würzburger Fürstbischöfe ist im Rokokostil erhalten geblieben. Auch die Pfarrkirche St. Vitus erzählt von der Ortsgeschichte. Sie ist dem Ortspatron geweiht; am Hochaltar von 1693 ist das Martyrium des heiligen Vitus dargestellt. Der linke Seitenaltar von 1816 ist dem Leben und Wirken der Ortsheiligen Bilhildis gewidmet. Wer sich für historische Kunst und religiöse Überlieferung interessiert, findet hier konkrete Details zu beiden Heiligen.
Jüdisches Leben und Erinnerung
Das Jüdische Kulturmuseum und die Synagoge bewahren und dokumentieren Spuren jüdischen Lebens aus mehr als drei Jahrhunderten. Die 2019 neu gestaltete Dauerausstellung vermittelt, wie sich das Leben jüdischer Familien im „Schauplatz Dorf“ abspielte und wie es endete. In der 1730 erbauten Synagoge wurde eine Genisa entdeckt; die Veitshöchheimer Genisa zählt zu den umfangreichsten im deutschsprachigen Raum. Museum, Synagoge und Genisa eröffnen unterschiedliche Zugänge zu dieser langen Ortsgeschichte.
Weinberge, Main und Freizeit
Der Bocksbeutelweg führt von Veitshöchheim über Thüngersheim nach Retzbach. Auf etwa 12 Kilometern verläuft er durch die Weinberge und bietet Ausblicke ins Maintal, unter anderem auf das Naherholungsgebiet mit den Badeseen sowie auf Erlabrunn und Veitshöchheim. Die Länge und der Streckenverlauf geben Ihnen einen konkreten Anhaltspunkt, wenn Sie eine längere Tour in Ihre Planung aufnehmen möchten.
Auch der Mainradweg ist von Veitshöchheim aus erreichbar: Er verläuft am gegenüberliegenden Mainufer durch Margetshöchheim und ist über einen Fußgängersteg bequem zu erreichen. Von Veitshöchheim sind es etwa zehn Kilometer bis zur Würzburger Altstadt. Für Ihre Planung sind das zwei unterschiedliche Orientierungspunkte: eine rund zwölf Kilometer lange Strecke durch Weinberge und die Entfernung zur Altstadt.
Weinbergsführungen in Veitshöchheim und weiteren Orten wie Thüngersheim, Erlabrunn und Retzbach oder Retzstadt vermitteln Wissenswertes über Weinbau, Klima, Geologie, Geschichte und Wein. Dabei gibt es Ausblicke ins Maintal und gelegentlich bis zu den Höhen von Spessart und Rhön. Am Rand von Veitshöchheim bietet außerdem die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau themenbezogene Führungen zu Stauden und Gehölzen, Beet- und Balkonpflanzen, Gemüseanbau sowie fränkischem Weinbau an. Informieren Sie sich vorab über Termine und Teilnahme.
An der Mainlände gibt es Freizeitangebote für Familien: Dazu zählen ein großer Spielplatz mit dem Dreimastschiff „Santa Maria“ und dem Dschungelcamp „Amazonas“, Aktivgeräte, ein Kneipptretbecken und eine Minigolfanlage. Da sich einzelne Details ändern können, lohnt es sich, den aktuellen Stand der Angebote vor einem Besuch zu prüfen.
Einblicke in Fastnacht in Franken
Die Mainfrankensäle sind seit mehr als 30 Jahren Austragungsort der Fernsehsitzung „Fastnacht in Franken“. Im Foyer befindet sich die Dauerausstellung „Die Welt von Fastnacht in Franken“, die Einblicke in Hintergründe und Entstehung der BR-Produktion am Originalort ermöglicht. Wenn Sie die Ausstellung einplanen, prüfen Sie vorab die aktuellen Zugangsmöglichkeiten.
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