Mehrere Reisethemen prägen Sassen: ein Aussichtsturm mit Kletterelementen, die Geschichte der St.-Antonius-Kapelle und Themenwege zwischen Sassen und den Nachbarorten. So können Sie den Ort über Landschaft, Siedlungsbild oder erzählte Ortsgeschichte kennenlernen.
Aussicht und Kletterelemente am Eifel-Guck
Der Eifel-Guck-Beobachtungsturm bietet einen 360-Grad-Blick über die Vulkaneifel und in Richtung Hochkelberg. Am oder neben dem Turm befinden sich Kletterelemente, ein Kletterschiff, Hängebrücken und Niedrigseilelemente. Außerdem führt ein Weg in Richtung Holzberg-Baumhaus. Panoramablick und bewegungsorientierte Elemente bilden hier unterschiedliche Schwerpunkte. Prüfen Sie vor der Anreise die örtlichen Zugangsmöglichkeiten.
Themenwege zwischen Sassen und den Nachbarorten
Der Erlebnisrundweg „Spuren der Kamillen-Traud“ verläuft zwischen den benachbarten Dörfern Kolverath und Sassen sowie deren Gemarkungen. Sieben analoge Stationen präsentieren Trauds Lebensgeschichte. Die Route gehört zu den thematischen Rundwanderungen der Geschichtsstraße. Wegverlauf und Stationen verbinden damit den Bezug zu beiden Dörfern mit einer Erzählung, die sich über mehrere Stationen entfaltet.
Auch „Grenze, Galgen und Geschichte“ führt Sassen als Routenort; in Sassen treffen diese Route und „Geheimnis Natur und Leben“ aufeinander. Der Alte Steinbruch gehört zu den Erkundungspunkten im weiteren Routenraum. Auf dem Weg von Sassen in Richtung Gunderath sind Obstwiesen ebenfalls ein Erkundungspunkt; ihr Erscheinungsbild kann je nach Jahreszeit variieren. Da sich Wegverhältnisse ändern können, prüfen Sie diese vor einer Tour.
Kapelle und Siedlungsbild
Die St.-Antonius-Kapelle stammt aus dem Jahr 1750 und wird weiterhin als Filialkapelle der Pfarrei Uess genutzt. Besuchsmöglichkeiten können variieren. Sassen hat einen erkennbaren Straßendorf-Charakter; zugleich besteht rund um die Kapelle eine gruppenartige Siedlungsstruktur. Das Baualter und die weiterhin genutzte Kapelle ergänzen so den Blick auf die Form des Dorfes um seine religiöse Geschichte.
Vulkaneifel als übergeordneter Rahmen
Über Sassen hinaus bietet die Vulkaneifel einen regionalen Blick auf die vulkanische Landschaft. In der Vulkaneifel sind bisher 77 Maare nachgewiesen. Außerdem wurden 350 Ausbruchszentren gezählt, davon etwa 270 aus der jüngeren Phase. Das Ulmener Maar markiert den jüngsten Vulkanausbruch der Vulkaneifel, der vor etwa 10.900 Jahren stattfand. Maare, Ausbruchszentren und dieser zeitliche Bezug eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf die regionale Geologie.
Das Eifel-Vulkanmuseum Daun zeigt dreidimensionale Landschaftsmodelle von Schlackenkegeln, Maaren und Mineralquellen sowie Exponate zum Westeifel-Vulkanismus. Das Vulkanhaus Strohn ist ein interaktives Museum; zu seinen geologischen Exponaten zählt eine etwa 30.000 Jahre alte Lavaspaltenwand, rund sechs Meter lang und vier Meter hoch. Das Naturkundemuseum Gerolstein gilt als größtes und ältestes Geomuseum der Eifel. Auf drei Etagen zeigt es steinerne Zeugnisse aus der Erdgeschichte der Region. Die Ausstellungen setzen unterschiedliche Akzente: von Landschaftsmodellen über eine großformatige Lavaformation bis zu steinernen Zeugnissen der Erdgeschichte.
Auch die Wanderangebote der Vulkaneifel unterscheiden sich nach Umfang und Form. Die Vulkaneifel-Pfade führen zu landschaftlich reizvollen Höhepunkten beiderseits des Eifelsteigs; sie sind markiert und ausgeschildert und bieten Halbtagestouren, Tagestouren und Mehrtageswanderungen. Die elfte Etappe des Eifelsteigs führt von Daun nach Manderscheid und ist 23,4 Kilometer lang. Der Vulcano-Pfad ist ein 26,2 Kilometer langer Rundweg östlich von Schalkenmehren. Damit stehen unterschiedliche Streckenformen gegenüber: eine Etappe zwischen zwei Orten und ein Rundweg mit angegebener Gesamtlänge.
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