Zwischen Gewächshäusern, Kunstsammlung, Erinnerungsorten und Fördepromenade zeigt sich Kiel in mehreren Facetten: von Pflanzen aus unterschiedlichen Klimazonen bis zur maritimen Geschichte der Stadt. Richten Sie Ihre Entdeckungen danach aus, ob Natur, Kunst, historische Erinnerung oder das Erleben am Wasser für Sie im Vordergrund steht.
Ein Garten für verschiedene Klimazonen
Der Botanische Garten Kiel blickt auf eine 350-jährige Geschichte zurück. In den Schaugewächshäusern werden Lebensräume aus aller Welt modellhaft dargestellt, jeweils mit typischen Pflanzenarten. So begegnen Sie dort nicht nur einer Vielfalt von Gewächsen: Die Besonderheiten der jeweiligen Klimazonen werden für Besucherinnen und Besucher unmittelbar erlebbar.
Auch die Besuchsbedingungen sind praktisch zu wissen: Der Botanische Garten ist an 365 Tagen im Jahr geöffnet; der Eintritt ist kostenlos, außer bei einigen Sonderveranstaltungen. Da sich Öffnungsregelungen ändern können, prüfen Sie vor Ihrem Besuch die aktuellen Hinweise der Universität.
Kunst und Stadtgeschichte an unterschiedlichen Orten
Im Stadtmuseum Warleberger Hof wird die Geschichte auch am Gebäude selbst greifbar. Das Museum ist in einem der ältesten Gebäude Kiels untergebracht: einem ehemaligen Adelshof aus dem Jahr 1616. Der historische Bau gibt dem Museumsbesuch einen konkreten Rahmen für die Auseinandersetzung mit der Stadt.
Ein anderer Schwerpunkt erwartet Sie im Flandernbunker. Dort werden Ausstellungen, Führungen und Veranstaltungen angeboten, die Kiels Funktion als Militärstandort in Vergangenheit und Gegenwart thematisieren. Der Ort erinnert an die alliierten Luftangriffe auf Kiel und an die Zwangsarbeit, die beim Bau des Bunkers eingesetzt wurde. So stehen neben der militärischen Rolle auch die Erfahrungen und Folgen des Krieges im Mittelpunkt.
Die Kunsthalle zu Kiel liegt erhöht oberhalb der Kieler Förde am Schlossgarten. Ihre Sammlung setzt Schwerpunkte bei der Kunst des 19. Jahrhunderts, beim Expressionismus und bei internationaler Gegenwartskunst. Außenskulpturen, darunter Werke von Per Kirkeby, erweitern die Ausstellungsfläche bis in den Schlosspark. Damit reicht die Kunsthalle über ihre Sammlung hinaus in den Außenraum.
Maritime Geschichte steht in der historischen Fischhalle im Mittelpunkt. Sie ist seit 1972 denkmalgeschützt und in die Liste der Kulturdenkmale der Stadt eingetragen. Das 1978 gegründete Schifffahrtsmuseum Fischhalle wurde 2014 aufwendig saniert. Es gibt einen umfassenden Einblick in Kiels maritime Geschichte, mit einem Schwerpunkt auf dem 19. und 20. Jahrhundert. Im Vergleich zu den Kunstthemen der Kunsthalle richtet sich der Blick hier ausdrücklich auf die Entwicklung der Stadt als maritimer Ort.
Wasser erleben: Kiellinie und Falckensteiner Strand
Die Kiellinie führt direkt am Wasser entlang, vom Ostseekai bis zum Marinestützpunkt in der Wik. Die Promenade ist ein beliebter Ort zum Spazieren, Radfahren und Entspannen. Ihr Verlauf gibt dem Wasser eine klare Rolle in der Orientierung: Es begleitet die Strecke von einem genannten Endpunkt bis zum anderen.
Am Falckensteiner Strand verändert sich der Blick vom Uferweg zur Küste. Er ist Kiels längster Strand und bietet feinen Sand sowie Ausblicke auf Kreuzfahrtschiffe und Fähren, die nahezu zum Greifen nah vorbeifahren. Während die Kiellinie mit Spazieren, Radfahren und Entspannen verbunden ist, prägen am Strand Sand und die vorbeiziehenden Schiffe das Bild. Beide Orte setzen so unterschiedliche Akzente für die Erkundung von Kiels Wasserlandschaft.
Auch die kulturellen Entdeckungen unterscheiden sich deutlich voneinander: Warleberger Hof und Fischhalle geben historischen Gebäuden und der Stadtgeschichte Raum, der Flandernbunker widmet sich Erinnerung und Militärgeschichte, die Kunsthalle verschiedenen Epochen der Kunst. Zusammen mit Garten, Promenade und Strand ergibt sich eine Auswahl, in der Sie Natur, Kultur und Wasser nach Ihren eigenen Interessen gewichten können.
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