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Am Kosenowsee führt ein Wanderweg rund um den See und lädt zu Spaziergängen zu jeder Jahreszeit ein. In Gützkow kommen eine im Sommer besuchte Badestelle, die Kirche St. Nicolai und ein slawischer Burgwall nahe der Altstadt hinzu. Damit stehen zwei unterschiedliche Schwerpunkte nebeneinander: Zeit am Wasser und die Geschichte eines Ortes, dessen Bauwerke und archäologische Funde auf verschiedene Epochen verweisen.

Am Kosenowsee spazieren und im Sommer baden

Der Rundweg um den Kosenowsee lädt ganzjährig zu Spaziergängen ein. Die Badestelle am See wird im Sommer von Jung und Alt gern besucht; das Baden erhält dadurch einen saisonalen Akzent, ohne den Spaziergang auf eine bestimmte Jahreszeit festzulegen. Zugleich ist der Kosenowsee ein beliebtes Ausflugsziel für Einwohner und Gäste der Stadt Gützkow sowie der umliegenden Gemeinden. Für Ihre Reiseplanung ergibt sich ein konkreter Unterschied: Der Weg bietet einen Spaziergangsanlass in jeder Saison, die Badestelle setzt im Sommer einen zusätzlichen Schwerpunkt. So lässt sich der Kosenowsee nach dem gewünschten Verhältnis von Bewegung und Baden einordnen.

Kirche, Schlosskapelle und Burgwall

Die Pfarrkirche St. Nicolai lässt sich über ihre Vorgängerin und die ältesten Teile des heutigen Baus zeitlich einordnen. Die ältesten Teile stammen aus der Mitte oder der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Der heutige Bau steht in engem Zusammenhang mit der Gründung Gützkows als deutsche Stadt und ersetzte eine Kirche aus dem 12. Jahrhundert, die wahrscheinlich wiederholt zerstört und wieder aufgebaut wurde. Die Zeitangaben betreffen somit unterschiedliche Bauphasen: Das 12. Jahrhundert gehört zum Vorgängerbau, das 13. Jahrhundert zu den ältesten Teilen des heutigen Baus.

Die Schlosskapelle setzt einen anderen architektonischen Akzent. Sie wurde 1859 aus gelben Ziegeln in neogotischen Formen erbaut und von 1996 bis 2003 rekonstruiert. Neben der vielschichtigen Geschichte von St. Nicolai bildet die Schlosskapelle einen späteren, zeitlich klar abgegrenzten Akzent.

Nahe der Altstadt liegt ein mächtiger slawischer Burgwall. Er wurde auch in deutsch-rechtlicher Zeit genutzt und durch eine Steinburg überbaut. Bei begrenzten Ausgrabungen im Jahr 1935 wurden alte Bohlenwege und fünf übereinanderliegende Blockhäuser in Platzkontinuität erfasst – eine Abfolge am selben Ort. Damit stehen beim Burgwall neben der slawischen und späteren Nutzung auch konkrete Wege und Bauphasen im Mittelpunkt. Anders als bei den Baujahren der Kirche und der Schlosskapelle ist hier die Entwicklung eines Platzes über mehrere Nutzungsphasen hinweg wichtig.

Wasserwandern und regionaler Rahmen

Der Wasserwanderrastplatz Gützkow liegt in der Swinow und verfügt über komfortable sanitäre Anlagen. Damit ergänzt das Wasserwandern die Schwerpunkte am Kosenowsee und die historischen Bau- und Fundorte um eine eigene Planungsperspektive.

Im übergeordneten Reiseziel Vorpommern-Greifswald nehmen die drei Naturparke fast 40 Prozent der Landkreisfläche ein. Diese kreisweite Größenordnung gibt einen zusätzlichen landschaftlichen Maßstab für die Reiseplanung in der Region.

Weitere Reiseziele entdecken: Lühmannsdorf, Schmatzin, Groß Kiesow, Gribow, Wrangelsburg, Rubkow, Klein Bünzow, Groß Polzin.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Züssow.

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