Die Dorfkirche Witzin stammt aus dem 13. Jahrhundert; der Ortmannsee ist 12 Hektar groß und 5 Meter tief. Hinzu kommt Tour 4, deren Verlauf durch Witzin eine Wahl zwischen etwa 58 und 70 Kilometern einschließt. Baugeschichte, See und Radfahren bieten damit unterschiedliche Schwerpunkte für die Reiseplanung.
Dorfkirche und Hallenhaus
Im Inneren der Dorfkirche verbergen Kreuzrippengewölbe den Dachstuhl. Zur Ausstattung gehört eine einmanualige mechanische Schleifladenorgel, die 1894 vom Wismarer Orgelbauer Edmund Bruder (1845–1911) hergestellt wurde. So treffen hier zwei gut unterscheidbare Zeitbezüge zusammen: der Ursprung des Bauwerks im 13. Jahrhundert und ein Orgelbau aus dem späten 19. Jahrhundert. Wer sich für Architektur interessiert, findet an der Kirche ein konkretes Thema; bei der Orgel kommt die Verbindung zu einem Wismarer Handwerker hinzu.
Ein weiteres Bauwerk steht nicht im Ort Witzin selbst, sondern im Ortsteil Loiz: Dort befindet sich in der Dorfstraße 2 ein Hallenhaus. Die Unterscheidung ist für die Ortsplanung nützlich, wenn Sie die Dorfkirche und das Bauwerk in Loiz als verschiedene Anlaufpunkte betrachten.
Ortmannsee und Angeln
Der Ortmannsee ist 12 Hektar groß und 5 Meter tief. Als Fischarten werden Aal, Barsch, Blei beziehungsweise Brassen, Hecht, Karpfen, Plötze, Rotfeder, Schleie und Ukelei genannt. Wenn Angeln für Sie ein Thema ist, prüfen Sie vor einem Angelausflug die aktuelle Artenliste bei der zuständigen Fischereibehörde, denn solche Angaben können sich ändern.
Tour 4: zwei Streckenlängen
Für die Radplanung macht die Variante zum Lenzener Steintanz einen klaren Unterschied: Ohne sie ist Tour 4 etwa 58 Kilometer lang, mit ihr etwa 70 Kilometer. Der Unterschied liegt bei rund zwölf Kilometern. Wenn Sie Radfahren als Schwerpunkt setzen, lässt sich die Wahl so an der gewünschten Streckenlänge ausrichten, ohne eine genaue Fahrzeit vorauszusetzen.
Tour 4 führt auf dem T 30 durch den Wald von Sternberg weiter nach Witzin. Auf dem Witzin-Abschnitt verläuft der Weg durch die Büdnerstraße in Richtung Schäferei und Ortmannsee. Anschließend geht es über eine Betonspurbahn bis zum Radweg nach Lübzin. Damit ist der Wegverlauf für diesen Abschnitt konkret benannt: von der Büdnerstraße über die Betonspurbahn bis zum Anschluss an den Radweg. Prüfen Sie vor der Fahrt den Zustand der Wege, da er sich ändern kann.
Kultur im übergeordneten Reiseziel Ludwigslust-Parchim
Für eine weiter gefasste Kulturplanung bietet das übergeordnete Reiseziel Ludwigslust-Parchim andere Schwerpunkte als die Ortsdetails in Witzin. Schloss Ludwigslust war die ehemalige Residenz der mecklenburgischen Herzöge und bildet zusammen mit Park und Stadt ein Ensemble, das als „kleines Versailles des Nordens“ bezeichnet wird. Das Schloss ist zugleich Mittelpunkt einer nahezu vollständig erhaltenen spätbarocken Stadtanlage mit ehemaliger Hofkirche und einem Landschaftspark im englischen Stil.
Ein weiterer Einblick in die Regionalgeschichte führt zum Museum in der Festung Dömitz. Dort werden die Festungs- und Stadtgeschichte, die Geschichte von Elbe, Hafen und Brücken sowie Fritz Reuter behandelt; außerdem gibt es Sonder- und Kunstausstellungen. Im Kloster Zarrentin werden Führungen zur Geschichte des ehemaligen Zisterzienserinnenklosters, zum Leben der Nonnen und zur Architektur des Gebäudes angeboten. Termine und Zugang können sich ändern, daher empfiehlt es sich, die Besuchsmöglichkeiten vorab zu prüfen.
Weitere Reiseziele entdecken: Hohen Pritz, Mustin, Borkow, Blankenberg, Sternberg, Brüel, Dabel, Kobrow.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Sternberger Seenlandschaft.