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Der Léguer durchquert Lannion, doch der Ort erschließt sich nicht nur über den Fluss: Fachwerk, eine umgenutzte Kapelle und innerstädtische Grünflächen eröffnen jeweils eigene Blickwinkel. Für die Reiseplanung stehen damit Kultur, Landschaft und Wege nebeneinander, ohne dass ein einzelner Schwerpunkt den ganzen Aufenthalt vorgibt.

Fluss, Ufer und Grünflächen

Der Léguer ist als „Rivière Sauvage“ klassifiziert. Sein rechtes Ufer ist von Lannion bis zur Mündung durch das Conservatoire du littoral geschützt. Lannion verfügt außerdem über 180 Hektar zugängliche Grünflächen, darunter Parks, Gärten und innerstädtische Talbereiche. Fluss, geschütztes Ufer und städtisches Grün bilden unterschiedliche Seiten des Ortes. Wer neben Gebäuden auch die Landschaft in den Aufenthalt einbeziehen möchte, findet in den Grünflächen einen eigenen Planungsbaustein.

Fachwerk und unterschiedliche Baugeschichten

Der Rundgang „Balades urbaines de Lannion – Circuit du centre-ville“ führt durch den historischen Stadtkern mit seinen Gassen und Fachwerkhäusern. Ein einzelnes Beispiel der Fachwerkarchitektur ist die Maison du Chapelier: Das Haus mit Ladengeschäft stammt aus dem 16. Jahrhundert und befindet sich am 29 place du Général-Leclerc. Die Chapelle des Ursulines steht für einen anderen kulturellen Schwerpunkt. Das ehemalige religiöse Gebäude wurde zu einem Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst umgewandelt.

Eine eigene Baugeschichte hat die Chapelle Saint-Joseph. Sie wurde zwischen 1936 und 1937 vollständig neu geschaffen; dabei hatten lokale Handwerker aus dem Trégor Vorrang. Der Zugang ist ausschließlich auf Anfrage bei der Association Saint-Joseph möglich. Die ARSSAT bietet unter anderem während der Europäischen Tage des Denkmals Führungen an. Wenn Sie die Kapelle einplanen, klären Sie den Zugang vorher.

Stadtrundgänge und ein Weg Richtung Perros-Guirec

Die beiden urbanen Rundgänge setzen unterschiedliche Akzente. Der Circuit du centre-ville führt durch die Gassen des historischen Stadtkerns und vorbei an Fachwerkhäusern. Der Circuit Brélévenez–Stanco verläuft rund um die Église de Brélévenez, über deren Treppe mit 142 Stufen und durch den Stanco. Wer beim Rundgang besonders auf das historische Straßenbild achten möchte, kann sich am ersten orientieren; wer die Treppe und den Stanco einbeziehen möchte, am zweiten. So lässt sich nach den Stationen wählen, die für den eigenen Stadttag im Mittelpunkt stehen.

Über den Stadtkern hinaus verbindet der 12 Kilometer lange Sentier Émile Orain Lannion direkt mit Perros-Guirec. Er ist zu Fuß und mit dem Fahrrad zugänglich. Das Touristeninformationsbüro von Lannion bietet nach vorheriger Reservierung Fahrräder mit elektrischer Unterstützung zum Verleih an. Wenn Sie diese Möglichkeit nutzen möchten, bestätigen Sie die Reservierung und Verfügbarkeit vorab.

Markthalle und Tagesplanung

Die Halles de Lannion sind eine überdachte Markthalle am Place du Miroir. Geöffnet ist sie von Dienstag bis Samstagvormittag. Dort werden unter anderem frisches Obst und Gemüse, bretonische Spezialitäten, frische Crêpes und Galettes angeboten; einzelne Händler und Produkte können wechseln. Der Vormittag ist damit ein konkreter Zeitbaustein für die Planung eines Besuchs. Prüfen Sie die Öffnungszeiten vorab noch einmal.

Beachten Sie bei konkreten Plänen außerdem die Anfragebedingung für die Chapelle Saint-Joseph, die Markttage und die vorherige Reservierung für den Fahrradverleih.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Côtes-D’armor.

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