Die historische Eisenbahnbrücke von Gillenfeld stammt aus dem Jahr 1908 und führt heute über die Maare-Mosel-Radroute. Radfahrende und Spaziergänger begegnen dort einem historischen Bauwerk an einer heutigen Route. Auch der Vulkanhof ist ausdrücklich in Gillenfeld verortet: Als Ziegenkäserei mit Hofladen bietet er einen anderen Einblick in den Ort als die Brücke und die Landschaftsthemen rund um die Maare.
Maare und lokale Angebote
Das Pulvermaar ist ein Maar mit steilen, trichterförmigen Wänden und gilt als Deutschlands tiefster natürlicher See. Zu den Nutzungen am Maar zählen Schwimmen, Angeln, Wandern und Bootfahren. Damit stehen unterschiedliche Aktivitäten neben dem markanten Landschaftsbild, ohne dass sie dieselbe Art von Aufenthalt voraussetzen.
Das Holzmaar ist ein geschütztes Naturgebiet. Besucher können um das Maar spazieren und dort angeln. In den Schilfbereichen lebt Vogelwelt; rund um das Wasser stehen Ruhebänke. Der Vergleich mit dem Pulvermaar zeigt zwei unterschiedliche Akzente: Dort prägen die steilen Wände das Bild, am Holzmaar kommen Schilf, Vogelwelt und Rastmöglichkeiten hinzu.
Am Vulkanhof in Gillenfeld gehören ein Hofladen und eine Ziegenkäserei zum Angebot. Buchbar sind außerdem Hofführungen, Käseschule, Ziegenwanderungen und Angebote der Bauernhofpädagogik. Wer an einem dieser Angebote teilnehmen möchte, sollte Anmeldung und Öffnungszeiten vorab prüfen; Buchungsarrangements und Zeiten können sich ändern.
Die Vulkaneifel als größerer Rahmen
Für den geologischen Zusammenhang lohnt der Blick auf die Vulkaneifel als Ganzes. In der Region sind bisher 77 Maare nachgewiesen. Außerdem wurden 350 Ausbruchszentren gezählt, davon etwa 270 aus der jüngeren Phase. Das Ulmener Maar markiert den jüngsten Vulkanausbruch der Vulkaneifel, der vor ungefähr 10.900 Jahren stattfand. Diese regionalen Eckdaten helfen, einzelne Maar- und Vulkan-Themen in einen größeren Zusammenhang einzuordnen.
Wandern und Radfahren in der Region
Die Vulkaneifel-Pfade sind markiert und ausgeschildert; sie umfassen Halbtagestouren, Tagestouren und Mehrtageswanderungen. Die elfte Etappe des Eifelsteigs führt von Daun nach Manderscheid und ist 23,4 Kilometer lang. Anders angelegt ist der Vulcano-Pfad: Er ist ein 26,2 Kilometer langer Rundweg östlich von Schalkenmehren. Die Angaben zu Etappe, Rundweg und Tourlänge bieten konkrete Vergleichspunkte für die Planung. Routenbedingungen können sich ändern; prüfen Sie diese vor einer konkreten Tour.
Museen und geologische Zeugnisse
Wer die Landschaftsthemen der Vulkaneifel vertiefen möchte, findet in der Region unterschiedliche Museumszugänge. Das Eifel-Vulkanmuseum in Daun zeigt dreidimensionale Landschaftsmodelle von Schlackenkegeln, Maaren und Mineralquellen sowie Exponate zum Westeifel-Vulkanismus. Das Vulkanhaus Strohn ist ein interaktives Museum; zu seinen geologischen Exponaten zählt eine etwa 30.000 Jahre alte, rund sechs Meter lange und vier Meter hohe Lavaspaltenwand. Das Naturkundemuseum Gerolstein gilt als größtes und ältestes Geomuseum der Eifel und zeigt auf drei Etagen steinerne Zeugnisse aus der Erdgeschichte der Region.
Auch Kulturdenkmäler gehören zum regionalen Bild: Die Burgruine Ulmen ragt über dem steilen Ufer des Ulmener Maares auf, und Teile der Oberburg sind erhalten. So lässt sich die Vulkaneifel nicht nur über ihre Maar- und Vulkanlandschaft, sondern auch über ihre historischen Bauwerke erschließen.
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