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Bornhagen vereint drei unterschiedliche Interessen: die Geschichte der Burgruine Hanstein, die Wursttradition des Klausenhofes und den Rundweg Hanstein-Teufelskanzel. Überlegen Sie, ob historische Orte, Eichsfelder Esskultur oder Bewegung auf einem markierten Weg den Schwerpunkt Ihrer Reise bilden sollen. Diese Themen können Sie bei der Planung nebeneinander gewichten, ohne daraus einen festen Ablauf machen zu müssen.

Hanstein: historische Erwähnung und Zweiburgenblick

Eine Burg an der Stelle der heutigen Burgruine Hanstein wurde 1070 erstmals schriftlich im Zusammenhang mit ihrer Zerstörung erwähnt. Das Datum bezeichnet eine frühe schriftliche Erwähnung, nicht ein überliefertes Baujahr. Die Burgruine Hanstein und die hessische Jugendburg Ludwigstein bilden gemeinsam den Zweiburgenblick, der symbolisch für die Teilung und Wiedervereinigung Deutschlands steht. Damit stehen der historische Bezug zum Burgstandort und die symbolische Deutung beider Burgen für zwei unterschiedliche Zugänge zur Geschichte.

Der Rundweg am Burgberg

Der TOP-Wanderweg Hanstein-Teufelskanzel umrundet den Burgberg am Hanstein auf einem naturbelassenen Wiesenweg und führt anschließend über den ehemaligen Dienstweg der Grenztruppen. Der Rundweg beginnt am Alten Wirtshaus „Klausenhof“ in Bornhagen. Die Abfolge hält zwei Aspekte auseinander: Der Wiesenweg beschreibt den ersten Abschnitt, der anschließende Dienstweg verweist auf seine frühere Nutzung durch Grenztruppen. Ein weißes T auf grünem Grund markiert den Weg durchgehend; Informationstafeln erläutern seinen Verlauf. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Wegbedingungen.

Wurstkultur im Klausenhof

Im Wurst- & Hausschlachtemuseum des Klausenhofes veranschaulichen Schlachtgeräte, Bilder und Ausstellungsstücke aus über drei Jahrhunderten die Wurstherstellung. Fachkundige Führungen behandeln Feldgieker, Schlachtung und altes Brauchtum. Der Themenbogen reicht damit vom Produkt und seiner Herstellung bis zu den Bräuchen, die mit dem Schlachten verbunden sind.

Im Klausenhof können Sie verschiedene hausgeschlachtete Wurstsorten probieren, darunter Eichsfelder Feldgieker und frisches Gehacktes. Stimmen Sie die Arrangements dafür vorab mit dem Betreiber ab. Museum und Kostprobe setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Im Museum stehen Herstellung und Brauchtum im Mittelpunkt, bei der Verkostung die genannten Sorten.

Eichsfeld im größeren Maßstab

Im übergeordneten Reiseziel Eichsfeld weitet sich der Blick auf Burgen, geschichtsträchtige Städte, weite Felder, Naturdenkmäler sowie Rad- und Wanderwege. Die Eichsfeld-Städte Dingelstädt, Duderstadt, Heilbad Heiligenstadt und Leinefelde-Worbis bieten historisches Fachwerk und architektonische Besonderheiten. Auch die regionale Esskultur hat einen eigenen Schwerpunkt: Luftgetrocknete Wurst gilt als Spezialität des Eichsfelds und ist über die Grenzen der Region hinaus bekannt.

Ein weiterer historischer Bezugspunkt im Eichsfeld ist Burg Bodenstein. Sie wurde 1098 erstmals urkundlich erwähnt und steht auf einem Bergvorsprung des Ohmgebirges. Im Vergleich dazu bezieht sich Hansteins Erwähnung von 1070 auf eine Burg an der Stelle der heutigen Ruine und steht im Zusammenhang mit ihrer Zerstörung. Die beiden Daten gehören zu unterschiedlichen Burgen und halten zwei verschiedene historische Aussagen fest.

Weitere Reiseziele entdecken: Bodenrode-Westhausen, Am Ohmberg, Volkerode, Asbach-Sickenberg, Lindewerra, Küllstedt, Heilbad Heiligenstadt, Buhla.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Eichsfeld.

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