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Neustadt (Dosse) trägt den Beinamen „Stadt der Pferde“ und verbindet die Gestütstradition mit industriellem Erbe und markanter Baukunst. Das Gaswerk und die Kreuzkirche eröffnen dabei andere historische Perspektiven als das Gestüt. So lässt sich der Ort über mehrere Themen kennenlernen, während das übergeordnete Reiseziel Ostprignitz-Ruppin zusätzlich Landschaften und Routen in den Blick rückt.

Pferdegeschichte und Industriekultur

Seit mehr als 200 Jahren prägt Deutschlands größte Gestütsanlage Neustadt (Dosse). Auch im übergeordneten Reiseziel Ostprignitz-Ruppin hat das Brandenburgische Haupt- und Landgestüt Neustadt (Dosse) einen besonderen Stellenwert: Es ist ein Anziehungspunkt für Reitsportlerinnen und Reitsportler. Der Pferdebezug ist damit sowohl Teil der Ortsidentität als auch ein Thema der regionalen Reiseorientierung.

Ein anderer Akzent ist das Gaswerk in Neustadt (Dosse). Es ist einer der letzten erhaltenen Zeugen der mehr als 150-jährigen Geschichte der Gaserzeugung in Europa. Neben der Gestütstradition steht so ein Stück Industriegeschichte, das den Blick auf eine weitere Seite des Ortes lenkt.

Die Kreuzkirche: ein besonderer Grundriss

Die 1696 fertiggestellte Kreuzkirche besitzt einen gleichseitigen achteckigen Grundriss mit vier rechteckigen Kreuzarmen. Sie war der erste kirchliche Zentralbau in der Mark Brandenburg. Ihre klare geometrische Form und diese historische Einordnung machen sie zu einem eigenen Architekturthema in Neustadt (Dosse) – neben den Geschichten von Gestüt und Gaswerk.

Tourstart am Hauptgestüt

Auch für die Routenplanung gibt es einen konkreten Ortsbezug: Die Kleeblatt-Städte-Tour beginnt in Neustadt (Dosse) auf dem Hauptgestüt. Wer diese Tour in die Reise einbezieht, hat damit einen benannten Startpunkt vor Ort. Der 160 Kilometer lange Gestütsweg zwischen den Gestüten Redefin und Neustadt (Dosse) bildet zusammen mit Mecklenburg-Vorpommern einen überregionalen Reitwegeverbund. Er ergänzt die Ortsgeschichte um eine längere Routenperspektive mit direktem Bezug zum Gestüt in Neustadt.

Ostprignitz-Ruppin als übergeordnetes Reiseziel

Ostprignitz-Ruppin ist ländlich geprägt: Weite und Stille, grüne Buchen- und Kiefernwälder, Wiesen, schattenspendende Alleen sowie zahlreiche Seen und Flüsse kennzeichnen die Region. Die Kyritz-Ruppiner Heide umfasst 12.000 Hektar auf dem Gebiet von Ostprignitz-Ruppin und gehört seit 2021 zum Naturpark Stechlin-Ruppiner Land. Sie zählt zu den größten zusammenhängenden Heideflächen mit Calluna-Heide in Europa und bietet zahlreichen geschützten und gefährdeten Tierarten Lebensraum, darunter mehr als 70 Vogelarten und seit 2008 auch dem Wolf.

Zum regionalen Angebot gehören unterschiedliche Möglichkeiten, Landschaft zu erleben. Der Naturpark Stechlin-Ruppiner Land liegt teilweise auf dem Gebiet von Ostprignitz-Ruppin und lädt zum Wandern und Radfahren ein. Die Kyritz-Ruppiner Heide lässt sich mit elektrisch unterstützten Fatbikes auch auf unbefestigten, häufig sandigen Wegen erkunden; so können Besucherinnen und Besucher die Tier- und Pflanzenwelt schonend erleben.

Für die Wahl des Reiseziels ergibt sich ein klarer thematischer Unterschied: Neustadt (Dosse) steht besonders für Pferdegeschichte, Industriekultur und Architektur; Ostprignitz-Ruppin ergänzt diesen Ortsfokus um Landschaft und Aktivitäten im größeren regionalen Rahmen.

Weitere Reiseziele entdecken: Wittstock/Dosse, Kyritz, Temnitzquell, Wusterhausen/Dosse, Rüthnick, Heiligengrabe, Rheinsberg, Fehrbellin

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ostprignitz-Ruppin.

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