Duderstadt bietet mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt mit Schwerpunkt auf Baugeschichte und Stadtspaziergängen: die Fachwerkhäuser der Altstadt, ein ehemaliges Stadttor mit Erlebnisstation, historische Räume im Rathaus und einen Nachtwächter-Rundgang. Hinzu kommen eine Fahrradrundfahrt und eine Wanderung mit jeweils eigenen Stationen. Wer eine Unterkunft in Duderstadt sucht, kann das Reiseziel danach auswählen, ob eher Architektur, erzählte Stadtgeschichte oder eine Route ins Umland im Mittelpunkt stehen soll.
Fachwerk, Kirche und verschiedene Zeitschichten
Die historische Altstadt ist durch mehr als 600 farbenfrohe Fachwerkhäuser aus verschiedenen Epochen geprägt. Das Stadtbild lässt sich daher nicht auf eine einzelne Bauzeit reduzieren. Ein besonders konkreter Blick in die Baugeschichte führt zur St. Servatiuskirche: Sie wurde etwa von 1370 bis 1520 in der Spätgotik erbaut. Die Creutzburg-Orgel kam später hinzu und wurde 1735 fertiggestellt. So stehen an der Kirche Baugeschichte und Orgelgeschichte aus unterschiedlichen Zeitabschnitten nebeneinander.
Das Südportal der St. Servatiuskirche ist in der Regel täglich von 9 bis 18 Uhr für Besucher geöffnet. Da sich Öffnungszeiten ändern können, prüfen Sie die Angaben vor Ihrem Besuch. Der Besuch lässt sich gut mit einem Gang durch die Altstadt verbinden, deren mehr als 600 Fachwerkhäuser das Stadtbild aus verschiedenen Epochen bestimmen.
Westerturm, Rathaus und erzählte Stadtgeschichte
Der Westerturm ist ein Wahrzeichen Duderstadts. Als ehemaliges Stadttor gehört er mit Warten, Wall und Mauer zum mittelalterlichen Befestigungssystem der Stadt. In seiner Erlebnisstation erfahren Besucher auf interaktive Weise mehr über die mittelalterliche Stadtverteidigung und die Duderstädter Schützengesellschaft. Der Turm verbindet damit ein Stück Stadtbefestigung mit einer konkreten Möglichkeit, sich mit seiner Geschichte auseinanderzusetzen.
Das historische Rathaus beherbergt den alten Ratsweinkeller, eine Folterkammer und weitere Ausstellungsbereiche. Einen anderen Zugang zu den historischen Sehenswürdigkeiten bietet der Nachtwächter-Rundgang: Er führt durch die von Laternenlicht erhellten Gassen der Altstadt und vermittelt Anekdoten, Geschichten und Wissenswertes. Während die Erlebnisstation im Westerturm die Stadtverteidigung und die Schützengesellschaft in den Mittelpunkt stellt, erschließt der Rundgang die Geschichte über mehrere Sehenswürdigkeiten und Erzählungen. Wenn Sie den Rundgang einplanen, prüfen Sie die aktuellen Termine.
Rad- und Wanderwege mit unterschiedlichen Stationen
Für eine Fahrradtour führt eine offizielle Rundfahrt von Duderstadt über Westerode und Mingerode zum Natur-Erlebniszentrum Gut Herbigshagen. Eine Wanderung setzt andere Schwerpunkte: Sie startet am historischen Rathaus, führt über das Grenzlandmuseum Eichsfeld und Gut Herbigshagen und endet wieder in den historischen Gassen der Duderstädter Altstadt. Die Fahrradrundfahrt hat Gut Herbigshagen als Ziel; die Wanderung nimmt zusätzlich das Grenzlandmuseum auf und führt zurück in die Altstadt. Damit unterscheiden sich die beiden Angebote nicht nur durch das Verkehrsmittel, sondern auch durch ihre genannten Stationen und den Endpunkt.
Im näheren Umfeld liegt die Sulbergwarte. Sie ist von Duderstadt aus über Feldwege erreichbar und bietet einen bemerkenswerten Rundumblick, besonders auf Duderstadt und das Eichsfeld. So lässt sich die Entscheidung zwischen Altstadtgeschichte und einem Aussichtspunkt im Umfeld an unterschiedlichen Interessen ausrichten, ohne die Sulbergwarte mit einer Sehenswürdigkeit in der Altstadt gleichzusetzen.
Anreise und ein eigener Blick auf Göttingen
Duderstadt ist über die Autobahnen A7 und A38 erreichbar. Die Angabe bietet eine Orientierung für die Anreise; sie beschreibt weder eine Fahrzeit noch eine Entfernung. Wer neben Duderstadt auch das übergeordnete Reiseziel Göttingen in den Blick nimmt, findet dort weitere, eigenständige Kultur- und Naturthemen.
Im Forum Wissen in Göttingen erhalten Besucherinnen und Besucher Einblicke in laufende Forschung und Lehre. Die Basisausstellung „Räume des Wissens“ erstreckt sich über 1.400 Quadratmeter und macht Prozesse der Wissensentstehung nachvollziehbar. Ihre zwölf Räume enthalten mehr als 1.400 Objekte aus den Sammlungen der Universität Göttingen. Das Städtische Museum Göttingen befindet sich seit 1897 im Hardenberger Hof, dem letzten erhaltenen Adelspalais in Göttingen. Bis auf Weiteres wird dort die Präsentation „Stadt. Macht. Glaube. Göttingen im 16. Jahrhundert“ gezeigt; aktuelle Ausstellungsinformationen sollten Sie vor einem Besuch prüfen. Führungen durch die Dauer- und jeweiligen Sonderausstellungen werden für Gruppen und Schulklassen angeboten. Klären Sie die Buchungsmodalitäten vorab. Eine weitere eigene Facette Göttingens ist der Alte Botanische Garten: Er wurde 1736 als „hortus medicus“, also als medizinischer Garten, gegründet. Besucher können dort historische Gewächshäuser, tropische Vegetation im Regenwaldhaus und das Alpinum erkunden.
Weitere Reiseziele entdecken: Hannoversch Münden, Hattorf Am Harz, Bovenden, Scheden, Seeburg, Friedland, Gleichen, Staufenberg.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Göttingen.