Schloss und Park geben Bredenfelde einen architektonischen und landschaftlichen Schwerpunkt. Das Gebäude von Schloss Bredenfelde wird heute als Schlosshotel genutzt. Sie können den Ort über zwei eng zusammengehörige, aber unterschiedliche Themen einordnen: den Schlossbau und die dazugehörige Parklandschaft.
Schlossbau und Türme
Schloss Bredenfelde wurde von 1852 bis 1854 nach Plänen von Friedrich Hitzig erbaut. Das Gebäude besitzt zwei Türme, die sich sowohl in ihrem Querschnitt als auch in ihrer Helmform unterscheiden. Der Querschnitt beschreibt die jeweilige Form des Turmkörpers, während die Helmform dessen oberen Abschluss bezeichnet. Damit lassen sich zwei unterschiedliche Gestaltungsebenen unterscheiden: die Form des Turmkörpers und die Gestaltung seines Abschlusses. Die Türme sind also nicht nur durch ihre Anzahl, sondern auch durch voneinander abweichende Formen beschrieben. Für Reisende mit Interesse an Architektur verbindet sich die Bauzeit so mit einem konkreten Detail des Schlosses.
Park mit eigener Zeitlinie
Zum Schloss gehört eine 3,5 Hektar große Parklandschaft mit urwüchsigen Bäumen. Der Landschaftspark wurde 1840 nach Plänen von Lenné angelegt, also zeitlich vor dem Bau des Schlosses. Heute wird er wiederhergestellt und dabei an die heutige Grundstückssituation und Vegetation angepasst. Für die Einordnung des Parks gehören Gestaltungsgeschichte und gegenwärtige Entwicklung zusammen: Der Entwurf aus dem Jahr 1840 und die laufende, an heutige Bedingungen angepasste Wiederherstellung markieren unterschiedliche Phasen. So lässt sich die Parklandschaft nicht nur über ihre historische Anlage, sondern auch über ihren heutigen Entwicklungsstand beschreiben.
Trauungen im Schlosspark
Bei schönem Wetter sind Trauungen im Schlosspark Bredenfelde möglich; der Trausaal bietet Platz für etwa 50 Personen. Bei der Planung eines solchen Anlasses sind die beiden Angaben getrennt zu berücksichtigen: Die Wetterbedingung betrifft die Trauung im Park, während sich die ungefähre Personenzahl auf den Trausaal bezieht. Wenn Sie eine Trauung planen, sollten Sie die Wetterbedingung von Anfang an einbeziehen und die Kapazität als Richtwert verstehen.
Naturthemen in der Mecklenburgischen Seenplatte
Als übergeordnetes Reiseziel eröffnet die Mecklenburgische Seenplatte einen anderen thematischen Maßstab. Der Müritz-Nationalpark ist Teil der Mecklenburgischen Seenplatte und von Wäldern, Mooren, Seen und weiten Wiesen geprägt. Der Müritz-Nationalpark-Wanderweg erschließt in neun Etappen Landschaftstypen und Besonderheiten des Parks. Er führt an Seen, durch urwüchsige Wälder, vorbei an Binnendünen und zur Havelquelle. Damit lässt sich der Nationalpark sowohl über seine Landschaft als auch über einen konkreten Etappenweg einordnen.
Zertifizierte Natur- und Landschaftsführer bieten lehrreiche Touren durch den Müritz-Nationalpark an, darunter Führungen im UNESCO-Welterbe-Buchenwald von Serrahn und Touren von der Wasserseite aus. So stehen neben Schlossbau und Parkgestaltung auch geführte Naturerlebnisse und längere Wanderwege als regionale Reisethemen zur Auswahl. Für Ihre Planung hilft die Unterscheidung der Schwerpunkte: Bredenfelde steht hier für Schlossarchitektur und Parkgeschichte, während die Mecklenburgische Seenplatte einen breiteren Blick auf Nationalparklandschaften und Touren eröffnet.
Weitere Reiseziele entdecken: Mölln, Jürgenstorf, Gülzow, Kittendorf, Grammentin, Zettemin, Ritzerow, Ivenack.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Stavenhagen.