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Schloss Gieboldehausen, Kirchen mit unterschiedlichen Baugeschichten und eine saisonale Weihnachtskrippe prägen den kulturellen Schwerpunkt des Ortes. Eine Familien-Radtour setzt einen anderen Akzent und verbindet Gieboldehausen mit Zielen der Umgebung. Für die Reiseplanung können Sie so Bau- und Ortsgeschichte, ein jahreszeitlich gebundenes Erlebnis oder eine Radtour in den Mittelpunkt stellen.

Schloss und Baugeschichte

Schloss Gieboldehausen ist ein spätmittelalterliches Renaissance-Baudenkmal in Fachwerkbauweise mit Schlosspark. Hans von Minnigerode, genannt „der Römer“, errichtete es 1510 auf den Resten einer zerstörten Wasserburg. Die Jahreszahl bezeichnet den Bau des Schlosses; die Wasserburg gehört zu seiner Vorgeschichte. Das Schloss gehört dem Flecken Gieboldehausen und wird als Standesamt sowie für unterschiedliche kulturelle Zwecke genutzt. In seinem Saal finden Lesungen, Konzerte und Theateraufführungen statt. Wenn Sie eine Veranstaltung einplanen möchten, prüfen Sie deren konkreten Termin und den Zugang vorab.

Kirchen, Musik und Krippenzeit

Die Gustav-Adolf-Kirche wurde 1877 im neugotischen Stil erbaut. Dort finden Orgelkonzerte, Chorkonzerte, Konzerte der Flötengruppe und Adventssingen statt; die konkreten Termine können variieren. Die katholische Pfarrkirche Sankt Laurentius setzt einen anderen Bauakzent: Sie ist ein barocker Sandsteinbau mit erhaltenen gotischen Bauteilen. Ihr barocker Hochaltar stammt aus dem Jahr 1754. Der Überlieferung nach befand sich am Standort ursprünglich eine frühmittelalterliche Burg des Grafen Biso, die im 9. Jahrhundert zu einer Kirche umgebaut wurde.

In Sankt Laurentius ist jährlich vom 24. Dezember bis Ende Januar eine der größten und aufwendigsten Weihnachtskrippen des Eichsfelds zu sehen. Dieser feste Zeitraum macht die Krippe zu einem saisonalen Reiseanlass. Stimmen Sie Ihre Planung darauf ab und überprüfen Sie die konkreten Termine vor der Reise.

Bildwerke und Spuren der Vorgeschichte

Neben der Hahlebrücke steht ein Standbild des heiligen Johannes von Nepomuk. In der Obertorstraße befindet sich ein Bildstock aus dem Jahr 1622. Nordwestlich von Gieboldehausen liegt der Kleine Lohberg mit bronzezeitlichen Hügelgräbern, die auf eine frühere Besiedlung des Untereichsfelds hinweisen. Zusammengenommen führen diese Beispiele von religiösen Bildwerken im Ort zu Spuren einer wesentlich früheren Besiedlung im näheren Umfeld.

Mit dem Rad in die Umgebung

Die Familien-Radtour „AUGE DES EICHSFELDES“ startet im 1000-jährigen Gieboldehausen, führt zum Seeburger See sowie über den Wallfahrtsort Germershausen und das Hahletal zurück nach Gieboldehausen. Ihre benannten Stationen geben der Tour einen anderen Schwerpunkt als die einzelnen Bauwerke und Bildwerke im Ort. Bei der Wahl zwischen den Reiseanlässen liegen die Unterschiede damit klar auf der Hand: Die Krippe hat ein wiederkehrendes jahreszeitliches Zeitfenster, während die Radtour Gieboldehausen mit den genannten Zielen verbindet.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Göttingen.

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