In Kerbors führt die Boucle du Jaudy über kleine Feldwege und entlang der Ufer des Jaudy-Ästuars. Die Wanderroute verbindet Blicke auf das Wasser mit Kapellen, historischen Gebäuden und Spuren älterer Zeiten. Ihr Startpunkt ist der Parkplatz an der Place du 19 mars 1962. Da sich die Parksituation ändern kann, empfiehlt es sich, die Parkmöglichkeiten vor der Anfahrt zu prüfen. Die Routenhinweise empfehlen, auf markierten Wegen zu bleiben.
Für die Streckenplanung ist eine Variante besonders konkret beschrieben: Sie ist 7 Kilometer lang und führt über die ehemalige Chapelle Saint-Aubin. Unterwegs begegnen Ihnen sowohl offene Ausblicke am Ästuar als auch einzelne Bau- und Kulturdenkmale.
Ausblicke am Jaudy und Rastplätze am Weg
Die Kapelle Saint-Votrom liegt an der Boucle du Jaudy. Von dort bietet sich ein schöner Blick auf das Jaudy-Ästuar; außerdem gibt es an der Kapelle einen Picknickbereich. Der Strand Île à Poule ist nur wenige Dutzend Meter von der Route entfernt. Von dort reicht der Blick auf die Mündung des Jaudy. Toiletten und ein Picknicktisch stehen am Strand zur Verfügung. Damit finden sich entlang der beschriebenen Strecke unterschiedliche Rastpunkte: einer bei einer Kapelle, ein weiterer am Strand.
Auf Höhe von Bilvero eröffnet die Route Ausblicke entlang des Jaudy bis nach Tréguier. Zusammen mit dem Blick von der Kapelle Saint-Votrom und der Aussicht an der Mündung ergibt sich ein abwechslungsreicher Blick auf verschiedene Abschnitte des Ästuars. Wer Kerbors wegen der Landschaft erkundet, kann diese Aussichtspunkte mit den historischen Stationen der Boucle verbinden, statt die Wanderung nur als Wegstrecke zu betrachten.
Kirche und Baugeschichte in Kerbors
Die Kirche Notre-Dame-des-Neiges entstand zwischen 1859 und 1864. Sie ersetzte eine Kapelle, die 1546 geweiht worden war. Ihr Grundriss hat die Form eines lateinischen Kreuzes. Im Inneren gehören ein Taufbecken aus dem 16. Jahrhundert und ein Chorgeländer von 1659 zu den hervorgehobenen historischen Details. Die Kirche enthält außerdem das Grab des Chevalier du Guiny de Bonaban aus dem 15. Jahrhundert. Ihre Bauzeit, ältere Ausstattung und das Grab verweisen somit auf unterschiedliche Epochen. Zugleich gehört die Kirche zum religiösen Kulturerbe der Presqu'île de Lézardrieux – eine Einordnung mit ausdrücklich regionalem Bezug.
Herrenhäuser und ältere Spuren entlang der Route
Auch die Bauwerke an der Boucle erzählen von verschiedenen Zeiten. Am Manoir de Kéralio führt die Route vorbei; das Gebäude stammt aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts und besteht aus Granit und Schiefer. In der Nähe des Manoir de Mez-Huel verläuft die Boucle auf einer Römerstraße. Bei Troézel Vihan führt sie am Flachsröschteich und am Manoir vorbei. Das Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert wird heute als Gästehaus genutzt.
Men ar Rompet ist ein teilweise eingestürzter überdachter Gang, auch Allée couverte genannt. Er gehört zu einer Gruppe von Überresten aus der Jungsteinzeit. Bei Ausgrabungen an dieser Stelle wurden ein Armband für Bogenschützen und etwa vierzig, überwiegend glockenförmige Gefäße entdeckt. Das macht die Anlage zu einem weiteren zeitgeschichtlichen Bezugspunkt neben den späteren Kirchen und Herrenhäusern. Ein anderes Denkmal setzt einen deutlich jüngeren Zeitmarker: Das Granitkreuz Kroas Santel stammt aus dem Jahr 1874 und wurde von Hernot geschaffen.
Eine kleine Quelle am Weg von Ker Huel ist für ihre heilenden Eigenschaften bekannt.
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