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Die Kirche in Domsühl erzählt von mehreren Bauphasen: Sie wurde um 1840 unter Verwendung mittelalterlicher Reste ihrer Vorgängerkirche umgestaltet und etwa auf die doppelte Länge erweitert. Ein weiterer fester Termin im Ort ist das Eichenfest, das jedes Jahr im Juni stattfindet. Zusammen geben diese Themen Ihrer Planung zwei unterschiedliche Anknüpfungspunkte – Kirchenbau und einen wiederkehrenden Festmonat.

Kirche in Domsühl: Baugeschichte und Ausstattungsdetails

Die einschiffige Saalkirche erhielt bei der Umgestaltung um 1840 einen geraden Chorschluss. Der Begriff beschreibt die Form, in der der Altarraum abschließt. An der Orgelempore sind Barockmalereien mit dem „Salvator mundi“ und acht Aposteln zu sehen. Damit lässt sich die Baugeschichte um ein konkretes Ausstattungsdetail ergänzen: Neben den mittelalterlichen Resten und dem Umbau des 19. Jahrhunderts gehört auch die barocke Malerei zum Bild der Kirche. Der hölzerne Glockenturm wurde 1995/96 erneuert – eine weitere, deutlich spätere Maßnahme an dem Bau.

Alt Damerow in der zugehörigen Gemeinde

Alt Damerow gehört zur Gemeinde Domsühl, liegt aber außerhalb des Orts Domsühl selbst. Dort steht eine kleine, rechteckige Fachwerkkirche, die vermutlich noch vor 1700 erbaut wurde. Ihr Dachreitertürmchen trägt eine Glocke von 1754 und eine Wetterfahne von 1791. Die vermutete Bauzeit und die datierten Details am Türmchen bieten verschiedene Anhaltspunkte, wenn Sie sich für die Architekturgeschichte der Gemeinde interessieren.

Auch der Rundwanderweg beziehungsweise Waldweg zum Museum Pingelhof führt nach Alt Damerow. Die etwa 10 Kilometer lange Runde beginnt am Wasserwanderrastplatz Garwitz, führt über die Müritz-Elde-Wasserstraße, Malchow und den Pingelhof und kehrt nach Garwitz zurück. Garwitz ist damit der Ausgangs- und Rückkehrpunkt der Runde. Die ungefähre Länge und der genaue Verlauf helfen Ihnen, diese Tour als eigenen Planungspunkt zu berücksichtigen.

Juni als Festzeit und ein Bahnhaltepunkt

Das Eichenfest in Domsühl findet jährlich im Juni statt. Wenn Sie Ihren Aufenthalt an diesem Anlass ausrichten möchten, prüfen Sie vor der Reise die konkreten Festtermine. Für die Anreise ist außerdem der Haltepunkt Domsühl an der Bahnstrecke Schwerin–Parchim ein relevanter Orientierungspunkt. Sehen Sie vor Ihrer Fahrt in den aktuellen Fahrplan; so können Sie den Bahnbezug mit den übrigen Vorhaben Ihrer Reise abgleichen.

Weitere Kulturthemen im übergeordneten Reiseziel Ludwigslust-Parchim

Im übergeordneten Reiseziel Ludwigslust-Parchim setzt Schloss Ludwigslust einen anderen kulturgeschichtlichen Akzent. Es war die ehemalige Residenz der mecklenburgischen Herzöge und bildet mit Park und Stadt ein Ensemble, das als „kleines Versailles des Nordens“ bezeichnet wird. Die nahezu vollständig erhaltene spätbarocke Stadtanlage umfasst auch eine ehemalige Hofkirche und einen Landschaftspark im englischen Stil. Im Schloss werden Kunst und höfische Wohnkultur des 18. und frühen 19. Jahrhunderts vermittelt. So stehen der Baugeschichte einer Kirche in Domsühl die Themen Residenz und höfisches Leben gegenüber.

Ein weiterer Schwerpunkt im übergeordneten Reiseziel ist die Festung Dömitz: Die nach italienischem Vorbild angelegte Renaissancefestung hat die Form eines Fünfecks mit Bastionen, Kasematten und Zugbrücke. Das Museum in der Festung behandelt neben der Festungs- und Stadtgeschichte auch Elbe, Hafen und Brücken sowie Fritz Reuter; Sonder- und Kunstausstellungen ergänzen die Themen. Schlossensemble und Festungsmuseum bieten damit unterschiedliche kulturgeschichtliche Interessen, ohne dass sie zu einer festen Route verbunden werden müssen.

Den Aufenthalt passend planen

Für die beschriebene Runde ist Garwitz der Start- und Rückkehrpunkt.

Weitere Reiseziele entdecken: Spornitz, Severin, Damm, Zölkow, Karrenzin, Ziegendorf, Obere Warnow, Groß Godems.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Parchimer Umland.

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