Duppach verbindet römische Spuren mit der Geschichte der Pfarrkirche St. Hubertus. Für die Reiseplanung stehen damit zwei unterschiedliche Schwerpunkte bereit: Maare und Mineralquellen einerseits, archäologische und kirchengeschichtliche Orte andererseits. Ein Rundweg ergänzt das Naturthema um konkrete Angaben zu Distanz, Schwierigkeitsgrad und Dauer. Für die Planung eines Aufenthalts ist die Abwägung zwischen einem längeren Wandertag und kulturgeschichtlichen Stationen ein praktischer Ausgangspunkt.
Maarlandschaft und Wanderungen
Das Eichholzmaar zwischen Steffeln und Duppach ist ein kleines, deutlich kreisrundes Vulkanmaar. Im angrenzenden Talbereich befinden sich zwei Mineralquellen. Am Duppacher Drees erläutert eine Geotafel die eisen- und CO₂-reiche Beschaffenheit des Quellwassers auf Deutsch, Englisch und Niederländisch; sie zeigt außerdem das Logo des UNESCO Global Geoparks Vulkaneifel. Duppach liegt sowohl im UNESCO Geopark Vulkaneifel als auch im Naturpark Nordeifel.
Für die größere Einordnung lohnt der Blick auf die Vulkaneifel als übergeordnetes Reiseziel: Dort sind bisher 77 Maare nachgewiesen und 350 Ausbruchszentren gezählt, davon etwa 270 aus einer jüngeren Phase. Das Ulmener Maar markiert in der Vulkaneifel den jüngsten Vulkanausbruch, der vor ungefähr 10.900 Jahren stattfand.
Der Geo-Wanderweg „Vulkane, Maare und Dreese“ ist ein mittelschwerer Rundweg von 20,9 Kilometern. Die ungefähre Dauer beträgt 5 Stunden 45 Minuten. Beide Schleifen führen am Duppacher Drees vorbei, der zu den drei eisenhaltigen Mineralquellen der Route zählt. Diese Zeitangabe macht die Tour zu einem eigenen Planungspunkt; prüfen Sie vor dem Start den aktuellen Zustand des Weges. Auch der Vulkan-Pfad führt an der Römervilla Duppach-Weihermühle und am Trockenmaar Duppacher Weiher vorbei. Für eine vollständige Etappe des Vulkan-Pfads sollten Sie vorher die Streckendetails prüfen. Die beiden Wege liefern unterschiedliche Planungsansätze: Beim Geo-Wanderweg lassen sich Länge und Dauer einordnen, beim Vulkan-Pfad markieren Römervilla und Trockenmaar die Duppacher Bezugspunkte.
Römische Spuren und Pfarrgeschichte
In Duppach-Weiermühle liegen römische archäologische Überreste: eine Nekropole sowie Wohn- und Wirtschaftsgebäude entlang der Trier-Kölner Römerstraße.
Die katholische Pfarrkirche St. Hubertus führt in eine andere historische Ebene. Die Pfarrei ist erstmals 846 erwähnt, während die heutige Kirche von 1923 bis 1927 errichtet wurde. Der Chor des älteren Kirchenbaus wird weiterhin als Friedhofskapelle genutzt. 1751 erhielt die Kirche eine Reliquie des heiligen Hubertus, gestiftet vom Kölner Dompropst Graf Johann Karl Erb-Truchseß von Waldburg-Zeil.
Schmiedekunst und Anreise
Bei der Erlebnisschmiede Knauf können Sie einem Schmied an einer offenen Esse bei der Arbeit zusehen. Für die Busplanung ist die Linie 542 relevant: Sie fährt vom Bahnhof Lissendorf zur Kirche in Steffeln. Prüfen Sie vor der Reise den aktuellen Fahrplan. Am Gemeindehaus Duppach, Hauptstraße 36, ist kostenfreies Parken ausgewiesen. Die Busverbindung führt nach Steffeln, während der Parkplatz in Duppach liegt.
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