Der Eifel-Blick Schöne Aussicht gibt einer Reise nach Salm einen konkreten Landschaftsbezug: Der Aussichtspunkt liegt auf 614 Metern über dem Meeresspiegel. Von dort reicht der Blick nach Südsüdosten zum Vulkankomplex Mosenberg nahe Bettenfeld und zu den Höhen des Hunsrücks. So stehen zwei unterschiedliche Blickziele nebeneinander – ein Vulkankomplex und die Höhen des Hunsrücks.
Aussicht, Fluss und ein naher Geysir
Die Schöne Aussicht ist mit der nahegelegenen Quelle des Flusses Salm verbunden. Der Fluss verläuft durch das Gebiet und mündet bei Klüsserath in die Mosel. Aussichtspunkt und Fluss bieten damit verschiedene geografische Bezüge: Von der Höhe geht der Blick nach Südsüdosten, während der Flusslauf durch das Gebiet bis zur Mosel führt.
Ein weiteres Naturthema ist der Wallende Born in der benachbarten Siedlung gleichen Namens. Er gilt als einziger Kaltwassergeysir der Vulkaneifel und ist von der Schönen Aussicht aus ein nahegelegenes Besuchsziel. Hier ergänzen sich zwei unterschiedliche Perspektiven auf die Landschaft: der weite Blick vom Aussichtspunkt und ein einzelnes vulkanisches Phänomen.
Vulkaneifel: Geologie und Landschaft im größeren Zusammenhang
Im übergeordneten Reiseziel Vulkaneifel sind bisher 77 Maare nachgewiesen. Außerdem wurden 350 Ausbruchszentren gezählt, davon etwa 270 aus der jüngeren Phase. Das Ulmener Maar markiert den jüngsten Vulkanausbruch der Vulkaneifel, der vor etwa 10.900 Jahren stattfand. Auch der Windsborn Kratersee bei Bettenfeld gehört zu den markanten regionalen Landschaftsbezügen: Er ist der einzige natürliche Kratersee nördlich der Alpen. Das Gemündener Maar hat eine Wasserfläche von etwa sieben Hektar und ist das kleinste der drei berühmten Eifel-Augen.
Wanderungen und Mountainbike-Routen
Die Vulkaneifel-Pfade führen zu landschaftlich reizvollen Höhepunkten beiderseits des Eifelsteigs. Sie sind markiert und ausgeschildert; zur Auswahl stehen Halbtagestouren, Tagestouren und Mehrtageswanderungen. Zwei konkrete Routen zeigen unterschiedliche Formen und Längen: Der Vulcano-Pfad ist ein 26,2 Kilometer langer Rundweg östlich von Schalkenmehren. Die elfte Etappe des Eifelsteigs führt von Daun nach Manderscheid und ist 23,4 Kilometer lang. Beim Vergleich zählen daher neben den Kilometern auch der Rundweg und die beiden Endpunkte der Etappe. Für Mountainbiker gibt es im übergeordneten Reiseziel Vulkaneifel den Trailpark mit einem etwa 750 Kilometer langen Wegenetz und mehr als 17.500 Höhenmetern. Da sich Routenbedingungen ändern können, empfiehlt es sich, den aktuellen Wegzustand vor einer Tour zu prüfen.
Museen und Bauwerke der Vulkaneifel
Wer die Erdgeschichte und den Vulkanismus vertiefen möchte, findet im Eifel-Vulkanmuseum Daun dreidimensionale Landschaftsmodelle von Schlackenkegeln, Maaren und Mineralquellen sowie Exponate zum Westeifel-Vulkanismus. Das Vulkanhaus Strohn ist ein interaktives Museum. Zu seinen geologischen Themen gehört eine etwa 30.000 Jahre alte Lavaspaltenwand, rund sechs Meter lang und vier Meter hoch. Das Naturkundemuseum Gerolstein gilt als größtes und ältestes Geomuseum der Eifel. Auf drei Etagen zeigt es steinerne Zeugnisse aus der Erdgeschichte der Region.
Auch historische Bauwerke stehen im regionalen Zusammenhang mit der Landschaft: Die Burgruine Ulmen ragt über dem steilen Ufer des Ulmener Maares auf; Teile der Oberburg sind erhalten. Die beiden Manderscheider Burgen werden durch das enge Tal der Lieser voneinander getrennt und verbinden in ihrer Lage Natur- und Kulturthemen. An der Strohner Lavabombe können Besucher vor Ort ihre Entstehung erkunden und die Wirkung des Vulkanismus in der Eifel erleben; die lokalen Zugangsbedingungen können variieren.
Weitere Reiseziele entdecken: Densborn, Hohenfels-Essingen, Duppach, Kalenborn-Scheuern, Oos, Pelm, Rockeskyll, Hinterhausen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Gerolstein.