Berenbach verbindet ein kompaktes Ortsbild mit dem Spaziergangsziel Kastelberg und Wegen am Ueßbach. Kirchen und Kapelle setzen einen kulturhistorischen Akzent; Kastelberg und die Wege am Ueßbach bieten unterschiedliche Möglichkeiten, den Ort zu erkunden.
Kastelberg: Landschaft und Geschichte
Der Kastelberg liegt auf der Grenze zwischen Horperath und Berenbach und erhebt sich etwa 100 Meter über beide Dörfer. Von Berenbach und Horperath aus ist er ein Ziel für einen kurzen Spaziergang.
Geologisch gilt Kastelberg als tertiärer Vulkanhügel, der aus Basaltlava entstand. Erosion formte dort einen Blockschutthang und einen Blockschuttwald. Auf dem Berg sind außerdem Reste einer ringförmigen Steinbefestigung erhalten. Kastelberg gilt als vor der Römerzeit befestigt; eine keltische und eine spätere römische Nutzung sind möglich.
Ortsbild und Kirchen
Berenbach hat die Siedlungsform eines Haufendorfs, also eines Dorfes mit gruppierter Bebauung. Die katholische Kirche an der Adresse Bergfrieden 16 wurde 1933/40 als Basalthallenkirche erbaut. Die Kirchen von 1774 und 1933 stehen unter dem Patronat der heiligen Brigitta. Die Sankt-Brigida-Kapelle entstand 1940 anstelle eines früheren Gebäudes. Am östlichen Ortsausgang sind zwei Fußfälle erhalten.
Am Ueßbach unterwegs
Entlang der Naturlandschaft am Ueßbach können Sie Berenbach auf Wander- und Radwegen erkunden. Prüfen Sie vor der Reise die Verfügbarkeit der Routen. Die Furthermühle liegt südlich von Berenbach am Ueßbach. Sie erscheint historisch, ist jedoch umfangreich eingezäunt. Berücksichtigen Sie diese Einfriedung bei Ihrer Planung und setzen Sie einen Besuch nicht als selbstverständlich zugänglich voraus.
Über Berenbach hinaus: die Vulkaneifel
Berenbach wird dem Ferienland am Hochkelberg zugeordnet, liegt am Rand des Oberen Elztals und innerhalb der von Vulkanen und Maaren geprägten Vulkaneifel. Für die Vulkaneifel insgesamt sind bisher 77 Maare nachgewiesen; außerdem wurden dort 350 Ausbruchszentren gezählt, etwa 270 davon aus der jüngeren Phase. Das Ulmener Maar markiert den jüngsten Vulkanausbruch der Vulkaneifel, der vor etwa 10.900 Jahren stattfand. Ein anderer Zugang zum Vulkanismus der Vulkaneifel ist das Eifel-Vulkanmuseum Daun: Es zeigt dreidimensionale Landschaftsmodelle von Schlackenkegeln, Maaren und Mineralquellen sowie Exponate zum Westeifel-Vulkanismus. Das interaktive Vulkanhaus Strohn in der Vulkaneifel präsentiert dagegen eine etwa 30.000 Jahre alte, rund sechs Meter lange und vier Meter hohe Lavaspaltenwand.
Wenn Sie über den kurzen Spaziergang am Kastelberg hinaus wandern möchten, bieten die Vulkaneifel-Pfade unterschiedliche Zeitformate: Halbtagestouren, Tagestouren und Mehrtageswanderungen. Die Wege führen zu landschaftlichen Höhepunkten rechts und links des Eifelsteigs und sind markiert und ausgeschildert. So lässt sich der Spaziergang vor Ort von einer längeren Wanderplanung in der Vulkaneifel unterscheiden.
Weitere Reiseziele entdecken: Mosbruch, Mannebach, Zermüllen, Sassen, Retterath, Gunderath, Oberelz, Katzwinkel.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kelberg.