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Neun Maare, ein Rundweg am Wasser und die Geschichte der Heimweberei geben Schalkenmehren ein vielseitiges Profil. Das lokale Maargebiet umfasst wassergefüllte und trockene Maare, Feuchtgebiete sowie das Schalkenmehrener Doppelmaar. Die benachbarten Weinfelder, Gemündener und Schalkenmehrener Maare bilden den Kern dieser Landschaft. So stehen Natur, Bewegung und Ortsgeschichte als unterschiedliche Schwerpunkte für die Reiseplanung nebeneinander.

Maare und Landschaft

Das Schalkenmehrener Maar entstand durch vulkanische Aktivität vor etwa 20.000 bis 30.000 Jahren. Im ehemaligen östlichen Krater ist Flachmoorvegetation zu finden. Wer sich für die Maarlandschaft interessiert, begegnet hier also sowohl wassergefüllten Formen als auch einer früheren Kratermulde mit anderem Charakter.

Auch das Weinfelder Maar lässt sich zu Fuß erkunden: Ein Weg von knapp zwei Kilometern führt um das Maar. Seine Flora und Fauna sind geschützt. Prüfen Sie vor konkreten Aktivitäten die geltenden Schutzregeln.

Rundwege und Badeoption

Der Rundweg Schalkenmehrener Maar ist etwa drei Kilometer lang, durchgehend asphaltiert und barriere-reduziert. Er beginnt an einem barrierefreien Parkplatz bei der Tourist Information Schalkenmehren. Zum Weg gehört eine 65 Meter lange Bank mit Blick über das Maar. Der Rundweg selbst ist als barriere-reduziert ausgewiesen.

Eine Runde ab Schalkenmehren auf dem Vulcano-Pfad führt durch das Naturschutzgebiet Mürmes. Die westliche Maarroute ist der 16 Kilometer lange Schalkenmehren-Zweig des Vulcano-Pfads. Damit stehen eine etwa drei Kilometer lange Maar-Runde und eine deutlich längere Route als unterschiedliche Streckenoptionen gegenüber.

Das kommunale Natur-Maarbad ergänzt die Wege und Landschaft um eine Badeoption. Es bietet Schwimmgelegenheiten, ein Kinderbecken, Sprungbrett und Wasserrutsche sowie eine schattige Liegewiese. Umkleide- und Duschmöglichkeiten gehören ebenfalls zur Ausstattung.

Heimweberei und Weinfelder Geschichte

Das Heimweberei-Museum erzählt die Geschichte der Schalkenmehrener Heimwebereigenossenschaft und ihre soziale wie wirtschaftliche Bedeutung. Zu sehen sind Webstühle, Spinnräder, Haspeln und Handwerksarbeiten aus sechs Jahrzehnten. Die Genossenschaft wurde 1926 gegründet und stellte Maartuch-Textilien bis in die 1980er-Jahre her. Die ausgestellten Arbeitsgeräte und Stücke geben der Genossenschaftsgeschichte einen konkreten Bezug.

Die Weinfelder Kapelle war früher die Pfarrkirche von Weinfeld. Der Ort wurde nach einem Pestausbruch im 16. Jahrhundert aufgegeben. Eine Kirche in Weinfeld ist bereits 1044 erstmals erwähnt und zählt zu den ältesten Kirchen der Eifel. Die Weinfelder Geschichte lässt sich so sowohl mit der Aufgabe des Ortes als auch mit einer frühen kirchlichen Erwähnung verbinden.

Orientierung und Vulkaneifel

Buslinie 560 verbindet Daun und Bad Bertrich über Schalkenmehren. Wenn Sie mit dem Bus planen, prüfen Sie den Fahrplan vor der Fahrt, da sich Fahrplandetails ändern können.

Im größeren geologischen Rahmen der Vulkaneifel sind bisher 77 Maare nachgewiesen. Außerdem wurden dort 350 Ausbruchszentren gezählt, davon etwa 270 aus der jüngeren Phase. Das Ulmener Maar markiert den jüngsten Vulkanausbruch der Vulkaneifel; er fand vor etwa 10.900 Jahren statt. Diese regionalen Eckpunkte ordnen die örtliche Maarlandschaft in einen größeren Zusammenhang ein.

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