Groß Godems verbindet eine Fachwerkkirche von 1688 mit einer von Misch- und Kiefernwäldern geprägten Landschaft. Im Ortsbild steht die Kirche zugleich im Mittelpunkt eines Angerdorfs; im weiteren Sonnenberg-Gebiet kommen eiszeitliche Landschaftsformen und besondere Douglasienbestände hinzu. So lässt sich die Reise nach zwei unterschiedlichen Interessen ausrichten: auf die Bau- und Ortsgeschichte oder auf Natur und Wandern.
Kirche und Ortsgeschichte
Die Kirche von Groß Godems ist ein Fachwerkbau aus dem 17. Jahrhundert und auf 1688 datiert. Ihre bemalten Fensterscheiben stammen ebenfalls aus diesem Jahr und zeigen Familienwappen sowie biblische Szenen. Eine der Kirchenglocken wurde bereits 1486 in Wismar gegossen. Neben dem Kirchengebäude steht ein offener hölzerner Glockenstuhl mit zwei Glocken. Die Details setzen unterschiedliche Zeitmarken nebeneinander: Die Glocke ist deutlich älter als die Kirche und ihre Fensterscheiben.
Groß Godems gilt als Angerdorf. Die Höfe sind in wehrhaftem Aufbau um die Kirche angeordnet, die damit auch den Mittelpunkt der beschriebenen Siedlungsform bildet. Die Ortsgeschichte reicht weiter zurück als die erhaltene Architektur: Groß Godems wurde in der Bronzezeit besiedelt und ist 1291 unter dem Namen Wodamiz überliefert. Damit stehen frühe Besiedlung, mittelalterlicher Ortsname und die Kirche aus dem 17. Jahrhundert für verschiedene historische Zeitabschnitte.
Wälder und Sonnenberg
Misch- und Kiefernwälder, wie sie für Mecklenburg typisch sind, prägen die Landschaft um Groß Godems. Sonnenberg ist eine eiszeitliche Endmoräne. Das Waldgebiet ist durch Douglasienbestände geprägt, die als europaweit einzigartig gelten. Neben dem Waldgebiet liegt ein 116 Hektar großes Naturschutzgebiet. Am Sonnenberg steht außerdem die Starke Douglasie: Sie wurde 1893 gepflanzt und ist etwa 50 Meter hoch. Auch die sagenumwobene Stätte Breite Stein im Sonnenberg-Gebiet kann besucht werden.
Die Naturmerkmale setzen verschiedene Maßstäbe: eine eiszeitliche Landschaftsform, ein benachbartes Schutzgebiet und ein einzelner Baum mit eigener Pflanzgeschichte. So erschließt sich das Naturthema nicht nur über Wald, sondern auch über geologische Einordnung und konkrete Orte im Sonnenberg-Gebiet.
Wandern, Anreise und Ausgangspunkt
Der Wanderweg Sonnenberg ist etwa 11,5 Kilometer lang. Die Route „Wanderung bei Parchim: Rund um den Sonnenberg“ quert die Straße Parchim–Groß Godems und führt anschließend über den Godemser Stadtweg weiter. Die beiden Angaben helfen bei unterschiedlichen Planungsfragen: Die erste gibt eine ungefähre Streckenlänge an, die zweite benennt einen Straßenübergang und den anschließenden Wegabschnitt. Wenn Sie beide Routen in Ihre Reiseplanung aufnehmen, können Sie ihren unterschiedlichen Umfang und Verlauf berücksichtigen.
Groß Godems hat eine Straßenanbindung an die A 24. Die Nähe zu Parchim eröffnet Einkaufsmöglichkeiten im unmittelbaren Umfeld. Auch Radfahrende können in Groß Godems Erholung abseits belebterer Urlaubsziele finden. Wenn Sie eine Ferienwohnung für diese Reise suchen, richten Sie Ihre Wahl an den geplanten Schwerpunkten aus: an Kirche und Ortsgeschichte, an den Natur- und Wanderthemen am Sonnenberg oder an einer Mischung daraus. So wird die eigene Tagesplanung zum Maßstab für den passenden Ausgangspunkt.
Weitere Reiseziele entdecken: Damm, Rom, Spornitz, Domsühl, Zölkow, Severin, Obere Warnow, Lewitzrand.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Parchimer Umland.