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Die Dorfkirche von Gnevkow ist ein verputzter Feldsteinbau aus dem 15. Jahrhundert und steht auf einer kleinen Anhöhe. Ihre Baugeschichte und der Kanzelaltar geben dem Ort ein konkretes kulturhistorisches Thema. Daneben gehören Wandern und Spaziergänge, Radfahren sowie Bootsfahrten zu den Outdoor-Aktivitäten in Gnevkow.

Dorfkirche: Baugeschichte und Ausstattung

Beim Bau der Kirche wurden Teile eines vermutlich spätgotischen Vorgängerbaus wiederverwendet. Die vorsichtige Einordnung als vermutlich spätgotisch gehört zur Geschichte des Gebäudes: Sie beschreibt den möglichen Ursprung der Bauteile, nicht das Entstehungsdatum der heutigen Kirche. So treffen am Bau die Feldsteinarchitektur des 15. Jahrhunderts und ältere Bauelemente aufeinander.

Auch die Ausstattung führt in verschiedene Zeitabschnitte. An der Altarwand sind Schnitzereien aus dem 16. Jahrhundert erhalten. Der Kanzelaltar setzt sich aus Teilen eines spätgotischen Retabels und einer um 1600 gefertigten Kanzel zusammen. Beide befanden sich bis 1757 gemeinsam in der benachbarten Kirche von Hohenmocker. Zum Kanzelaltar gehören außerdem zwei kniende Stifterfiguren und eine zentrale Mariendarstellung aus dem geschnitzten Retabel.

Für Kulturinteressierte liegen hier mehrere Aspekte dicht beieinander: die Entwicklung des Kirchenbaus, die Wiederverwendung älterer Bauteile und die Herkunft der Ausstattung. Die Datierungen machen die Unterschiede greifbar, ohne Bauwerk und Einrichtungsgegenstände auf eine einzige Entstehungszeit zu verkürzen.

Outdoor-Aktivitäten und Anreise

Zu den in Gnevkow angebotenen Outdoor-Aktivitäten zählen Wandern und Spaziergänge, Radfahren sowie Bootsfahrten. Die Auswahl umfasst unterschiedliche Bewegungsformen. Sie können den Aktivitätsanteil Ihrer Reise daher nach eigenem Interesse planen und ihn als eigenen Schwerpunkt neben der Bau- und Ausstattungsgeschichte der Dorfkirche betrachten.

Gnevkow verfügt über einen Bahnhalt an der Bahnstrecke Neubrandenburg–Stralsund. Wenn Sie mit der Bahn anreisen möchten, prüfen Sie vor Reisebeginn die aktuellen Abfahrten, damit Sie Ihre Anreise zeitlich einordnen können.

Mecklenburgische Seenplatte: Natur und Wege im größeren Rahmen

Die Mecklenburgische Seenplatte ist der übergeordnete regionale Rahmen für weitere Naturziele. Zu ihr gehört der Müritz-Nationalpark, dessen Landschaft von Wäldern, Mooren, Seen und weiten Wiesen geprägt ist. Diese regionale Perspektive unterscheidet sich von den lokalen Themen Gnevkows.

Der Müritz-Nationalpark-Wanderweg erschließt in neun Etappen die Landschaftstypen und Besonderheiten des Nationalparks. Die Route führt an Seen entlang, durch urwüchsige Wälder, vorbei an Binnendünen und zur Havelquelle. Wer sich für geführte Naturthemen interessiert, findet im Nationalpark auch lehrreiche Touren zertifizierter Natur- und Landschaftsführer. Dazu zählen Führungen im UNESCO-Welterbe-Buchenwald von Serrahn und Touren von der Wasserseite aus.

Ein weiteres regionales Naturziel ist das Wisentreservat Damerower Werder. Es liegt auf einer Halbinsel im Kölpinsee, in der Mecklenburgischen Seenplatte und im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide. Besucher können dort Wisente beobachten. Zum Walderlebnispfad gehören Klettermöglichkeiten, ein Ameisenhaus, eine Ausstellung mit Fühl- und Sichttafeln sowie ein Dendrophon. So stehen im größeren regionalen Rahmen sowohl Wanderungen durch eine Landschaft in mehreren Etappen als auch ein Naturerlebnis rund um Tierbeobachtung und Waldthemen im Blick.

Für Wasserwanderer bietet der Stadthafen Neustrelitz einen eigenen regionalen Ansatzpunkt: Von dort aus können sie über die Obere Havel-Wasserstraße den Müritz-Nationalpark und die Strelitzer Kleinseenplatte erkunden. Diese Möglichkeit ist eine regionale Wasserroute; die in Gnevkow genannten Bootsfahrten bleiben davon getrennt.

Weitere Reiseziele entdecken: Wildberg, Siedenbollentin, Kriesow, Breesen, Tützpatz, Altenhagen, Pripsleben, Gültz.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Treptower Tollensewinkel.

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