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Bischoffen verbindet den Aartalsee mit einer vielschichtigen Mühlengeschichte. Für den Aufenthalt können Sie Wasser, Wege und historische Spuren im Ort als unterschiedliche Schwerpunkte betrachten.

Aartalsperre und Wege am Aartalsee

Die Aartalsperre liegt oberhalb der Ortschaft Bischoffen. In der Gemeinde dient sie vorrangig dem Hochwasserschutz. Seit ihrer Fertigstellung in den 1990er-Jahren ist sie auch ein Ziel für Freizeitsport und Erholung. Zur Freizeitnutzung gehören wassersporttreibende Mitglieder örtlicher Windsurf-, Segel- und Ruderclubs, Mitglieder eines Angelsportvereins sowie Badegäste der Seeterrasse. Die Badestelle am Aartalsee verfügt über eine Liegewiese; dort gibt es keine Wasseraufsicht.

Der Aartalsee-Panoramaweg beginnt am großen Parkplatz am Aartalsee; als Laufrichtung wird der Uhrzeigersinn empfohlen. Im Gemeindegebiet gibt es entlang des Weges mehrere Schutzhütten und eine Sitzgruppe am Hubertusplatz. Der Aartalseeradweg verläuft von Herborn im Lahn-Dill-Kreis über den Aartalsee bis zur Grenze des Landkreises Gießen und führt bis nach Bischoffen. Für die Wegwahl geben die Angaben unterschiedliche Orientierung: Beim Panoramaweg stehen Startpunkt und Laufrichtung im Vordergrund, beim Radweg der Verlauf von Herborn über den See und die Kreisgrenze bis nach Bischoffen.

Mühlengeschichte und Kultur in Bischoffen

Im Ortsteil Bischoffen gab es früher fünf Mühlen; der Ortsteil war als „Fünf-Mühlen-Dorf“ bekannt. Die Steinmühle, auch Bartmühle oder Dongesmühle genannt, und die Gellenbachmühle, auch Dreiländermühle genannt, nutzten die Wasserkraft der Aar. Pfeiffers Mühle – auch Obermühle oder Bischoffer Mühle genannt –, die Grünewaldsmühle und die Weissbindersmühle nutzten die Wasserkraft des Siegbachs. Die Mühlen sind erhalten, werden aber nicht mehr als Mühlen betrieben.

Die Alte Kirche ist ein Kulturdenkmal. Dieselbe Kennzeichnung befindet sich an ihr und am Heimatmuseum „Alte Schule“ im Ortsteil Bischoffen. Zusammen mit den Mühlennamen bilden diese Orte weitere konkrete Bezugspunkte zur Ortsgeschichte.

Kultur und Natur im Lahn-Dill-Kreis

Im Lahn-Dill-Kreis gibt es weitere eigenständige Kultur- und Naturthemen. In Wetzlar erinnert das Lottehaus an Goethes Begegnung mit Charlotte Buff und an den Sommer 1772. Zwei Räume im ersten Stock beherbergen eine ständige Ausstellung zur Entstehungs- und Wirkungsgeschichte von Goethes erstem Roman „Die Leiden des jungen Werthers“. Ebenfalls in Wetzlar lädt der Optikparcours zum Experimentieren und Entdecken optischer Phänomene ein; dazu gehört unter anderem ein begehbares Kaleidoskop.

Für Industriegeschichte stehen das Besucherbergwerk Grube Fortuna und das Feld- und Grubenbahnmuseum Fortuna in Solms-Oberbiel. Das Besucherbergwerk ist der einzige hessische Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur. Das Museum besitzt 50 historische Feld- und Grubenbahnlokomotiven sowie 100 Wagen; der Fahrbetrieb erfolgt nach Fahrplan. In Dillenburg präsentiert die Villa Grün in mehr als 20 Räumen Objekte und detailgetreue Situationen der industriellen und handwerklichen Fertigung im Dillgebiet. Im Untergeschoss befindet sich eine aufwendige, medienreiche Bergbau-Ausstellung.

Auch Landschaft und Aussicht ergänzen die Auswahl im Lahn-Dill-Kreis: Das Herbstlabyrinth-Adventhöhlensystem in Breitscheid ist Hessens größtes Höhlensystem und zählt zu den bedeutendsten in Deutschland. Die Burg Greifenstein bietet von ihren Doppeltürmen eine spektakuläre Aussicht.

Weitere Reiseziele entdecken: Hüttenberg, Leun, Herborn, Wetzlar, Solms, Driedorf, Dillenburg, Greifenstein.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lahn-Dill-Kreis.

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