Zum Inhalt

In Steineberg treffen ein markanter vulkanischer Ort und eine Rundwanderung mit keltischen Spuren aufeinander. Die Vulcano-Infoplattform auf der Steineberger Ley bietet einen Panoramablick; der Keltenrundweg verbindet Natur- und Geschichtsthemen rund um Steineberg und Demerath. Hinzu kommt die katholische Filialkirche St. Franziskus als klar datierter Bau aus dem 19. Jahrhundert. Für die Reiseplanung lohnt es sich, diese örtlichen Schwerpunkte von den vielfältigen Themen im übergeordneten Reiseziel Vulkaneifel zu unterscheiden.

Basalt und Aussicht auf der Steineberger Ley

Die Vulcano-Infoplattform steht auf dem Basalt der Steineberger Ley. Die Ley ist ein Rest eines Vulkanschlots und bietet einen Panoramablick. Damit gehören geologischer Ursprung und Aussicht am selben benannten Ort zusammen: Der Basalt verweist auf die Entstehungsgeschichte, während die Plattform den Blick auf die Landschaft eröffnet. Wer sich für den vulkanischen Charakter der Gegend interessiert, findet hier einen konkreten Bezugspunkt in Steineberg.

Der Keltenrundweg: eine längere Runde mit mehreren Themen

Die HeimatSpur Keltenrundweg ist eine leichte, 15,9 Kilometer lange Rundwanderung. Sie beginnt und endet am Sportplatz in Steineberg und führt rund um Steineberg und Demerath. Für die Tour sind etwa vier Stunden angegeben. Länge und Dauer machen sie zu einem eigenen Wanderschwerpunkt; bei der Planung lässt sich neben der Einstufung als leicht auch der Zeitbedarf berücksichtigen.

Die Route führt zu zwei archäologischen Höhepunkten: zum Ringwall auf der Steineberger Ley und zu Relikten einer keltischen Siedlung. Hinzu kommen weite Ausblicke über Hunsrück und Eifel sowie das Üssbach-Tal, die Geisert-Wacholderheide und die Demerather Drees-Quelle. So vereint die Runde archäologische Spuren mit unterschiedlichen Landschaftseindrücken. Die Länge und die ungefähre Dauer geben dabei einen konkreten Maßstab für die Tour; die genannten Höhepunkte zeigen, welche Themen unterwegs zusammentreffen.

St. Franziskus und die Baugeschichte des Ortes

Die katholische Filialkirche St. Franziskus in Steineberg ist eine neugotische Hallenkirche aus den Jahren 1884 bis 1886. Das enge Bauzeitfenster gibt dem Bauwerk einen klaren historischen Bezug. Im thematischen Vergleich zur vulkanischen Landschaft und den keltischen Spuren setzt die Kirche einen eigenen Akzent: Hier steht die Architektur des späten 19. Jahrhunderts im Mittelpunkt. Damit ergänzen sich in Steineberg Natur- und Kulturthemen, ohne dass sie dieselbe Art von Entdeckung bieten.

Die Vulkaneifel als übergeordneter Rahmen

Im übergeordneten Reiseziel Vulkaneifel erweitert sich der Blick auf die vulkanische Geschichte. Dort sind bisher 77 Maare nachgewiesen und 350 Ausbruchszentren gezählt, davon etwa 270 aus einer jüngeren Phase. Die Zahlen beziehen sich auf unterschiedliche Kategorien: Maare einerseits und Ausbruchszentren andererseits. Das Ulmener Maar markiert den jüngsten Vulkanausbruch der Vulkaneifel, der vor etwa 10.900 Jahren stattfand. Diese regionalen Angaben bieten eine weitere Perspektive auf den Vulkanismus, der auch den lokalen Bezugspunkt auf der Steineberger Ley prägt.

Auch bei den Wanderungen gibt es im übergeordneten Reiseziel unterschiedliche Maßstäbe. Die Vulkaneifel-Pfade sind markiert und ausgeschildert; das Angebot umfasst Halbtagestouren, Tagestouren und Mehrtageswanderungen. Die elfte Etappe des Eifelsteigs führt von Daun nach Manderscheid und ist 23,4 Kilometer lang. Im Vergleich dazu ist der Keltenrundweg in Steineberg mit 15,9 Kilometern kürzer und als Rundweg mit Start und Ziel am dortigen Sportplatz beschrieben. Die Angaben helfen, die örtliche Tour und längere Strecken im weiteren regionalen Rahmen nach Länge und Tourenformat einzuordnen.

Für einen anderen Zugang zum Vulkanismus gibt es in der Vulkaneifel auch Museen. Das Eifel-Vulkanmuseum Daun zeigt dreidimensionale Landschaftsmodelle von Schlackenkegeln, Maaren und Mineralquellen sowie Exponate zum Westeifel-Vulkanismus. Das Vulkanhaus Strohn ist ein interaktives Museum; zu seinen geologischen Exponaten gehört eine etwa 30.000 Jahre alte Lavaspaltenwand, rund sechs Meter lang und vier Meter hoch. Die Modelle und Ausstellungsstücke bieten eine andere Form der Auseinandersetzung als Aussichtspunkt und Wanderroute in Steineberg.

Weitere Reiseziele entdecken: Strotzbüsch, Saxler, Bleckhausen, Brockscheid, Nohn, Oberstadtfeld, Demerath, Schönbach

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Daun.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.