Im Forum Wissen erhalten Besucherinnen und Besucher Einblicke in laufende Forschung und Lehre. Die Basisausstellung „Räume des Wissens“ erstreckt sich über 1.400 Quadratmeter und macht Prozesse der Wissensentstehung nachvollziehbar. In zwölf Räumen finden sich mehr als 1.400 Objekte aus den Sammlungen der Universität Göttingen. Ausstellung und Forum richten den Blick damit sowohl auf wissenschaftliche Arbeit als auch darauf, wie Wissen entsteht und vermittelt wird.
Stadtgeschichte zwischen Rathaus, Aula und Theater
Das Alte Rathaus wurde 1270 errichtet und diente als Zentrum für Rats- und Gerichtsversammlungen sowie für den Handel. Seine frühere Funktion vereinte damit öffentliche Entscheidungen und wirtschaftliches Leben an einem Ort. Auf dem Marktplatz steht die Gänseliesel, seit 1901 das Wahrzeichen Göttingens. Nach ihrer Promotion besuchen Studierende die Figur im Göttinger Stadtzentrum, küssen sie und schmücken den Brunnen mit Blumen.
Auch die Aula der Georg-August-Universität gehört zur Geschichte der Stadt: Sie ist ein zentrales Universitätsgebäude und ein Beispiel neoklassizistischer Architektur. In der Aula befindet sich der Karzer, das historische Universitätsgefängnis. Der Blick auf Aula und Karzer verbindet so ein architektonisches Beispiel mit einem konkreten Teil der Universitätsgeschichte.
Eine eigene Theatergeschichte beginnt mit dem Theater am Wall: Es eröffnete am 30. September 1890 mit Friedrich Schillers „Wilhelm Tell“ als Dreispartenhaus. Seit 1950/51 trägt es den Namen Deutsches Theater Göttingen. Das Große Haus bietet im Parkett und auf drei Rängen 488 Sitzplätze und gilt als architektonisches Juwel der Stadt. Diese Angaben geben dem Theater einen Platz in Göttingens Bau- und Kulturgeschichte, ohne den Blick allein auf sein heutiges Programm zu richten.
Botanische Gärten und Wege im Grünen
Der Alte Botanische Garten Göttingen wurde 1736 als „hortus medicus“, also als medizinischer Garten, gegründet. Besucherinnen und Besucher können dort historische Gewächshäuser, tropische Vegetation im Regenwaldhaus und das Alpinum erkunden. Der Forstbotanische Garten umfasst etwa 40 Hektar und beherbergt mehr als 2.000 Gehölzarten aus verschiedenen Teilen der Welt. Die ungefähre Flächengröße und die Zahl der Arten vermitteln zwei konkrete Maßstäbe für diesen Garten.
Für Bewegung im Freien bietet der Stadtwald auf dem Hainberg Möglichkeiten zum Spazierengehen, Wandern und Radfahren. Im Wildgehege am Kehr leben Wildschweine und Damwild; ein drei Kilometer langer Rundweg führt um das Gehege. Der historische Göttinger Stadtwall ist heute durchgängig bepflanzt und bietet einen Weg, auf dem Sie die Altstadt bei einem Spaziergang umrunden können. Die etwa drei Kilometer lange Allee verbindet den Alten Botanischen Garten, den Albani-Friedhof und den Cheltenhampark. Beim Planen lohnt es sich, die unterschiedlichen Angaben auseinanderzuhalten: Die drei Kilometer beziehen sich auf die Allee, während der Rundweg eine eigene Strecke um das Wildgehege bildet.
Die Stadt zu Fuß oder mit dem Fahrrad entdecken
Wer Göttingen thematisch erkunden möchte, kann aus wöchentlich wechselnden Stadtrundgängen und City-Touren zu mehr als 40 Themen wählen. Die Touren werden zu Fuß oder mit dem Fahrrad angeboten. So reicht das Angebot von der eigenen Erkundung grüner Wege bis zu geführten Rundgängen mit wechselnden Schwerpunkten. Prüfen Sie vor der Reise den aktuellen Zeitplan und die Verfügbarkeit der Touren.
Auch im Städtischen Museum Göttingen steht die Stadtgeschichte im Mittelpunkt. Bis auf Weiteres wird dort die Präsentation „Stadt. Macht. Glaube. Göttingen im 16. Jahrhundert“ gezeigt. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch, ob die Ausstellung weiterhin läuft. Für Gruppen und Schulklassen bietet das Museum Führungen durch die Dauerausstellungen und die jeweiligen Sonderausstellungen an; klären Sie die Buchungsmodalitäten vorab.
Weitere Reiseziele entdecken: Göttingen, Staufenberg, Gieboldehausen, Fuhrbach, Duderstadt, Hannoversch Münden, Friedland, Nienhagen, Dankelshausen, Scheden, Gleichen, Adelebsen, Brochthausen, Rosdorf, Ebergötzen, Dransfeld, Walkenried, Hattorf Am Harz, Seeburg, Bovenden, Obernfeld und Bad Grund (Harz).
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