Eine Glocke aus dem 15. Jahrhundert, ein Wandbild am Sägewerk und ein Baumkuchen mit Bezug zu Ivenack setzen in Grammentin unterschiedliche kulturelle und kulinarische Akzente.
Dorfkirche und Kunst in Grammentin
Die Dorfkirche Grammentin besitzt eine Glocke aus dem 15. Jahrhundert. Eine Mitteilung vom 26. Juli 2024 meldete den Abschluss der umfassenden Sanierung; dabei blieb die historische Substanz bewahrt. Glocke und Sanierung geben zwei konkrete Anhaltspunkte zur Geschichte des Gebäudes.
Am örtlichen Sägewerk befindet sich ein Wandbild, das Günter Horn und weitere Künstler geschaffen haben. 2016 wurde es als größtes Wandbild Mecklenburg-Vorpommerns beschrieben. Auch der Kunsthof ist mit Kunst aus Grammentin verbunden: Der dort lebende Maler und Grafiker Günter Horn ist mit dem Kunsthof verbunden und gilt als letzter Nagel-Schüler.
Baumkuchen und Märchengarten
Die Familienkonditorei Komander verkauft ihren patentierten Baumkuchen ausschließlich in der Konditorei in Grammentin. Seine Inspiration geht auf die 1.000-jährigen Eichen in Ivenack zurück. Mit der Konditorei ist außerdem der „Ivenacker Baumkuchen“ verbunden, den Peter Komander als besonderes Backwerk kreierte. Die Bezüge zu Ivenack gehören damit zur Produktgeschichte, während der Verkauf des patentierten Baumkuchens exklusiv in Grammentin verortet ist.
Im Märchengarten können Besucher mit einem Glas Wein über das Gelände streifen und die Pflanzen sowie die vielfältige Tierwelt genießen. Die Märchengarten-Brasserie bietet italienische Küche an. Ihre grüne Terrasse blickt auf den Sonnenuntergang hinter dem Kummerower See. Wenn Sie einen Besuch einplanen, prüfen Sie vorab die aktuellen Besuchsmöglichkeiten.
Routen und weitere Ziele in der Mecklenburgischen Seenplatte
Die Vorpommern-Müritz-Route führt in Richtung Grammentin. Auf der Dorfstraße biegt man dafür rechts in Richtung Grammentin ab. Prüfen Sie die Routenbedingungen vorab, wenn Sie dieser Streckenbeschreibung folgen möchten.
Auch die Mecklenburgische Seenplatte bietet eigene Natur- und Kulturerlebnisse. Der Müritz-Nationalpark gehört zu dieser Region und ist von Wäldern, Mooren, Seen und weiten Wiesen geprägt. Sein Wanderweg erschließt in neun Etappen unterschiedliche Landschaftstypen und Besonderheiten: Er führt an Seen entlang, durch urwüchsige Wälder, vorbei an Binnendünen und zur Havelquelle. Zertifizierte Natur- und Landschaftsführer bieten dort lehrreiche Touren an, darunter Führungen im UNESCO-Welterbe-Buchenwald von Serrahn und Touren von der Wasserseite aus.
Im Wisentreservat Damerower Werder können Besucher Tiere beobachten. Das Reservat liegt auf einer Halbinsel im Kölpinsee, in der Mecklenburgischen Seenplatte und im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide. Ein Walderlebnispfad ergänzt die Tierbeobachtung um Klettermöglichkeiten, ein Ameisenhaus, eine Ausstellung mit Fühl- und Sichttafeln sowie ein Dendrophon. So stehen in der Region neben Wanderwegen auch ein Naturpfad mit verschiedenen Stationen zur Auswahl.
Für Wasserwanderer bietet der Stadthafen Neustrelitz einen weiteren regionalen Ansatzpunkt: Über die Obere Havel-Wasserstraße können sie von dort den Müritz-Nationalpark und die Strelitzer Kleinseenplatte erkunden.
Weitere Reiseziele entdecken: Kittendorf, Ritzerow, Zettemin, Bredenfelde, Jürgenstorf, Knorrendorf, Stavenhagen, Ivenack.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Stavenhagen.