Mustin erschließt sich über drei verschiedene Reiseinteressen: Ortsgeschichte, Natur und Radfahren. In Ruchow stehen die Feldsteinkirche und weitere historische Erinnerungsorte im Blick; im Ortsteil Bolz ermöglicht ein Weg Einblicke in das Naturschutzgebiet am Bolzer See. Die Radtour Tour 4 führt über Mustin. Wer eine Ferienwohnung sucht, kann die eigenen Prioritäten daran ausrichten: Soll der Aufenthalt vor allem den kulturellen Spuren gelten, der geschützten Landschaft oder einer Radtour?
Kulturgeschichte in Ruchow
Die Dorfkirche Ruchow ist eine Feldsteinkirche und wurde erstmals vor 1234 erwähnt. Sie verfügt über einen Barockaltar und zwei wertvolle historische Orgeln. So ergeben sich verschiedene Blickpunkte auf das Bauwerk: die Feldsteinbauweise, die barocke Altarausstattung und die historischen Orgeln. Wer Sakralarchitektur nicht allein nach ihrer Bauform auswählt, sondern auch auf die Ausstattung achtet, findet hier mehrere konkrete Anknüpfungspunkte.
In der Dorfkirche finden regelmäßig Konzerte im Rahmen der Reihe „Musik in alten Mauern“ statt. Einzelne Konzerttermine können variieren; prüfen Sie daher vor der Reise die aktuellen Termine. Auf dem Friedhof von Ruchow befindet sich das Grab von Ludwig Reinhard, einem Abgeordneten der Frankfurter Nationalversammlung. Als weiteres bauliches Thema kommt die wunderschön sanierte Windmühle Ruchow hinzu.
Naturschutz und Wege
Der gesamte Bolzer See und die ihn umgebende Uferregion bilden ein 112 Hektar großes Naturschutzgebiet. Zum Landschaftsthema gehört also nicht nur das Gewässer, sondern auch der umliegende Uferraum. Ein Weg ab Bolz ermöglicht Einblicke in das Naturschutzgebiet und gibt dem Naturinteresse einen konkreten Anhaltspunkt für die Planung.
Für Radfahrende führt Tour 4 über Mustin. Ihr Abschnitt in Ruchow umfasst einen überdachten Pavillon, der sich zum Rasten eignet. Eine weitere Wegorientierung bietet der Lenzener Steintanz: Er liegt an einem gut ausgeschilderten Rundweg in der Nähe des Rastplatzes „Dröger Kraug“. So stehen unterschiedliche Wegtypen zur Auswahl: eine Radtour, die über Mustin führt, und ein Rundweg mit dem Steintanz als Bezugspunkt.
Weitere Perspektiven im übergeordneten Reiseziel Ludwigslust-Parchim
Im übergeordneten Reiseziel Ludwigslust-Parchim war Schloss Ludwigslust die ehemalige Residenz der mecklenburgischen Herzöge. Zusammen mit Park und Stadt bildet es ein Ensemble, das als „kleines Versailles des Nordens“ bezeichnet wird. Das Schloss bildet den Mittelpunkt einer nahezu vollständig erhaltenen spätbarocken Stadtanlage mit ehemaliger Hofkirche und Landschaftspark im englischen Stil. Im Schloss werden Kunst und höfische Wohnkultur des 18. und frühen 19. Jahrhunderts vermittelt. Hier stehen damit Residenzgeschichte, Stadtanlage und höfische Kultur als eigene regionale Themen nebeneinander.
Ein anderer architektonischer Schwerpunkt im übergeordneten Reiseziel Ludwigslust-Parchim ist die Zitadelle Dömitz. Sie ist eine nach italienischem Vorbild angelegte Renaissancefestung in Form eines Fünfecks mit Bastionen, Kasematten und Zugbrücke. Das Museum in der Festung behandelt die Festungs- und Stadtgeschichte, die Geschichte von Elbe, Hafen und Brücken sowie Fritz Reuter. Sonder- und Kunstausstellungen ergänzen die Themen; ihre Inhalte können wechseln. Im Vergleich zu Schloss Ludwigslust rücken hier Festungsarchitektur und Stadt- und Flussgeschichte in den Mittelpunkt.
Weitere Reiseziele entdecken: Langen Jarchow, Kuhlen-Wendorf, Brüel, Kobrow, Weitendorf, Dabel, Zahrensdorf, Blankenberg.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Sternberger Seenlandschaft.