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Zermüllen verbindet eine Geschichtsstraße, einen weiterhin genutzten Pilgerweg und Zeugnisse seiner Orts- und Kulturlandschaft. So lässt sich ein Aufenthalt nach Wandern, religiöser Überlieferung, Dorfgeschichte oder Natur ausrichten. Die Wegangaben bieten konkrete Anhaltspunkte; Kapelle, Brunnen und Heide eröffnen weitere Perspektiven auf den Ort.

Rundwanderung und Pilgerweg

Der Rundwanderweg „Sagenhafter Schwarzenberg“ ist ein Abschnitt der Geschichtsstraße. Er ist 5 km lang, hat sechs Stationen und führt durch Kelberg sowie den Kelberger Ortsteil Zermüllen. Als Rundwanderung bringt er eine klar umrissene Form mit; Länge und Stationszahl geben Ihnen konkrete Eckpunkte für die Auswahl eines Wanderschwerpunkts.

Der örtliche Pilgerweg führt von Zermüllen zur Wallfahrtskapelle der Schmerzhaften Mutter Gottes auf dem Schwarzenberg. Er wird noch heute als Pilgerweg genutzt und ist zugleich der Bittweg. Hier stehen Wallfahrtsziel und religiöse Wegfunktion im Mittelpunkt. Im Vergleich dazu lässt sich der „Sagenhafte Schwarzenberg“ über Rundformat, Länge und Stationen einordnen: Die beiden Wegthemen setzen unterschiedliche Akzente für Ihre Reiseplanung.

Kapelle und Dorfgeschichte

Die heutige St.-Donatus-Kapelle wurde von 1953 bis 1955 an der Einmündung der Schützenstraße in die Hauptstraße errichtet. Zur älteren Kapellengeschichte gehört ein 1718 erbautes, dem heiligen Donatus geweihtes Gebäude, das 1939 wegen Baufälligkeit abgerissen wurde. Die Daten reichen damit von einer Kapelle des frühen 18. Jahrhunderts bis zur Errichtung des heutigen Baus. An der katholischen Kapelle St. Donatus erinnert ein Kriegerdenkmal an die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs. Neben der Baugeschichte tritt so auch das Gedenken an beide Kriege hervor.

Weitere historische Spuren finden sich im Dorf- und Kulturlandschaftsbild. Der Dorfbrunnen von Zermüllen zählt zu den wenigen noch erhaltenen Dorfbrunnen in der Eifel. Deutlich erkennbare Ackerterrassen liegen im Flur 5 „Luxsuhr“ der Gemarkung Zermüllen; sie stammen sehr wahrscheinlich aus dem 13. bis 15. Jahrhundert. Brunnen und Terrassen stehen für unterschiedliche Zeugnisse der Ortslandschaft: ein erhaltenes Dorfobjekt und eine ältere, landwirtschaftlich geformte Fläche. Auch von der Kelberger Mühle ist ein Teil als Wohnhaus erhalten; dieser bauliche Rest ergänzt Brunnen und Ackerterrassen um ein weiteres Zeugnis der Ortsgeschichte.

Wacholderheide Heidekopf

Die Wacholderheide „Heidekopf“ liegt am Müllenberg bei Kelberg-Zermüllen. Seit 1940 ist sie als Naturdenkmal ausgewiesen und steht unter besonderem Schutz. Sie ist ein wertvoller Rückzugsraum für spezialisierte Pflanzen- und Tierarten. Ein Teil der Heide wurde 2008, 2012 und im November 2020 von Gehölzaufwuchs freigestellt. Der Schutzstatus und diese datierten Freistellungen geben unterschiedliche zeitliche Perspektiven auf das Gebiet: seine Ausweisung als Naturdenkmal und konkrete Maßnahmen an Teilbereichen.

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