Ehringshausen lässt sich aus unterschiedlichen Perspektiven entdecken: Wanderwege führen durch mehrere Ortsteile, während die Koppe, Hugenottengeschichte und das Heimatmuseum konkrete Anknüpfungspunkte für Natur- und Kulturinteressen bieten. Für die Auswahl einer Tour sind vor allem die genannten Streckenlängen und die ungefähren Gehzeiten zweier Routen hilfreich. So können Sie einen Wandertag nach dem gewünschten Zeitrahmen planen und zugleich unterschiedliche Landschafts- und Ortsbezüge berücksichtigen.
Wanderwege nach Strecke und Zeit
In der Gemeinde Ehringshausen gehört der Köhlerweg zu den 19 zertifizierten Prämienrundwegen. Die 12,4 Kilometer sind bei mittlerer Kondition in etwa 3,5 Stunden zu bewältigen. Der Weg führt über die Hänge von Kölschhausen zur Koppe, dem höchsten Punkt der Tour, und an offenen Bachtälern nördlich von Dreisbach sowie an Hangwiesen mit Ausblicken vorbei. Damit lassen sich die konkrete Weglänge und der ungefähre Zeitrahmen mit den Landschaftspunkten entlang der Runde verbinden.
Eine weitere Wanderroute führt über etwa 21 Kilometer mit rund 180 Metern Höhenunterschied durch die Wälder der ehemals selbständigen Gemeinden Ehringshausen, Dillheim, Daubhausen und Greifenthal. Die Gehzeit beträgt etwa sechs Stunden. Im direkten Vergleich stehen beim Köhlerweg etwa 3,5 Stunden bei mittlerer Kondition den rund sechs Stunden dieser längeren Route gegenüber; auch die Streckenangaben unterscheiden sich mit 12,4 und etwa 21 Kilometern. Das gibt Ihnen zwei unterschiedliche Zeitrahmen für die Planung eines Wandertags.
Der 23 Kilometer lange Ehringshausen Großwanderweg links der Dill verläuft durch den nördlich der Dill gelegenen Waldbestand der Gemeinde. Er beginnt am Wasserhochbehälter in Katzenfurt, führt durch Dreisbach, Niederlemp und Breitenbach und kehrt über Kölschhausen nach Katzenfurt zurück. Die Beschreibung führt damit durch mehrere benannte Orte und Waldgebiete der Gemeinde.
Ein anderer Verlauf erwartet Sie auf dem 11,8 Kilometer langen Ehringshausen Großwanderweg rechts der Dill. Er führt von Daubhausen über Ehringshausen-Ichelhausen durch den Ehringshäuser und Daubhäuser Wald, entlang der Hohen Straße nach Greifenthal-Steckenmesser und über Greifenthal auf dem Historischen Hugenottenweg zurück nach Daubhausen. Die genannten Orte und Wegabschnitte unterscheiden diese Route klar vom Großwanderweg links der Dill; so können Sie die Strecken auch nach ihrem Verlauf vergleichen.
Die Koppe: Geologie und Landschaft
Die Koppe ist ein 351 Meter hoher erloschener Vulkan und die höchste Erhebung in der Gemarkung Kölschhausen. Sie war das erste Naturschutzgebiet im Kreis Wetzlar. An ihrer Nordseite ist in einem alten Steinbruch eine Säulenstellung auf etwa 15 Meter Höhe aufgeschlossen. Geologische Einordnung, historische Schutzgebiets-Auszeichnung und Gesteinsformation geben der Koppe jeweils einen eigenen Bezugspunkt. Auf dem Köhlerweg ist sie zugleich der höchste Punkt der Tour.
Hugenottengeschichte und Heimatmuseum
Das Heimatmuseum Ehringshausen behandelt die Dorfgeschichte, alte Spielsachen sowie Leben und Wirken von Dr. Hermann Huttel. Neben dem allgemeinen Thema Dorfgeschichte nennt die Ausstellung damit zwei konkrete Schwerpunkte: historische Spielsachen und die Person Huttel. Das ergänzt die Wander- und Geologiethemen um einen kulturgeschichtlichen Blick auf Ehringshausen.
Auch Greifenthal gehört zu diesem historischen Themenfeld. Das Hugenottendorf hatte in den Anfangsjahren seiner Gründung keinen eigenen Friedhof; die Toten wurden deshalb zum gemeinsamen Friedhof nach Daubhausen getragen. Der „Historische Hugenotten Wanderweg“ beginnt im Ortsteil Greifenthal. Davon zu unterscheiden ist der Verlauf des 11,8 Kilometer langen Großwanderwegs rechts der Dill, der auf dem Historischen Hugenottenweg über Greifenthal nach Daubhausen zurückführt. So begegnet das Hugenottenthema sowohl in der Ortsgeschichte als auch in den beschriebenen Wanderwegen.
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