Benz auf Usedom erschließt sich über Kultur und Landschaft. Zwei konkrete Anknüpfungspunkte sind die St.-Petri-Kirche und die Kulturmühle auf dem Benzer Mühlberg. In der Kirche lenken einzelne Ausstattungsstücke den Blick auf unterschiedliche historische Zeiten; von der Mühle aus reicht der Blick über die Usedomer Schweiz, auf den Kirchturm in Benz, den Schmollensee und bis zum Achterwasser. Dazu führt der Radweg entlang des Schmollensees über Stoben nach Benz. Für Ihren Aufenthalt ergibt sich so eine Auswahl zwischen kirchlichen Details, Mühlengeschichte, Landschaft und einer Radtour. Sie können den Schwerpunkt danach setzen, ob Ihnen historische Ausstattung, der Blick von der Mühle oder eine Verbindung zum Radweg wichtiger ist.
St.-Petri-Kirche: Orgel und Taufsteinfuß
Die Orgel in der St.-Petri-Kirche wurde 1847 von der Firma Kalkschmidt aus Stettin erbaut. Außerdem befindet sich dort der Fuß eines alten Taufsteins aus der Zeit um 1200. Damit liegen zwei unterschiedliche historische Bezugspunkte vor: ein Instrument aus dem 19. Jahrhundert und ein deutlich früher datiertes Ausstattungsstück. Die Orgel ist ein konkreter Anknüpfungspunkt für kirchliche Musikgeschichte; der Taufsteinfuß steht für ältere sakrale Ausstattung. So werden zwei verschiedene Aspekte des Ortes greifbar, ohne sie auf dieselbe Zeitschicht zu verkürzen.
Kulturmühle und Landschaftsblick
Die Kulturmühle Benz ist die letzte erhaltene Holländerwindmühle der Insel Usedom und wurde ab 1818 erbaut. Ihr Standort auf dem Benzer Mühlberg bietet einen weiten Blick über die Usedomer Schweiz, auf den Kirchturm in Benz, den Schmollensee und bis zum Achterwasser. An der Mühle kommen damit zwei unterschiedliche Schwerpunkte zusammen: die Geschichte eines besonderen Bauwerkstyps und die Aussicht auf konkret benannte Ziele der Landschaft. Wenn Sie Bauwerke und Landschaft gleichermaßen berücksichtigen möchten, liefert der Mühlberg dafür einen eigenen Bezugspunkt.
Feiningers Motive und der Weg am Schmollensee
Lyonel Feininger fand in Benz zahlreiche Motive für seine Werke, darunter die St.-Petri-Kirche und die Holländerwindmühle. Auch Wege und Landschaften der Region dienten ihm als Motive. Der künstlerische Bezug reicht damit über die beiden Bauwerke hinaus und bezieht die Landschaft ein. Für Kunstinteressierte eröffnet das eine weitere Perspektive auf Benz: Neben den einzelnen Gebäuden können auch Wege und Landschaften als Teil der künstlerischen Motive betrachtet werden.
Der Radweg entlang des Schmollensees führt über Stoben nach Benz. Wer eine Radtour einbeziehen möchte, hat damit eine konkrete Streckenorientierung, die den Seeweg und Benz in einer Routenangabe verbindet. Die Mühle kann im Rahmen der Öffnungszeiten des Backhaus-Cafés besichtigt werden; prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Cafézeiten. Im Rahmen des Benzer Kirchensommers wurden in der St.-Petri-Kirche Konzerte, Theater und Lesungen veranstaltet. Wenn Sie Ihre Reise an einer solchen Veranstaltung ausrichten möchten, prüfen Sie die konkreten Termine vorab.
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