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Ein Barockhochaltar von 1728 setzt in der St.-Blasius-Kirche einen präzisen historischen Akzent. Das Heimatmuseum Obernfeld erweitert den Blick um sakrale Themen und historische Trachten; die Trachtentanzgruppe bringt Volkstanz als weiteren Zugang zu regionaler Kultur ein. Die Obernfelder Kultur lässt sich so anhand konkreter Kunstwerke, Ausstellungsstücke und einer Tanztradition betrachten.

Kirchenkunst in der St.-Blasius-Kirche

Das Innere der St.-Blasius-Kirche ist reich ausgeschmückt. Die Ausstattung stammt überwiegend aus dem 18. Jahrhundert und umfasst Arbeiten heimischer Künstler. Ein besonders präziser Zeit- und Künstlerbezug ist der reich verzierte Barockhochaltar: Er stammt aus dem Jahr 1728 und ist ein Werk des Bildhauers Ernst Martin aus Duderstadt. Der Altar bietet einen konkreten Bezugspunkt innerhalb der umfangreichen Ausstattung, während die Arbeiten heimischer Künstler den Blick zugleich auf lokale Kunst lenken.

Sakrale Themen, Kleidung und Tanz

Das Heimatmuseum Obernfeld präsentiert seine Ausstellung auf etwa 500 m². Die kleine sakrale Abteilung veranschaulicht die Religiosität des Eichsfelds. In der Textilabteilung ist historische Kleidung ausgestellt; dort sind verschiedene Trachten zu sehen. So stehen zwei Themenfelder nebeneinander: religiöses Leben in der Region und Kleidung als Teil der Ausstellung. Die Abteilungen geben dem Heimatmuseum unterschiedliche inhaltliche Akzente.

Auch die Trachtentanzgruppe Obernfeld setzt einen anderen Akzent. Seit 1986 hat sie unter eigener Regie zahlreiche Volkstänze aus unterschiedlichen Regionen einstudiert und aufgeführt. Hier wird Tradition nicht nur anhand von Ausstellungsstücken betrachtet, sondern auch über ein einstudiertes und aufgeführtes Tanzrepertoire. Die Vielfalt der Regionen unterscheidet diese Form der Kulturpflege von den Exponaten im Heimatmuseum.

Göttingen als eigener Schwerpunkt

Im übergeordneten Reiseziel Göttingen liegt ein eigener Schwerpunkt auf Wissen und Stadtgeschichte. Das Forum Wissen gibt Einblicke in laufende Forschung und Lehre. Seine Basisausstellung „Räume des Wissens“ erstreckt sich über 1.400 Quadratmeter; zwölf Räume enthalten mehr als 1.400 Objekte aus den Sammlungen der Universität Göttingen. Besucherinnen und Besucher können dort Prozesse der Wissensentstehung nachvollziehen. Damit richtet sich der Blick sowohl auf Sammlungsobjekte als auch darauf, wie Wissen entsteht.

Für die Stadtgeschichte Göttingens ist das Alte Rathaus ein weiterer Anker: Es wurde 1270 errichtet und diente als Zentrum für Rats- und Gerichtsversammlungen sowie für den Handel. Das Gebäude verbindet damit ein hohes historisches Alter mit den früheren öffentlichen und wirtschaftlichen Funktionen, die an diesem Ort zusammenkamen.

Der Alte Botanische Garten Göttingen bietet einen anderen Schwerpunkt. Angelegt wurde er 1736 als „hortus medicus“, also als medizinischer Garten. Zu den Bereichen, die Besucherinnen und Besucher erkunden können, zählen historische Gewächshäuser, tropische Vegetation im Regenwaldhaus und das Alpinum. Im Stadtwald auf dem Hainberg sind Spaziergänge, Wanderungen und Radtouren möglich. So umfasst das Göttinger Angebot neben Kultur- und Wissenschaftsthemen auch Garten- und Landschaftserlebnisse.

Weitere Reiseziele entdecken: Staufenberg, Nienhagen, Rosdorf, Scheden, Seeburg, Hannoversch Münden, Dransfeld, Ebergötzen

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Göttingen.

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