Scheden lässt sich über zwei konkrete Interessen erschließen: die Erinnerung an Johann Joachim Quantz und Wege, die durch den Ort führen. Hinzu kommt mit der Kirchenruine Wetenborn ein historischer Ort östlich von Scheden. So stehen für die Reiseplanung Kultur im Ort, Wanderbezüge und ein Ziel im näheren Umfeld nebeneinander.
Quantz und Konzertkultur in Scheden
Das Johann-Joachim-Quantz-Denkmal befindet sich in einer Denkmalnische unterhalb des Quantzplatzes an der Quantzstraße. Die Bronzeskulptur stellt Johann Joachim Quantz dar; geschaffen hat sie der Bildhauer Georg Arfmann. Eingeweiht wurde das Denkmal 1991. Für Besucherinnen und Besucher, die sich für Quantz interessieren, sind Denkmal und Ausstellung zwei unterschiedliche Berührungspunkte: eine Skulptur im Ort und eine Ausstellung in der Kirche.
Die Johann-Joachim-Quantz-Ausstellung befindet sich in der St.-Markus-Kirche; eröffnet wurde sie am 5. Juni 2004. Die Kirche wird regelmäßig vom GSO als Konzertort genutzt und dient außerdem kleineren Konzertveranstaltungen des Posaunen- und Kirchenchors. Wenn Sie einen Konzertbesuch planen, prüfen Sie den aktuellen Termin; für einen Besuch der Ausstellung klären Sie vorab die Besuchsmöglichkeiten.
Wanderwege und Kirchenruine Wetenborn
Der Europäische Fernwanderweg 6 (E6) verläuft über Tiefenbrunn, Scheden, Hann. Münden, Dahlenrode und Witzenhausen. Der Studentenpfad X13 führt über Tiefenbrunn, Scheden, Hann. Münden und Spiekershausen. Beide Ortsfolgen teilen den Verlauf bis Hann. Münden und unterscheiden sich bei den weiteren genannten Orten: Zum E6 gehören Dahlenrode und Witzenhausen, zum X13 Spiekershausen. Das ist ein konkreter Vergleichspunkt, wenn Sie die beiden Routen nach ihrem Verlauf einordnen möchten.
Östlich von Scheden liegt die Kirchenruine Wetenborn. Sie ist die ausgegrabene und restaurierte Ruine der Kirche eines mittelalterlichen Dorfes, das um 1400 aufgegeben wurde. Von Scheden aus führt der Zugang über einen befestigten Wirtschaftsweg, die Apfelbaumallee, und anschließend über einen Fußweg. Bei der Planung können Sie diesen Wechsel der Wegart berücksichtigen; prüfen Sie vor dem Besuch die aktuelle Zugänglichkeit.
Kultur und Natur in Göttingen
Im übergeordneten Reiseziel Göttingen bietet das Forum Wissen Einblicke in laufende Forschung und Lehre. Die Basisausstellung „Räume des Wissens“ erstreckt sich über 1.400 Quadratmeter und ermöglicht es, Prozesse der Wissensentstehung nachzuvollziehen. In zwölf Räumen sind mehr als 1.400 Objekte aus den Sammlungen der Universität Göttingen zu sehen. Das Städtische Museum Göttingen befindet sich seit 1897 im Hardenberger Hof, dem letzten erhaltenen Adelspalais in Göttingen. Dort wird bis auf Weiteres die Präsentation „Stadt. Macht. Glaube. Göttingen im 16. Jahrhundert“ gezeigt. Prüfen Sie vor Ihrer Planung, ob sie weiterhin läuft.
Auch Architektur lässt sich in Göttingen aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten. Das Große Haus des Deutschen Theaters verfügt im Parkett und auf drei Rängen über 488 Sitzplätze und gilt als architektonisches Juwel der Stadt. Das Alte Rathaus wurde 1270 errichtet und diente als Zentrum für Rats- und Gerichtsversammlungen sowie für den Handel. Die Aula der Georg-August-Universität ist ein zentrales Universitätsgebäude und ein Beispiel neoklassizistischer Architektur. In ihr befindet sich der Karzer, das historische Universitätsgefängnis. Auf dem Marktplatz steht die Gänseliesel, seit 1901 das Wahrzeichen Göttingens.
Für Garten- und Landschaftsthemen bietet Göttingen weitere eigene Anknüpfungspunkte. Der Alte Botanische Garten wurde 1736 als „hortus medicus“, also als medizinischer Garten, gegründet. Dort lassen sich historische Gewächshäuser, tropische Vegetation im Regenwaldhaus und das Alpinum erkunden. Im Stadtwald auf dem Hainberg sind Spaziergänge, Wanderungen und Radtouren möglich. Am Kehr leben im Wildgehege Wildschweine und Damwild; ein drei Kilometer langer Rundweg führt um das Gehege. So können Sie in Göttingen zwischen Garten, Stadtwald und Tiergehege unterschiedliche Naturangebote wählen.
Weitere Reiseziele entdecken: Hattorf Am Harz, Adelebsen, Dransfeld, Staufenberg, Gleichen, Brochthausen, Duderstadt, Ebergötzen
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