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Groß Kelle lässt sich über zwei unterscheidbare Themen kennenlernen: den naturbelassenen Groß Keller See und die Geschichte des Gutshauses. Am See gibt es eine kleine Badestelle; beim Gutshaus kommen seine frühere Rolle als Zentrum der Gemeinde, der Wiederaufbau im alten Stil und ein erhaltener Speicher zusammen. Für weitere Natur- und Kulturschwerpunkte lohnt der Blick auf das übergeordnete Reiseziel Mecklenburgische Seenplatte.

Der Groß Keller See und seine Badestelle

Der Groß Keller See umfasst etwa 16 ha und ist maximal 3 m tief. Am See gibt es in Groß Kelle eine kleine Badestelle. Naturbelassenheit und Badeplatz markieren den lokalen Bezug zum Wasser, während Fläche und maximale Tiefe die Größenordnung des Gewässers beschreiben. So lässt sich der See als eigener Schwerpunkt eines Aufenthalts einordnen, ohne die Badestelle und das Gewässerprofil gleichzusetzen: Das eine ist ein konkreter Badepunkt, das andere beschreibt den See als Ganzes.

Gutshaus und Ortsgeschichte

Das Gutshaus Groß Kelle bildete das Zentrum der Gemeinde. 1992 wurde es bis auf die Grundmauern abgetragen und im alten Stil neu errichtet; am Gutshaus ist außerdem ein historischer Speicher erhalten. Gemeinderolle, Wiederaufbau und Speicher setzen unterschiedliche historische Akzente. Wer sich für die Ortsgeschichte interessiert, findet hier konkrete Anknüpfungspunkte: Die frühere Mittelpunktfunktion verweist auf die Rolle des Gutshauses in der Gemeinde, während Wiederaufbau und erhaltener Speicher die baulichen Aspekte ergänzen.

Naturthemen im übergeordneten Reiseziel Mecklenburgische Seenplatte

Der Müritz-Nationalpark bietet in der Mecklenburgischen Seenplatte einen eigenen Natur- und Aktivitätsschwerpunkt. Wälder, Moore, Seen und weite Wiesen prägen seine Landschaft. Der Müritz-Nationalpark-Wanderweg erschließt deren Landschaftstypen und Besonderheiten in neun Etappen. Er führt an Seen entlang, durch urwüchsige Wälder, vorbei an Binnendünen und zur Havelquelle. Die Etappen geben dem Weg eine klare Gliederung; die beschriebenen Landschaften zeigen, welche unterschiedlichen Naturformen dabei eine Rolle spielen. Zertifizierte Natur- und Landschaftsführer bieten lehrreiche Touren durch den Nationalpark an, darunter Führungen im UNESCO-Welterbe-Buchenwald von Serrahn und Touren von der Wasserseite aus. So stehen eine in Etappen gegliederte Wanderroute und geführte Touren mit benannten Schwerpunkten als unterschiedliche Möglichkeiten im übergeordneten Reiseziel nebeneinander.

Ein weiterer eigenständiger Naturakzent ist das Wisentreservat Damerower Werder. Es liegt auf einer Halbinsel im Kölpinsee und im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide. Besucher können dort die Tiere beobachten. Ein Walderlebnispfad ergänzt die Tierbeobachtung um Klettermöglichkeiten, ein Ameisenhaus, eine Ausstellung mit Fühl- und Sichttafeln sowie ein Dendrophon. Der Ort vereint damit die Beobachtung der Tiere mit mehreren konkreten Elementen des Naturpfads und der Ausstellung.

Wasserweg und Luftfahrttechnik

Auch Wasserwanderer finden im übergeordneten Reiseziel eine eigene Orientierung: Vom Stadthafen Neustrelitz aus können sie über die Obere Havel-Wasserstraße den Müritz-Nationalpark und die Strelitzer Kleinseenplatte erkunden. Diese wassergebundene Möglichkeit unterscheidet sich von der Etappenroute durch die ausdrücklich genannte Fortbewegungsart. Einen kulturell-technischen Schwerpunkt setzt das Luftfahrttechnische Museum Rechlin in Rechlin Nord.

Weitere Reiseziele entdecken: Altenhof, Priborn, Ludorf, Sietow, Buchholz, Massow, Wredenhagen, Zepkow.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Röbel-Müritz.

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