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In Pommerit-Le-Vicomte erzählen Kirchen, Kapellen und Mühlen von unterschiedlichen Epochen. Für Ihre Reiseplanung lohnt es sich, die Baugeschichte mit den saisonalen Besichtigungen und den jährlich wiederkehrenden Festen zu verbinden. Auch der Trieux und die Wanderangebote eröffnen einen anderen Blick auf den Ort.

Kirchen und Kapellen: Baugeschichte und Termine

Die Église Notre Dame wurde im 20. Jahrhundert wiederaufgebaut und bewahrt den Chorabschluss aus dem 14. Jahrhundert. Ihr Glockenturm entstand von 1704 bis 1712 und gilt als neuere Architektur. So reichen die Bauphasen dieser Kirche vom mittelalterlichen Bestand über den Turm des frühen 18. Jahrhunderts bis zum Wiederaufbau im 20. Jahrhundert.

Auch im Inneren treffen verschiedene Zeiten aufeinander: Die Kirche beherbergt Beichtstühle aus dem 17. Jahrhundert, Alabasterarbeiten aus dem 15. Jahrhundert sowie alte Statuen des heiligen Michael und des heiligen Antonius. Die Mischung aus Ausstattungsstücken und Bauphasen macht die Église Notre Dame zu einem Schwerpunkt für alle, die sich für die religiöse Kunstgeschichte der Gemeinde interessieren.

Die Chapelle Notre-Dame-du-Folgoat wurde 1839 wiederaufgebaut. Dort befindet sich eine polychrome Holzstatue der Jungfrau Maria, die vermutlich das älteste Stück der Ausstattung ist. Die Chapelle du Paradis wiederum ist ein vollständiges und intaktes Beispiel bretonischer Bauten des 15. bis 16. Jahrhunderts. Von ihrem Calvaire ist nur der Sockel erhalten, der mit den zwölf Aposteln geschmückt ist.

Die Chapelle du Paradis ist im Jahresverlauf, insbesondere im Sommer, für kommentierte Besichtigungen durch ehrenamtliche Helfer geöffnet. Prüfen Sie die lokalen Besuchszeiten vor der Anreise. Auf dem Kapellengelände findet jedes Jahr am Himmelfahrtstag ein Fest statt. An der Chapelle Notre-Dame-du-Folgoat veranstaltet die Association des amis de la chapelle de Folgoat jedes Jahr am zweiten Juliwochenende ein zweitägiges Fest. Die genauen Kalendertage wechseln von Jahr zu Jahr; berücksichtigen Sie das bei der Wahl Ihrer Reisedaten.

Mühlen, Schloss und Motte

Der Moulin de Restmeur ist eine Getreidemühle am Trieux und stammt aus der Zeit vor der Französischen Revolution. Eine Erhebung von 1848 verzeichnete dort zwei Wasserräder. Auch der Moulin de Pommerit stammt aus der Zeit vor der Französischen Revolution. An einem Sturz der Rückfassade trägt er das Chronogramm „1760 m: le grollet“. Eine Erhebung von 1848 verzeichnete auch diese Mühle mit zwei Wasserrädern. Die Inschrift am rückwärtigen Gebäudeteil bietet dabei einen eigenen architektonischen Hinweis, während die Erhebungen die Wasserräder beider Mühlen für das Jahr 1848 festhalten.

Zum baulichen Erbe gehört außerdem das Château du Restmeur. Es wurde in mehreren Bauphasen des 18. Jahrhunderts vollständig wiederaufgebaut; dazu zählen die Ställe, das Haus des Kaplans, die Kapelle und der Pavillon des Wächters. Die Motte du moulin de Pommerit ist eine Burg- oder Herrenhausmotte. Die Motte castrale du moulin de Pommerit und das Grundstück, auf dem sie liegt, einschließlich des gesamten Flurstücks 1995 YE 96, stehen seit dem 28. November 1995 vollständig unter Denkmalschutz.

Trieux und Wanderungen

Im Westen von Pommerit-Le-Vicomte fließt der Trieux; seine Ufer bieten Möglichkeiten zum Wandern. Les Randonneurs du Pays du Leff organisieren Wanderungen und übernehmen die Markierung und Pflege von Wanderwegen. Interessierte können an einer Probewanderung teilnehmen. Klären Sie die aktuellen Treffpunkte vorab mit der Organisation.

Auch die kulturellen Ensembles gehören zum Bild der Gemeinde: Pommerit-Le-Vicomte wird durch ein Bagad und den keltischen Kreis Korriganed Panvrid repräsentiert. Beide Ensembles werden bei traditionellen Wettbewerben regelmäßig ausgezeichnet. So stehen neben den historischen Bauwerken auch lebendige Kulturtraditionen als eigener Schwerpunkt für die Reiseplanung.

Als grobe Orientierung für Fahrten von Pommerit-Le-Vicomte zu den wichtigsten Städten Guingamp, Paimpol, Saint-Brieuc und Lannion gelten etwa 20 bis 40 Minuten. Die tatsächliche Fahrtdauer kann je nach Strecke und Verkehr variieren. Für Ihre Auswahl der Reisedaten bieten sich damit zwei unterschiedliche Anhaltspunkte: Die Baugeschichte bildet einen dauerhaften thematischen Rahmen, während kommentierte Besichtigungen und Jahresfeste konkrete Termine erfordern.

Weitere Reiseziele entdecken: Trégon, Plusquellec, Pleumeur-Bodou, Ploézal, Landéhen, Le Gouray, Ploubezre, Le Quillio.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Côtes-D’armor.

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