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Tutow lässt sich über Architektur und Flugplatzgeschichte kennenlernen. Die Kirche und die Wohnsiedlung zeigen unterschiedliche Bauformen; die Geschichte des früheren Flugplatzes und die Ausstellung „Bunkerwelten“ setzen einen weiteren Schwerpunkt. Zusammen ergeben diese Themen einen konkreten Blick auf den Ort, ohne ihn auf ein einzelnes Gebäude oder einen einzigen Abschnitt seiner Geschichte zu reduzieren.

Kirche und Bauformen in Tutow

Die Kirche in Tutow ist ein moderner zwölfeckiger Bau aus weißen Ziegeln und wurde 1991 eingeweiht. Grundform, Material und Einweihungsjahr geben ihr ein klar erkennbares architektonisches Profil. Auch ihre Nutzung ist durch die Raumgestaltung geprägt: Sie ermöglicht unterschiedliche Veranstaltungen.

Ein anderer architektonischer Maßstab zeigt sich in der zentrumsnah entstandenen Wohnsiedlung aus 13 Doppelhäusern. Ihre Architektur ist an den Bauhausstil angelehnt. Die Zahl der Häuser und die wiederkehrende Doppelhausform unterscheiden dieses Beispiel vom einzelnen Kirchenbau. Wer sich für Architektur interessiert, kann Tutow so über zwei verschiedene Formen betrachten: einen markanten Sakralbau und eine Siedlung, deren Gestaltung sich an einer architektonischen Richtung orientiert.

Flugplatzgeschichte und „Bunkerwelten“

Bis 1938 entstand in Tutow einer der größten Flugplätze Deutschlands. Diese historische Dimension bildet einen wichtigen Hintergrund für die lokale Erinnerung an den Flugplatz und die Siedlung. Sie lässt sich mit der Geschichte des DDR-Museums Tutow verbinden, dessen Standortgeschichte ebenfalls zum Flugplatz führt: Vor dem Umzug befand sich das Museum am Rand des Flugplatzes.

2010 zog das DDR-Museum Tutow in die ehemalige Konservenfabrik ein. Die Ausstellung „Bunkerwelten“ im heutigen Gemeindezentrum von Tutow macht historische Details zum Militärflugplatz und zur Siedlung erlebbar. Ein Diorama zeigt den historischen Gebäudebestand Tutows. Damit behandelt die Ausstellung sowohl den militärhistorischen Zusammenhang als auch die Entwicklung der Siedlung. Wer sie in den Besuchsplan aufnehmen möchte, sollte die aktuellen Besuchsmöglichkeiten vorab prüfen.

Die Umzugsgeschichte des Museums und die Themen der Ausstellung sind zwei verschiedene Zugänge: Die erste ordnet den früheren Museumsstandort zeitlich und räumlich ein, die zweite richtet den Blick auf historische Details und den Gebäudebestand. Zusammen mit der Kirche und der Wohnsiedlung entsteht ein Ortsbild, in dem Bauformen und Geschichte miteinander ins Gespräch kommen.

Vorpommern-Greifswald als regionaler Rahmen

Im übergeordneten Reiseziel Vorpommern-Greifswald kommt neben der Ortsgeschichte auch die Landschaft als eigener Schwerpunkt in den Blick. Die drei Naturparke im Landkreis nehmen fast 40 Prozent der Landkreisfläche ein. Ein konkretes Beispiel für Aktivitäten in der Natur ist die Ueckermünder Heide, die zum Wandern, Radfahren und Reiten einlädt. Diese regionalen Möglichkeiten stehen für andere Interessen als Tutows Architektur- und Flugplatzgeschichte und können die Auswahl eines Reiseziels nach den eigenen Schwerpunkten ergänzen.

Auch die Kulturangebote in Vorpommern-Greifswald setzen eigene Akzente. Das Pommersche Landesmuseum in Greifswald zeigt den Croy-Teppich von 1554, ein einzigartiges kulturhistorisches Zeugnis aus der Zeit der Reformation. Im Peenemünder Hafen liegt die Juliett U-461 als Museum; bei einem Rundgang kann sie erkundet werden. Für einen Besuch der Juliett U-461 empfiehlt es sich, die aktuellen Besuchsregelungen zu prüfen. So stehen in der Region neben Tutows örtlicher Geschichte weitere, jeweils eigenständige Themen zur Auswahl.

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