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Kuhlen-Wendorf lässt sich über unterschiedliche Bauzeiten und Bauformen erschließen: Die Kirchen reichen vom mittelalterlichen Backsteinbau bis zur Fachwerkkirche, Herrenhäuser ergänzen das Bild vom 18. bis ins späte 19. Jahrhundert. Mit dem Mickowsee und einem beschriebenen Abschnitt der Warnow kommt ein landschaftlicher Schwerpunkt hinzu.

Kirchen zwischen Backstein und Fachwerk

Die Kirche von Müsselmow stammt aus dem späten 15. Jahrhundert und ist ein gotischer Backsteinbau. Ihre Außenwände bestehen aus Backstein, der Unterbau des Turms aus Feldsteinen; der Turm selbst ist in Fachwerk ausgeführt. Fragmente von Wandmalereien aus dem 18. Jahrhundert ergänzen die architektonischen Merkmale. Gerade die Kombination der Materialien – Backstein an den Wänden, Feldstein am Turmunterbau und Fachwerk am Turm – macht die Bauweise präziser fassbar als eine Datierung allein.

Die Holzendorfer Kirche setzt einen älteren Vergleichspunkt: Der Backsteinbau stammt aus dem 14. Jahrhundert. Gegenüber der Kirche steht eine Linde mit einem Umfang von 7,5 Metern. Das zur Kirche gehörende Pfarrhaus stammt aus dem Jahr 1779. So lassen sich hier ein älterer Kirchenbau und ein später datiertes Pfarrhaus als unterschiedliche Zeitpunkte der Ortsgeschichte einordnen; die Linde ergänzt den baulichen Bezug um ein Naturmerkmal.

Eine weitere Bauweise begegnet in der Dorfkirche Zaschendorf, einer Fachwerkkirche aus dem 17. Jahrhundert. Neben den Backsteinkirchen von Holzendorf und Müsselmow erweitert sie den Vergleich um eine Fachwerkkirche.

Herrenhäuser und ihre Baugeschichte

Die Herrenhäuser geben weitere Zeitanker. Das Tessiner Herrenhaus stammt aus dem 18. Jahrhundert; das Herrenhaus Nutteln ist ein historischer, eingeschossiger Klinkerbau mit Türmchen aus dem späten 19. Jahrhundert am Mickowsee. Das Wendorfer Jagdschloss wurde von 1904 bis 1906 im Jugendstil, auch Historismus genannt, erbaut. Zusammen zeigen diese Bauzeiten eine Spanne vom 18. Jahrhundert bis zum frühen 20. Jahrhundert.

Das Herrenhaus Zaschendorf bietet eine eigene Entwicklungsgeschichte. Es wurde um 1820 erbaut, liegt erhöht und ist von einem Park umgeben. Nachdem es zur Ruine verfiel, wurde es teilweise wiederaufgebaut und ist heute bewohnt. Seine Geschichte umfasst damit sowohl die Bauzeit als auch den späteren Verfall, den teilweisen Wiederaufbau und die heutige Bewohnung.

Mickowsee und Warnow

Der Mickowsee ist Teil des Naturschutzgebiets Warnowseen. Zur Warnow gehört ein beschriebener Abschnitt von der Sohlgleite bei Zaschendorf-Müsselmow bis etwa 350 Meter vor der Mündung in den Mickowsee. Er ist 2,3 Kilometer lang. Für genau diesen Abschnitt gilt zum Schutz der Kleinen Flussmuschel ganzjährig ein Watangelverbot. Wenn Sie ein Angelvorhaben planen, prüfen Sie vorab die aktuellen Gewässerbestimmungen und beachten Sie diese Einschränkung.

Das Schlosshotel Wendorf

Das Wendorfer Jagdschloss ist heute das Schlosshotel Wendorf. Damit ist das Gebäude zugleich ein historischer Bau und ein konkret benannter Hotelbezug für die Suche nach einer Übernachtung in Kuhlen-Wendorf.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Sternberger Seenlandschaft.

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