Nohn lässt sich für einen Aufenthalt über verschiedene Schwerpunkte kennenlernen: einen signierten Rundweg mit konkreten Angaben zu Länge und Dauer, die Geschichte der Pfarrkirche St. Martinus und die ehemalige Wassermühle am Ahbach. Dazu kommt eine sanft fließende, für die Vulkaneifel charakteristische Landschaft, die zu Fuß erkundet werden kann. So können Sie bei der Planung abwägen, ob Wandern, Baugeschichte oder saisonale Naturbeobachtung im Vordergrund stehen soll.
Wandern in Nohn
Der Rundweg „Rund um den Mordhügel“ ist 13 Kilometer lang und dauert etwa 3 Stunden 20 Minuten. Start und Ziel liegen am Gemeindehaus an der Kirchstraße. Zu Beginn verläuft die Strecke am Nohner Bach; auf dem Rückweg führt sie am Ahbach entlang und an der Nohner Mühle vorbei. Ein ehemaliger Basaltsteinbruch, ein wassergefüllter Steinbruchsee und Informationstafeln zur Geschichte des Steinbruchs gehören ebenfalls zur Runde.
Auch der Nürburgblick liegt an der Strecke. Von dort bietet sich der Blick auf die Nürburg-Ruine, die etwa zwölf Kilometer entfernt ist. Die ungefähre Dauer und die Streckenlänge geben eine konkrete Orientierung für die Tagesplanung. Prüfen Sie vor dem Start die aktuellen Routenangaben. Eine weitere Rundwanderung, „Rund um Nohn: Wasser, Weiten, Weihrauch“, beginnt und endet ebenfalls am Gemeindehaus an der Kirchstraße.
An der Kirche in Nohn gilt das Parken als kostenlos; zur Nohner Mühle an der L68 gehört ein Parkplatz. Prüfen Sie vor Ihrer Tour die aktuelle Parksituation.
Mühle, Kapelle und Einkehr
Die ehemalige Wassermühle am Ahbach wird als Seminarhaus genutzt. Wenn Sie eine Nutzung anfragen möchten, klären Sie den aktuellen Betrieb vorab. Das Café Nohner Mühle ist für Waffeln, hausgemachten Kuchen und herzhafte Snacks bekannt. Da sich das Angebot ändern kann, informieren Sie sich vor einem Besuch über das aktuelle Angebot.
Zur Nohner Mühle gehört auch eine Kapelle: Sie wurde 1804 nach einer Überschwemmung erbaut und zwischen 2003 und 2006 umfassend restauriert. Die Mühle und die Kapelle verbinden damit unterschiedliche Kapitel der örtlichen Baugeschichte.
St. Martinus und Baugeschichte
Die Pfarrkirche St. Martinus wurde 1781 anstelle einer älteren Kirche errichtet. Von einem gotischen Vorgänger ist der Turm erhalten; das neoromanische Portal kam im 19. Jahrhundert hinzu. An der Kirche lassen sich so Bauphasen aus verschiedenen Jahrhunderten unterscheiden.
Auch die Ausstattung bewahrt ältere Elemente. Die barocke Kanzel stammt aus der älteren Kirche, und die Kirchenbänke tragen geschnitzte Abschlüsse aus dem 18. Jahrhundert. Die barocke Orgel entstand um 1720 als Chororgel für die Abtei St. Matthias in Trier und kam 1868 nach Nohn. Ihre Geschichte reicht damit über den Ort hinaus, während Kanzel, Bänke und Turm weitere historische Schichten der Kirche zeigen.
Landschaft und Jahreszeiten
Nohn liegt in einer sanft fließenden Landschaft, die für die Vulkaneifel charakteristisch ist. Die Umgebung kann zu Fuß erkundet werden. Von Frühjahr bis in den Herbst können über Nohn Rotmilane beobachtet werden, besonders morgens und abends. Der Kranichzug gilt rund um Nohn als herbstliches Naturthema. Für die Zeitwahl ergibt sich damit ein Unterschied: Die Rotmilan-Beobachtung erstreckt sich über einen längeren Zeitraum, während der Kranichzug zum Herbst gehört.
Der regionale Rahmen: Vulkaneifel
Im übergeordneten Reiseziel Vulkaneifel sind bisher 77 Maare nachgewiesen. Außerdem wurden dort 350 Ausbruchszentren gezählt, etwa 270 davon aus der jüngeren Phase. Diese Zahlen ordnen Nohn in den größeren geologischen Rahmen der Vulkaneifel ein.
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