Bentzin bietet zwei unterschiedliche Zugänge zur Vergangenheit: Im Ort steht eine neugotische Feldsteinkirche, bei Bentzin lässt sich der Schälchenstein erwandern. Zusammen führen diese Themen von der Baugeschichte zu archäologischen Spuren.
Kirchen und Kunst in Bentzin und der Gemeinde
Die neugotische Feldsteinkirche in Bentzin stammt aus dem Jahr 1862. Sie besitzt Altarbilder von Carl Gottfried Pfannschmidt (1819–1887). Bauzeit und Künstlerzuordnung setzen dabei unterschiedliche Akzente: Die eine verweist auf die Entstehung des Kirchenbaus, die andere auf seine Ausstattung.
Auch außerhalb des Bentzin-Siedlungsorts gibt es innerhalb der Gemeinde Bentzin kirchengeschichtliche Themen. In Zemmin steht die älteste Kirche der Gemeinde; in ihr befindet sich ein wertvoller Marienaltar aus dem frühen 16. Jahrhundert. Die Dorfkirche von Alt Plestlin stammt aus dem 14. oder 15. Jahrhundert. Die Ortsnamen helfen bei der Einordnung: Zemmin und Alt Plestlin gehören zur Gemeinde, sind aber nicht der Siedlungsort Bentzin.
Wanderung, Peene und Kiessee
Der Schälchenstein bei Bentzin gilt als Zeugnis frühmenschlicher Existenz und kann erwandert werden. Wer neben den Kirchen auch einen archäologischen Bezug sucht, findet hier ein anderes Thema: Statt Bauform oder Altar steht eine frühe Spur menschlicher Existenz im Mittelpunkt.
In Alt Plestlin, ebenfalls innerhalb der Gemeinde und außerhalb des Bentzin-Siedlungsorts, befindet sich ein Wasserwanderrastplatz an der Peene. Er liegt im Peenetal und in einem Naturschutzgebiet. Damit kommt zu den Kirchenorten ein wasserbezogenes Thema hinzu; die Lage im Tal und im Schutzgebiet gehört dabei zum Umfeld dieses Rastplatzes.
Ein weiteres Ziel innerhalb der Gemeinde ist Zarrenthin. Direkt am Eingang des Badestrands am Kiessee Zarrenthin befindet sich die Nachbildung eines Grabhügels aus der zweiten Hälfte des 3. Jahrtausends v. Chr.; eröffnet wurde sie 2005. Hier treffen der Bezug zum Badestrand und eine archäologische Station unmittelbar aufeinander. Die Gemeinde Bentzin grenzt mit dem Badestrand des Zarrenthiner Kiessees an das Städtchen Jarmen.
Weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Vorpommern-Greifswald
Im größeren Reiseziel Vorpommern-Greifswald finden sich weitere eigenständige Natur- und Kulturthemen. Die Ueckermünder Heide lädt zum Wandern, Radfahren und Reiten ein. Diese Möglichkeiten beschreiben die Heide im übergeordneten Reiseziel und nicht den Ort Bentzin.
Auch für das Radfahren gibt es regionale Orientierung: Der Ostseeküsten-Radweg, Teil der EuroVelo-Route EV10, führt in den Landkreis Vorpommern-Greifswald. Der Stettiner Haff-Rundweg und die Route der Norddeutschen Romantik gehören zu den regionalen Radrouten, auf denen sich der Landkreis erkunden lässt. Wenn Sie eine dieser Routen einplanen, prüfen Sie die Streckenführung und Wegweisung vor der Fahrt.
Kulturelle Alternativen im Landkreis setzen andere Schwerpunkte. Das Pommersche Landesmuseum in Greifswald zeigt den Croy-Teppich von 1554, ein einzigartiges kulturhistorisches Zeugnis aus der Zeit der Reformation. In Anklam widmet sich das Otto-Lilienthal-Museum dem Flugpionier, Maschinenbauingenieur und Humanisten Otto Lilienthal in dessen Heimatstadt. Als technisches Personenmuseum bietet es eine andere thematische Ausrichtung als das kulturhistorische Zeugnis in Greifswald.
So lässt sich Bentzin anhand seiner Kirchen, des Schälchensteins und der Themen in der Gemeinde einordnen. Vorpommern-Greifswald erweitert den Blick um eigenständige Natur-, Rad- und Kulturangebote, ohne dass diese dem Ort Bentzin zugeschrieben werden.
Weitere Reiseziele entdecken: Tutow, Kruckow, Völschow, Alt Tellin, Daberkow, Jarmen
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Jarmen-Tutow.