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Am Siedlungsrand von Kalenborn-Scheuern steigt der alte Vulkansporn Rossbüsch direkt auf 539 Meter an. Im Umfeld eines erloschenen Vulkans liegt ein prähistorischer Mühlstein- und Mühlradsteinbruch. Dazu kommen ein ausgedehntes Wanderwegenetz und zwei geschützte Kapellen. Landschaft, Wandern und Ortsgeschichte setzen damit die lokalen Schwerpunkte für die Wahl eines Reiseziels.

Vulkanische Spuren und Ortsgeschichte

Rossbüsch ist ein alter Vulkansporn; sein Anstieg beginnt unmittelbar am Siedlungsrand. Der prähistorische Mühlstein- und Mühlradsteinbruch ergänzt diese Geländeform um einen Hinweis auf den Abbau von Steinen für Mühlsteine und Mühlräder. Beide Themen setzen unterschiedliche Akzente: Der Sporn steht für die vulkanische Landschaft, der Steinbruch für ihre frühere Nutzung. Auch zwei geschützte Kapellen gehören zum historischen Charakter Kalenborn-Scheuerns. So kommt zum landschaftlichen Thema ein baulicher Akzent hinzu.

Wandern durch Höhen und Wälder

Die Gemeinde wirbt mit einem ausgedehnten Wanderwegenetz durch umliegende Höhen und Wälder, von dem sich Blicke über die Eifellandschaft eröffnen. Für Reisende, die gern draußen unterwegs sind, ist Wandern damit ein eigener Schwerpunkt des Ortsprofils. Dabei unterscheidet sich das weite Landschaftsthema der Wege vom konkreten historischen Bezug des Steinbruchs: Das eine richtet den Blick auf Höhen und Wälder, das andere auf einen bestimmten Ort des Abbaus.

Vulkaneifel als übergeordnetes Reiseziel

Auch jenseits der lokalen Merkmale bietet die Vulkaneifel geologische Bezugspunkte in regionalem Maßstab. In der Vulkaneifel sind bislang 77 Maare nachgewiesen; zudem wurden 350 Ausbruchszentren gezählt, etwa 270 davon aus einer jüngeren Phase. Das Ulmener Maar markiert den jüngsten Vulkanausbruch der Vulkaneifel, der vor etwa 10.900 Jahren stattfand. Maare, Ausbruchszentren und der zeitlich eingeordnete Ausbruch stehen dabei für unterschiedliche geologische Bezugspunkte.

Wander- und Radwege in der Vulkaneifel

Die Vulkaneifel-Pfade führen zu landschaftlich reizvollen Höhepunkten beiderseits des Eifelsteigs. Sie sind markiert und ausgeschildert und umfassen Halbtagestouren, Tagestouren sowie Mehrtageswanderungen. Konkrete Beispiele unterscheiden sich nach Streckenform und Verlauf: Der 26,2 Kilometer lange Vulcano-Pfad ist ein Rundweg östlich von Schalkenmehren; die elfte Etappe des Eifelsteigs führt von Daun nach Manderscheid und ist 23,4 Kilometer lang. Wegbedingungen können sich ändern; prüfen Sie diese vor der Tour.

Für Mountainbike-Touren verfügt der Trailpark Vulkaneifel über ein etwa 750 Kilometer langes Wegenetz mit mehr als 17.500 Höhenmetern. Das ist eine andere Größenordnung und Aktivität als die genannten Wanderwege. Auch hier können sich Wegbedingungen ändern; eine Prüfung vor der Tour hilft bei der Planung.

Museen und weitere Orte in der Vulkaneifel

Das Eifel-Vulkanmuseum Daun zeigt dreidimensionale Landschaftsmodelle von Schlackenkegeln, Maaren und Mineralquellen sowie Exponate zum Westeifel-Vulkanismus. Das Vulkanhaus Strohn ist ein interaktives Museum mit einer etwa 30.000 Jahre alten Lavaspaltenwand, die rund sechs Meter lang und vier Meter hoch ist. Im Naturkundemuseum Gerolstein, das als größtes und ältestes Geomuseum der Eifel beschrieben wird, sind auf drei Etagen steinerne Zeugnisse aus der Erdgeschichte der Region zu sehen.

Auch Burgen und Seen prägen die Themenauswahl der Vulkaneifel. Die Burgruine Ulmen ragt über dem steilen Ufer des Ulmener Maares auf; Teile der Oberburg sind erhalten. Die beiden Manderscheider Burgen sind durch das enge Tal der Lieser voneinander getrennt und bilden ein Zusammenspiel von Natur und Kultur. Der Windsborn Kratersee bei Bettenfeld ist der einzige natürliche Kratersee nördlich der Alpen. Das Gemündener Maar hat eine Wasserfläche von etwa sieben Hektar und ist das kleinste der drei berühmten Eifel-Augen.

An der Strohner Lavabombe können Besucher vor Ort ihre Entstehung erkunden und die Wirkung des Vulkanismus in der Eifel erleben. Die Zugangsbedingungen vor Ort können variieren.

Weitere Reiseziele entdecken: Oos, Birresborn, Pelm, Berlingen, Hinterhausen, Gees, Duppach, Hohenfels-Essingen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Gerolstein.

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